Supersport-WM (Archivversion) Go, West?

Bleibt er, geht er – oder beides? Die Frage muss sich Terrel Thien, Chef des Yamaha-Supersport-Werksteams, derzeit stellen. Es geht um Anthony West, den 250er-GP-Piloten, den er Mitte Mai als Ersatz für den verletzten Kevin Curtain in die Supersport-WM gelockt hatte. West machte einen prächtigen Job, fuhr gleich beim ersten Rennen in Monza aufs Podest, siegte danach im verregneten Silverstone und jetzt auf trockener Bahn in Misano. Die drei Rennen reichten West, um sich auf Platz fünf der Zwischenwertung zu katapultieren. Selbst Honda-Fahrer Kenan Sofuoglu, der mit fünf Siegen immer noch überlegen die Tabelle anführt, ist gegen den unbekümmert aufspielenden West im Moment machtlos.
Inzwischen hat die makellose Vorstellung des 25-jährigen West im Viertakt-Metier anderweitig Begehrlichkeiten geweckt. Direkt nach dem Barcelona-GP, wo er auf einer 250er-Aprilia 21. wurde, bekam er die Einladung, die MotoGP-Werks-Kawasaki zu testen. Weil Randy de Puniet und Olivier Jacque, die beiden Stammfahrer, verletzt sind und zumindest Jacque noch länger außer Gefecht sein dürfte, sollen die Grünen West ebenfalls ein Ersatzfahrer-Angebot unterbreitet haben. Jetzt grübelt Thien: »Da will ich ihm nicht im Weg stehen – aber vielleicht bringen wir ja Supersport und MotoGP-WM unter einen Hut...« abs

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