Superbike-WM-Auftakt in Valencia/E (Archivversion) supersport-wm: Pokerfaces

Die erfolgreiche Einschätzung der in diesem Jahr neu eingeführten Pirelli-Einheitsreifen war wie in der Superbike-WM auch bei den Supersportlern der Schlüssel zum Erfolg beim Weltmeisterschafts-Auftakt in Valencia. Und dabei gab es Gewinner und Verlierer.
Erstaunlich war, dass sich unter den Verlierern nicht nur Pirelli-Neulinge tummelten. Ausgerechnet das Team Ten-Kate-Honda, in den beiden vergangenen Jahren mit Fabien Fôret und Chris Vermeulen jeweils Supersport-Weltmeister und seit Menschengedenken erfolgreich mit Pirelli verbunden, lag kräftig daneben. Bei mäßigen
Temperaturen, die durch einen Regenschauer noch weiter absanken, machten den härtesten der drei zur Verfügungen stehenden Reifentypen zur richtigen Wahl. »Mit dem weichsten Reifen waren wir aber im Warm-up deutlich am schnellsten«, erinnerte sich Yamaha Deutschland-Teamchef Terrell Thien und wählte ihn dann auch fürs Rennen. »Wahrscheinlich ging es Ten Kate ganz genauso.«
Und tatsächlich bestimmten von Beginn an die beiden Ten-Kate-Honda-Fahrer Broc Parkes und Karl Mug-
geridge zusammen mit Yamaha-Deutschland-Neuzugang Kevin Curtain das hohe Tempo an der Spitze, doch nur bis zum erwähnten Regenschauer nach wenigen Runden. Parkes verabschiedete sich mit einem Sturz,
die beiden Australier Muggeridge und Curtain wurden allmählich ins Mittelfeld auf die Plätze acht und neun durchgereicht.
Danach schlug die Stunde der auf
härteren Reifen fahrenden Piloten. Die für Yamaha-Italia startenden Jürgen van den Goorbergh und Fabien Fôret holten einen sauberen Doppelsieg
vor Alstare-Suzuki-Mann Katsuaki
Fujiwara sowie Ducati 749R-Debü-
tant Lorenzo Lanzi. Allerdings fuhr keiner aus diesem siegreichen Quartett in den Anfangsrunden auf vorderen Plätzen.
Christian Kellner, Yamaha-Deutschland-Stammpilot, musste nach einem Leck im Kühler aufgeben, ohne vor-
her ins Renngeschehen bestimmend eingreifen zu können. Die drei weiteren, auf der beliebten Wintertestbahn Valencia ebenfalls angetretenen deutschen Nachwuchs-Supersportler verkauften sich ehrenhaft. Arne Tode auf der Eckó-Racing-Yamaha holte gleich beim ersten Mal vier WM-Punkte für Platz zwölf. Klaffi-Honda-Pilot Max Neukirchner konnte nach einem Sturz weiterfahren, jedoch nur noch als
14. statt auf Rang zehn. Dem bayerischen Alpha-Technik-Honda-Fahrer Tobias Kirmeier brachte der zehnte Platz ebenfalls kein Glück: Er stürzte auf dem Weg zum ersten Top-Ten-
Ergebnis.

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