Rossi testet Ferrari Der Privat-Fahrer

Foto: 2snap
Eigentlich hat Valentino Rossi schon öfter bekundet, dass ihn die Formel 1 – auch wenn man dort als Motorsportler am meisten verdienen kann – nicht interessiert: zu wenig Überholmöglichkeiten, zu wenig Einfluss der Piloten, zu viel Politik. Einen vorläufigen Höhepunkt dieser Bekundungen gab es nach dem Skandalrennen in Indianapolis, bei dem nur die Bridgestone-Teams an den Start gegangen waren: Rossi schloss eine Formel-1-Zukunft für sich aus, und zeigt sich von den anhaltenden Spekulationen ziemlich genervt.

Foto-Show: Rossi-Porträt (wird fortgesetzt)

Jetzt ist es dem Superstar ganz offensichtlich langweilig geworden, nachdem der Vertrag bei Yamaha unterschrieben ist und auch ernsthaft niemand mehr glaubt, dass ihm der MotoGP-Titel 2005 noch zu entreißen ist. Zeit mal wieder Öl ins Feuer zu gießen: Rossi testete erneut in Maranello den Formel-1-Ferrari. Und wie immer wird vom Team abgewiegelt: Der Test sei rein privat gewesen. Die Länge der Testfahrt macht indes jedoch stutzig, denn immerhin 80 Runden wurden von „il Dottore“ absolviert. Dass er dabei ernsthaft zur Sache gegangen ist, zeigt auch die Rundenzeit: drei Zehntel unter der Bestzeit vom letzten Jahr (MOTORRADonline berichtete) – damit liegt Rossi weiterhin nur drei Sekunden unter dem Runderekord von Michael Schumacher.

Apropos Schumacher: Nicht erst seit der missratenen Saison 2005 wird spekuliert, wie lange der Serienweltmeister noch antreten will. Und dass sich – bei aller Verehrung für Schumacher, der Ferrari aus dem Tal der Tränen führte – die Fans der italienischen Kultmarke auch gut einen italienischen Superhelden im Ferrari-Cockpit vorstellen können, dürfte auch klar sein.

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