Rallye Dakar abgesagt Terrorgefahr: Wüstenrallye findet nicht statt

Foto: ASO
Die Rallye Dakar wurde heute offiziell abgesagt. Das gab France Televisions heute einen Tag vor dem Start bekannt. Grund ist die politische Situation in Mauretanien, wo acht der fünfzehn Etappen hätten stattfinden sollen. An Heiligabend wurden dort vier französische Touristen von Terroristen ermordet. Daraufhin hat die französische Regierung dem Veranstalter Amaury Sport Organisation (ASO) eine Terrorwarnung zukommen lassen, die das Unternehmen zu diesem Schritt veranlasst hat. Weitere Pressemiteilungen werden in den nächsten Stunden folgen.
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Foto: Renate Maucher/MAIRDUMONT
Die vorläufige Pressemittelung von A.S.O. lautet wie folgt:

"Nach verschiedenen Gesprächen mit der französischen Regierung - insbesondere dem Außenminister - und angesichts seiner dringenden Empfehlungen haben die Veranstalter der Rallye Dakar die Entscheidung getroffen, die Auflage 2008 der Rallye, die vom 5. bis 20. Januar zwischen Lissabon und der senegalesischen Hauptstadt ausgetragen werden sollte, abzusagen.

Angesichts der derzeitigen internationalen politischen Spannungen, der Ermordung von vier französischen Touristen am 28. Dezember 2007, die mit einer Gruppierung von "Al-Qaïda au Maghreb islamique" im Zusammenhang steht, und vor allem in Anbetracht der direkten Drohungen, die von terroristischen Strömungen gegen die Rallye ausgesprochen wurden, sieht A.S.O. keine andere vertretbare Lösung, als das Sportereignis abzusagen. Die oberste Verantwortung von A.S.O. ist, die Sicherheit aller zu gewährleisten: der Bevölkerung in den Austragungsländern, der französischen und nichtfranzösischen Privat- und Profifahrer, technischen Servicemitarbeiter, Journalisten, Partner und Mitarbeiter der Rallye. A.S.O. bekräftigt somit, dass die Sicherheit bei der Rallye Dakar niemals Gegenstand von Kompromissen war, ist oder sein wird.
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Foto: Archiv
ASO. verurteilt die terroristische Bedrohung, die ein Jahr Arbeit, Engagement und Begeisterung aller Teilnehmer und verschiedenen Beteiligten der weltweit größten Marathonrallye zunichte macht. Im Bewusstsein der immensen Frustration, die in Portugal, Marokko, Mauretanien und dem Senegal sowie bei allen treuen Partnern besonders stark sein wird, sowie über die allgemeine Enttäuschung und die schwer wiegenden wirtschaftlichen Konsequenzen für die Austragungsländer durch entgangene direkte und indirekte Einnahmen hinaus wird sich A.S.O. auch weiterhin für die Werte einsetzen, die Großsportereignisse vermitteln, und das Engagement für die nachhaltige Entwicklung über das Hilfsprogramm "Actions Dakar" fortsetzen, das seit fünf Jahren in Subsahara-Afrika in Zusammenarbeit mit SOS Sahel International umgesetzt wird.

Die Rallye Dakar ist ein Symbol, und ein Symbol kann nichts zerstören. Die Absage der Auflage 2008 stellt in keiner Weise die Zukunft der Dakar in Frage. Unserem Engagement und unserer Begeisterung für den Sport treu bleibend, wird sich A.S.O. in den nächsten Monaten der Herausforderung stellen, ab 2009 allen Anhängern des Rallye Raids ein neues sportliches Abenteuer zu bieten."

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