Rennstrecke in Assen Neubau für den Sport

Foto: fact
Eine Rennbahn des 21. Jahrhunderts ist 4,5 Kilometer lang – und nur wenig länger oder kürzer. Dieses ungeschriebene Dogma erfasste nach anderen Traditionspisten wie Hockenheim nun auch Assen, die "Kathedrale des Motorradrennsports", wie die Niederländer ihre Bahn selbst bezeichnen. Denn es wurde vor der Saison 2006 einmal mehr umgebaut. Im Nordabschnitt entstand nach Start und Ziel eine ganz neue, stark verkürzte Piste, im Wesentlichen eine Vierfachrechtskurve, welche an der unveränderten Linkskehre "Strubben" in die bekannte Streckenführung einmündet. Die schon im Vorjahr eingeführte Ruskenhoek-Schikane am Ende der Gegengeraden sowie die Aufhebung der bislang Assen-typischen Kurvenüberhöhungen im ansonsten unveränderten Südabschnitt haben den klassischen Assen-Charakter – sehr flüssige, schnelle Kurven – ebenfalls stark verändert.

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Die Fahrer sehen die neue Strecke zwiespältig: "Der neue Streckenteil mit der ewig langen Rechtskurve ist wegen seiner verschiedenen Radien sehr interessant", schildert IDM-Superbiker Michael Schulten, "insgesamt aber hat die Piste ihre typischen Merkmale fast vollständig verloren. Jetzt ist es nur noch eine Strecke wie jede andere auch."

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