Superbike-Weltmeisterschaft (Archivversion) Was geht?

Alles kommt anders als gedacht – aber das muss ja nicht schlecht sein. Nachdem Suzuki-Chef Bert Poensgen das Management der deutschen Superbike-WM-Hoffnung Max Neukirchner übernommen hatte und für den 23-Jährigen in erstaunlich kurzer Zeit das auf 350000 Euro taxierte Eintrittsgeld in die Junior-Abteilung des offiziellen Suzuki-WM-Werksteams einsammeln konnte, schien klar zu sein: Neukirchner fährt 2007 im Corona-Alstare-Engineering-Team eine Semi-Werksmaschine – und kann endlich zeigen, was er drauf hat.
Ganz so wird es nicht sein. Die Corona-Alstare-Truppe machte einen Rückzieher, was Suzuki-Aktivist Poensgen erst recht anspornte: »Das Budget für Max hatten wir schon, jetzt müssen wir noch einmal so viel für Technik und Infrastruktur drauflegen – das zahlt erst einmal Suzuki Deutschland. Dafür sind wir unabhängig, für mich die zweitbeste Lösung nach einem Werksvertrag.« Der ehemalige Superbike-Pilot und Nachwuchs-Förderer Mario Rubatto bleibt Neukirchners Teamchef, für die Technik wurde die Viertakt-Koryphäe Kurt Stückle bei Kawasaki abgeworben. Ein Coup – wenn Neukirchner ähnlich spektakulär fährt, kann selbst mit dem versprochenen Vorjahres-Material alles gut werden. abs

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