Superbike-WM in Valencia/E (Archivversion)

Zu einer weiteren Demonstrationsfahrt der Dauersieger aus dem Ten-Kate-Winston-Honda-Team wurde das Supersport-WM-Rennen in Valencia. Der Trainingsschnellste, WM-Tabellenführer Sébastien Charpentier, übernahm die Spitze vom Start weg. Aber schon in der vierten von 23 Runden bekam der Franzose Gesellschaft von seinem eher verhalten gestarteten japanischen Teamkollegen Katsuaki Fujiwara. Zusammen setzten sich die beiden blauen Honda CBR 600 RR bis ins Ziel um unglaubliche 21 Sekunden vom Rest der Supersport-Welt ab, die
von Yamaha-Deutschland-Held Kevin Curtain
angeführt wurde. In der letzten Runde startete Fujiwara einen lange geplanten Angriff eingangs der Doohan-Corner, der zweiten Linkskurve
und langsamsten Stelle der Piste. Doch der wild entschlossene Japaner griff offenbar etwas zu entschlossen in den Bremshebel seiner Honda, so dass das Manöver etwas außer Kontrolle
geriet und der Bremshebel tatsächlich verbogen wurde. Jedenfalls hatte er von seiner eigenen Aktion genug und beschied sich durch die
restlichen Kurven mit dem zweiten Rang hinter Sieger Charpentier. Der zweite australische
Fahrer von Yamaha Deutschland, Broc Parker, wurde Sechster.
Mit nicht weniger als dem Wort »ideal« ist
dagegen der Auftritt der Yamaha-Deutschland-
Junioren im Superstock-1000-Rennen von
Valencia zu bezeichnen. Der Belgier Didier
Vankeymeulen startete aus der Pole Position
direkt vor seinem Teamkollegen Kenan Sofuoglu aus der Türkei. Im Rennen drehte der frühere Sieger des Yamaha-R6-Cups den Spieß um und bringt die Motorsport-Fans in seinem Heimatland wohl noch zum vollkommenen Wahnsinn. Sofuoglu zelebrierte einen unwiderstehlichen Start-Ziel-Sieg, knapp vier Sekunden vor Vankeymeulen. Der drittplatzierte Italiener Massimo Roccoli, ebenfalls auf Yamaha, kam weitere
zwei Sekunden später ins Ziel.

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