Puig, Alberto: Interview (Archivversion)

Der einzige deutsche MotoGP-Held Alex Hofmann
erlebte im d¿Antin-Ducati-Team eine turbulente
Saisonpremiere 2006 mit versöhnlichem Abschluss.

Wir haben über Winter fleißig mit Dunlop und mit unserer Ducati gearbeitet, doch im Training von Jerez sind wir wegen allerlei Kleinigkeiten kaum zum Fahren gekommen. Und
wir wären sicher nicht im Rampenlicht gestanden ýÿ wenn es zu Beginn des Abschlusstrainings nicht zum Drama gekommen wäre. Wegen eines defek-
ten Clips, eines Drei-Euro-Teilchens, rutschte der Ölschlauch vom Überdruckkanister an der rechten Motorseite und führte zum Super-GAU: Ein Schwall von Öl ergoss sich auf mein Hinterrad und auf die Strecke, worauf ich im Supermotard-Stil böse schlingernd ins Kiesbett ratterte. Weil die Strecken-
posten nicht sofort reagierten, sprang ich auf die Reifenstapel und versuchte, die nachfolgenden Piloten zu warnen ýÿ vergebens: Ich musste hilflos mit
ansehen, wie nicht weniger als fünf meiner Kollegen auf meinem Ölfleck
ins Verderben rutschten.
Tags darauf ging ich mit repariertem Motorrad, aber quasi ohne Set-up
ins Rennen. Dafür gingýÿs nicht schlecht.
Ich erwischte einen guten Start, wurde später durch einen gestürzten Kollegen aufgehalten, holte am Ende aber
immerhin den ersten WM-Punkt des
Jahres. Außerdem hatte ich für ein
paar Runden das Vergnügen, mit
Weltmeister Valentino Rossi um die Wette zu fahren ýÿ und das passiert schließlich nicht alle Tage.

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