Super Moto in Las Vegas/USA (Archivversion) welt-Tournee

Wer hat’s erfunden? Wer genau? Die Amerikaner. Zur Blüte brachte es Supermoto
zwar erst in Europa, doch nun driftet die Welt. Sogar die Japaner.

Die schlechte Nachricht zuerst: Die Supermoto-WM steckt in der Krise. Termin-Chaos, magere Zuschauerzahlen und ersatzlos gestrichene Start- und Preisgelder sorgen bei der Drift-Noblesse für Missstimmung. Schade, angesichts der Morgenluft, die diese Disziplin nach dem Aufstieg in einigen europäischen Ländern nun weltweit erfährt. Während die Profis – quasi als WM-Ersatz – deshalb auf eine prächtige Entwicklung dieses Sports in den USA hoffen, weitet sich die Supermoto-Szene nun auch nach Japan aus. Weshalb der ohnehin mit einem Outlaw-Image behafteten japanischen Motorradszene im Drifter-Milieu weiter Zähmungsbedarf bevorsteht. Der Großteil der 17-Zoll-Dompteure tauchte bei den bisherigen wilden Rennen in den Startlisten nur unter ihren Spitznamen auf.
Was die Verantwortlichen freilich nicht
davon abhielt, Supermoto im September erstmals als Teil eines Stadtrennens in
Tokio, dem so genannten D1-Grand-Prix, zu integrieren. Für die kommende Saison ist bereits die erste offizielle japanische Supermoto-Meisterschaft vorgesehen.
Endstand US-Meisterschaft 2004
Supermoto (450 cm3): 1. Jeff Ward (Honda), 186 Punkte
2. Jürgen Künzel D (KTM), 157, 3. Doug Henry (Honda), 148; Supermoto Unlimited (hubraumoffen): 1. Kurt Nicoll GB (KTM), 166, 2. Micky Dymond (KTM), 148, 3. Ben
Carlson (KTM), 138, 4. Jürgen Künzel D (KTM), 131;
Endstand Supermoto-WM 2004
S2 (450 cm³): 1. Jérôme Giraudo F (Aprilia), 244, 2. Max Verderosa I (Honda), 240, 3. Davide Gozzini I (Husqvarna), 230; S1 (hubraumoffen): 1. Thierry v. d. Bosch F (KTM), 348, 2. Boris Chambon F (KTM), 282, 3. Gérald Délépine B (Husqvarna), 268.

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