Spersport (Archivversion) Supersport: Curtain geht unter

Kevin Curtain und die Yamaha-Deutschland-R6 waren auf den WM-Titel gebucht – leider ohne Platzreservierung.

Ruhige Arbeitsatmosphäre herrschte am Sonntagmorgen in Magny-Cours in der Box des Yamaha-Deutschland-Supersport-WM-Teams, nichts zu spüren von der Aufregung eines WM-Finalkampfes. Die Aufgabe war ja auch nicht allzu schwer. Yamaha-Deutschland-Nummer-eins Kevin Curtain musste bei dem zu erwartenden Sieg von Titelver-teidiger Séb Charpentier auf der Ten-Kate-Honda
angesichts seines 18-Punkte-Vorsprungs nur als Achter ins Ziel kommen.
So lief auch alles nach dem gelassenen Plan. Ten-Kate-Junior Kenan Sofuoglu zog zusammen mit Charpentier davon, dicht gefolgt von Yamaha-Deutschland-Sekundant Broc Parkes in der Rolle des Wachhunds und potenziellen Störenfrieds, während Curtain auf Rang vier fuhr. In der achten von 22 Rennrunden aber stürzte der 40-jähriger Routinier wie aus heiterem Himmel von seiner Yamaha R6
und kürte so den anschließend wie besessen feiernden Charpentier zum ersten erfolgreichen Titel-
verteidiger der Supersport-WM-Historie überhaupt.
»Ich wollte mich etwas aus der Verfolgergruppe mit meinem Markenkollegen David Checa frei fahren, weil es da recht heftig zuging, und stürzte plötzlich übers Vorderrad«, lautete die dürre Erklärung des verhinderten Champions, dem selbst Rang sechs hinter dem im Ziel fünftplazierten Checa zum Titel-gewinn gereicht hätte. mtr

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