Superbike-WM in Brünn/CZ (Archivversion) Max – nicht allein zu Haus

Beim Start zum ersten Superbike-Rennen in Brünn, das tatsächlich näher an Max Neukirchners Wohnort in der sächsischen Kleinstadt Stollberg liegt als der deutsche Superbike-WM-Schauplatz Nürburgring, war die Stimmung noch bestens im Lager des Sachsenpfeils. Zwar stand seine Werks-Suzuki nur auf Startplatz neun in der dritten Reihe, aber zum einen schienen letzte Änderungen an der Fahrwerksabstimmung zu funktionieren, Neukirchner war im Warm-up am Sonntagmorgen immerhin Zweitschnellster. Zum anderen hatte der derzeitige WM-Tabellenzweite drei Wochen zuvor im italienischen Misano sogar vom elften Startplatz aus gewonnen.

Und Neukirchner schaffte tatsächlich zügig den Anschluss an die Spitze. Bis auf Rang zwei hinter der führenden Werks-Yamaha von Troy Corser kämpfte sich Max nach vorn, bevor er von Reifenproblemen eingebremst wurde. Ducati-Werksfahrer und WM-Tabellenführer Troy Bayliss konnte am Sachsen und allen anderen vorbei zum Sieg fahren, während Neukirchner, inzwischen deutlich weiter hinten, in der letzten Runde gar noch Noriyuki Hagas Yamaha im Kampf um Rang sechs passieren lassen musste. Nur wenig erfreulicher lief für Max das zweite Rennen. Obwohl ihn ein erneut geändertes Fahrwerk zwischenzeitlich wieder bis auf Rang drei nach vorn brachte, rollte er schließlich doch nur als Fünfter durchs Ziel.

Schadensbegrenzung betrieben für Neukirchner seine härtesten Gegner. Bayliss verabschiedete sich zwar mit einem weiteren Sieg an der Tabellen-spitze allmählich in Richtung dritter WM-Titel und Karriereende. Aber Ten-Kate-Honda-Fahrer Carlos Checa (Rang acht und Sturz) sowie Haga (Sechster und Siebter) verloren Punkte auf Max und festigten so dessen zweiten WM-Rang.

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