Roczen, Ken: Porträt (Archivversion) Startplatz Motorsportclub

Motocross ist spektakulär und alles andere als fad und altbacken. Kein Wunder, dass Jugendliche jeden
Alters den Einstieg suchen und in Deutschland dank vieler Möglichkeiten auch fündig werden.

Wer in den Motocross-Sport einsteigen will, braucht neben dem entsprechenden Vehikel und der Fahrerausrüstung in erster Linie geeignetes Gelände. Die meisten Crosspisten Deutschlands werden von Vereinen betrieben,
viele besitzen heute neben Clubheim und aus-
gewachsener Rennbahn eine spezielle Kinderstrecke. So sind an den Trainingstagen oft haufenweise Steppkes zu bestaunen, die besser fahren als laufen können. Mit kleinen 50-cm3-Automatik-Zweitaktern geht es los, und haben die Kids erst einmal Feuer gefangen, dürfen sich die Eltern auf eine Zukunft am Streckenrand einstellen. In Stufe zwei kommen 65-cm3-Maschinchen zum Einsatz, in denen mit zirka 17 PS schon ordentlich Dampf steckt. Für die Generation von zehn bis 15 Jahren folgt der Aufstieg auf 85-cm3-Motorräder mit
großen oder kleinen Rädern, je nach Körpergröße, und strammen 30 PS. Gegen ausgebuffte Jung-
piloten haben minder begabte Oldies auch auf
viel stärkeren Motorrädern beim gemeinsamen Training üblicherweise das Nachsehen.
Welches Alter ist ideal für den Einstieg? Eigentlich jedes. Mit Geduld und Ehrgeiz – der Cross-Sport holt seine Jünger regelmäßig auf den Boden der Tatsachen zurück – erreichen die meisten Youngsters ein ordentliches Niveau und können sich in einer passenden Rennserie miteinander messen. Unterstützung durch die Eltern ist dabei Grundvoraussetzung: Garage oder Keller werden zum Rennstall, der Papa wird Chefschrauber und Chauffeur des Transportfahrzeugs, das natürlich ebenfalls benötigt wird, die Wochenenden sind künftig verplant.
Eine Rennsaison in einer regionalen Nachwuchsserie sollte inklusive 85er-Crosser für ein noch vierstelliges Budget realisierbar sein, aber pauschal ist das schwer zu beziffern. Auch hier können die Insider helfen, die in den örtlichen Motosportvereinen zu finden sind. Deshalb sollte der erste Weg ins nächstgelegene Clubheim führen. Vorab ist ein Blick auf die Internet-Homepage des Deutschen Motor Sport Bunds (www.dmsb.de)
zu empfehlen. Dort gibt es zahlreiche Informationen zum Nachwuchs-Motorsport, den Aktivitäten der deutschen motor sport jugend sowie Links zu den Ortsclub-Suchseiten der Verbände ADAC, AvD und DMV.

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