Straßen-IDM auf dem Schleizer Dreieck (Archivversion) Regel-Tuner

Im Schleizer Fahrerlager trat eine schon länger schwelende Regeldiskussion um die IDM-Superbike durch einen Vorstoß des Alpha-Technik-
Teams ans Tageslicht.
Neben den Oberbayern forderten auch die Tuner Michael Schäfer, Besitzer des Suzuki-Teams mit Robert Ulm und Norbert Fritz, sowie Karl Emonts, Teamchef des Yamaha-Teams um Titelverteidiger Stefan
Nebel und Phillip Hafeneger, »1000er-Motoren nach Supersport-Reglement, die wären auf Dauer günstiger zu betreiben als die seriennahen Maschinen. Denn man könnte Schwachstellen der Serienmaschinen ausmerzen«. So soll ein dann zulässiges Renngetriebe häufige Schäden beim Serienteil der Honda Fireblade verhindern. Ebenso könnte bei der Suzuki das motorenmordende Missverhältnis zwischen der jetzt schon zulässigen Zündbox, welche um rund 1000/min erhöhte Drehzahlen erlaubt, und den serienmäßigen Ventilfedern behoben werden. Außerdem sähen die Tuner in einem etwas freieren Regelwerk natürlich
die Möglichkeit, sich selber besser zu präsentieren.
»Die Tuner wollen nur ihr
eigenes Süppchen kochen«, kontert Suzuki-Verkaufsdirektor Bert Poensgen, »billiger wird
da gar nichts. Das offizielle
Suzuki-Team würde sich unter solchen Regeln zurückziehen oder mit pro Stück 150000 Euro teuren Motorrädern an-treten. Das wäre aber nicht im Sinne des Sports, den wir
in der IDM betreiben wollen.“

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