Straßen-WM in Jerez/Spanien Sicherer Sieg für Rossi

Foto: 2snap
+++ UPDATE: Jetzt mit Foto-Show. +++ Kampfgeist, Glück und Können: Mit einem überzeugenden Auftritt in Jerez haben die deutschen Motorrad-WM-Piloten nach dem durchwachsenen Auftakt in Doha Wiedergutmachung betrieben. Sandro Cortese (Berkheim) als Siebter und Dirk Heidolf (Hohenstein-Ernstthal) als Zehnter sorgten für ein schon lange nicht mehr gesehenes Erfolgserlebnis. Die Siege sicherten sich in der Achtelliterklasse der Ungar Gabor Talmacsi (Aprilia), bei den 250ern Limit Weltmeister Jorge Lorenzo (Spanien) sowie in der MotoGP-Klasse der Valentino Rossi (Fiat Yamaha). Die drei Fahrer führen auch die WM-Gesamtwertungen an. Besonders Cortese zeigte im 125-ccm-Rennen, wozu er in der Lage sein kann. Mit einem schlechten Start wurde der Aprilia-Pilot vom zehnten Startplatz fast bis auf die letzte Position durchgereicht. "Dann bin ich aber drei Runden so aggressiv gefahren wie noch nie und habe unheimlich viel gut gemacht." Ende der vierten Runde lag er auf Position elf und profitierte dann von Ausfällen vor ihm platzierter Piloten. "Ich war lange mit Joan Olive gemeinsam unterwegs und wusste, dass ich ihn in der letzten Runde noch holen kann", beschrieb Cortese seine Schlussattacke, mit der er sein bestes Grand-Prix-Ergebnis erreichte.
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Auch Heidolf war glücklich. "Endlich hat es mal geklappt", jubelte der sächsische Aprilia-Pilot nach Rang zehn in der Viertelliterklasse. Voraussetzung bei ihm war ein guter Start und viel Einsatz in der ersten Runde. "Dort konnte ich gut gegenhalten. Schließlich war das Motorrad hervorragend eingestellt, so konnte ich wohl das Maximum herausholen", sagte Heidolf. Sein Teamchef Stefan Kiefer lobte Heidolf: "Das war so nicht zu erwarten. Wir sind bestes Privatteam geworden, das ist genial. Ich freue mich riesig für Dirk." Nur Alexander Hofmann saß niedergeschlagen in der Box. Der Ducati-Pilot wurde während des Rennens disqualifiziert, da er unerlaubter Weise auf eine Ersatzmaschine gewechselt hatte. "Ich bin richtig gut weggekommen. Aber das war wohl eine ganze Nummer zu aggressiv. Die Kette hat sich verlängert und mir war klar, dass das Rennen schon nach 100 Meter gelaufen ist", erzählte der Bochumer, der nach der ersten Runde in die Box fuhr und mit dem zweiten Motorrad wieder hinaus fuhr. Dafür gab es die Schwarze Flagge.

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Überschattet wurde der Spanien-Grand-Prix vom schweren Trainingssturz des Italieners Roberto Locatelli in der 250-ccm-Klasse. Der Weltmeister von 2000 schlug am Samstag in einen Reifenstapel ein und erlitt Brüche des linken Knöchels, mehrerer Gesichtsknochen sowie des linken Schlüsselbeins. Außerdem soll die Lunge verletzt worden sein. Locatelli wurde in das Krankenhaus von Cadiz überführt und in ein künstliches Koma versetzt. Sein Zustand galt zunächst als kritisch, stabilisierte sich aber am Sonntag. Bei weiterer Besserung soll er heute aus dem künstlichen Koma geholt werden.

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