Rennen 125er (Archivversion) Neuer Bademeister

Mattia Pasini aus dem nahen Strandort Riccione siegte im 125er-Rennen von Misano und feierte standesgemäß.

Mattia Pasini holte den einzigen Heimsieg in Misano und bescherte Aprilia ein rundes Jubiläum: Der kaum fünf Kilometer entfernt in Badeort Riccione lebende Jungstar streckte sich nach seinem Erfolg erst einmal in einer von seinen Fans angeschleppten Sonnenliege aus und feierte so auch den 100. Triumph des kleinen venezianischen Werks in der 125er-Klasse. Obwohl Pasini nach einer Pechsträhne zu Saisonbeginn keine realistischen WM-Titel­chancen mehr besitzt, ist sein Aufstieg mit einer offi­ziellen Aprilia RSA in die 250er-Kategorie mittlerweile beschlossene Sache.
Hinter ihm ging im Rennen die Post ab. Erst mit einem Sturz des tschechischen Derbi-Fahrers Lukas Pesek, dann mit einem spektakulären Crash der beiden Aprilia-Helden Simone Corsi und Héctor Faubel, in dessen Folge Gabor Talmacsi den zweiten Platz erbte. Er sei ganz normal innen auf seiner Linie gefahren und völlig unschuldig, versicherte der Ungar nach Rennende. Sein Teamkollege Faubel sah das anders: Talmacsi habe ihn von hinten gerammt, er habe aufrichten müssen und dabei Corsi aufgegabelt. Jedenfalls ist der Ungar wieder WM-Leader, doch Zündstoff für weitere Führungswechsel gibt es, vor allem innerhalb des Aspar-Teams, jede Menge.
Dank des Chaos an der Spitze feierte Stefan Bradl einen sensationellen siebten Platz, das beste Resultat seiner GP-Karriere, und das, obwohl er im Warm-up-Training am Vormittag wegen eines Zündungsdefekts nicht zum Fahren gekommen war.

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