Rossi: Ärger mit dem Finanzamt Neues Ungemach für Rossi

Foto: Honda
Auch das noch: Da läuft es für Valentino Rossi schon in der WM nicht, wie es soll – und jetzt ist auch noch das italienische Finanzamt schwer hinter ihm her. Der siebenfache Weltmeister soll zwischen 2000 und 2004 rund 60 Millionen Euro am Staat vorbeigeschleust haben. Zwar sei Rossi, so das Finanzamt, offiziell in England gemeldet; dort zahle er aufgrund einer Sonderregelung aber nur Steuern auf Einnahmen, die sich direkt auf seine Arbeit auf der Insel bezögen – und somit gerade mal für einen Grand Prix im Jahr. Der dicke Rest ging offenbar sowohl an den englischen wie an den italienischen Finanzämtern vorbei. So soll der Champion im Jahr 2002 in Italien gerade mal 500 Euro Einkommen gemeldet und versteuert haben, nämlich aus seinem Grundbesitz in Tavullia.

Rossi hat nun 30 Tage Zeit, Stellung zu beziehen. Sollten sich die Vorwürfe bewahrheiten, droht im eine Geldstrafe von bis zu 240 Millionen Euro; das italienische Strafgesetzbuch sieht für solch schwere Fälle sogar Gefängnis vor. Doch in den Knast wird Rossi deswegen nicht wandern – das mussten berühmte Steuerhinterzieher wie Luciano Pavarotti oder Alberto Tomba schließlich auch nicht.
Anzeige

Themenseiten

Artikel teilen

Aktuelle Gebrauchtangebote