Superbike-WM Eurospeedway Lausitz/D: Reportage (Archivversion)

Yamaha-Deutschland-Sportchef Theo Hoffmann (im Foto mit Kenan
Sofuoglu) über die Pläne für 2006.

Theo Hoffmann, Yamaha Deutschland ist mit eigenen Teams in der Supersport-WM, dem Superstock-1000-FIM-Cup und der Internationalen Deutschen Motorradmeisterschaft sowie dem R6-Cup aktiv. Wie sehen Ihre Pläne für die Saison 2006 aus?
Die Supersport-WM bestreiten wir im Auftrag des Yamaha-Werks als einziges offizielles Team, dieses Engagement wird mit Kevin Curtain fortgesetzt. Mit dem zweiten Fahrer Broc Parkes soll bis zum Rennen in Imola alles klar sein.
Ihr türkischer Fahrer Kenan Sofuoglu steht kurz davor, den Superstock-1000-FIM-Cup zu gewinnen. Wie könnte seine
Zukunft aussehen?
Kenan und sein Teamkamerad Didier Vankeymeulen fahren jetzt im zweiten Jahr diese Serie und sind erfolgreich. Kenan würde am liebsten mit uns in die Superbike-WM aufsteigen.
Werden Sie ihm diese Möglichkeit bieten?
Wir, das heißt Yamaha Deutschland, müssten so etwas aus eigener Kraft auf die Beine stellen. Natürlich könnten wir die vorhandene Team-Infrastruktur nutzen, dennoch können wir eine WM-Kampagne keinesfalls
finanzieren.
Sie benötigen also Sponsoren. Wird die Idee weiter verfolgt?
Ja, eine Reihe branchenfremder Unternehmen aus der Türkei sind stark an Kenan interessiert. Die Chance, dass wir zu einem positiven Ergebnis kommen, stehen derzeit 50 zu 50.
Ihr IDM-Fahrer Stefan Nebel hat beste Aussichten, dieses Jahr zum dritten Mal Deutscher Meister zu werden. Könnte er Kenans Kollege im neuen Superbike-WM-Team sein?
Da gilt dasselbe: Wenn er Sponsoren mitbringt, die das finanzieren, können wir über alles reden.
Das heißt, Philipp Hafeneger könnte im IDM-Team 2006 einen neuen Kollegen bekommen?
Was in der IDM – und auch beim R6-Cup – passieren wird, ist noch nicht entschieden. Yamaha Deutschland hat mit Naoki Hayashi kürzlich einen neuen japanischen
Geschäftsführer bekommen, mit dem
wir diese Themen noch diskutieren müssen. Ich bin jedoch zuversichtlich, dass wir in der IDM und mit dem Cup im gewohnten Umfang weitermachen können.

Das Gespräch führte
MOTORRAD-Redakteur Andreas Schulz

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