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Szene Sachsenring Classic Helden wie ihr

MOTORRAD Classic lud ein, um bei der ADAC Sachsenring Classic die Stars der Pro Superbike zu treffen. Zehn MOTORRAD-Helden erlebten die Idole von gestern hautnah – und einer erlebte besonders intensiv. Chefredakteur Pfeiffer fuhr mit.

Sachsenring Classic: Wer da Mitte Mai durch das Fahrerlager schlenderte und das Überangebot an Historischem sah, durfte mit Fug und Recht staunen. Egal ob Zweiräder oder vierrädrige Renner, Zwei- oder Viertakter, Vorkriegs- oder Nachwende-Gefährte – es war alles versammelt. Kein Wunder bei rund 750 Teilnehmern, die sich auf 18 verschie­dene Klassen verteilten und an diesem Wochenende vor über 15 000 Zuschauern an den Start gingen. Es wären ganz sicher noch mehr Fans gekommen, wenn der Sonntag nicht komplett ins Wasser ge­fallen wäre.

Unter denen, die ihren Besuch nicht bereuen sollten: Zehn MOTORRAD-Helden inklusive Begleitung, die nicht nur Tickets, sondern auch ein ganz persönliches Treffen mit den Ex-Champions der Pro Superbike gewonnen hatten. Von Ernst Gschwender bis Christer Lindholm: Nicht alle, aber sehr viele der alten Garde waren gekommen, um beim Revival dabei zu sein. Immerhin war es die Pro Superbike, die 1996 das erste Rennen auf dem neuen Sachsenring bestritt. Und die auch jetzt, rund 20 Jahre später, wieder zu beeindrucken wusste.

Mitten unter den alten Haudegen tummelte sich Classic-Chefredakteur ­Michael Pfeiffer, der auf einer jüngst erworbenen Suzuki GSX-R 750 von 1986 der Versuchung, gemeinsam mit seinen Idolen von einst zu starten, nicht widerstehen konnte. Dass er weder gegen die immer noch vorhandene Klasse ehemaliger Meister noch gegen die technische Überlegenheit deren ehemaliger Einsatzgeräte etwas ausrichten konnte, war Pfeiffer egal. Gemeinsam mit ihnen durch das faszinierende Kurvengeschlängel des Sachsenrings zu brausen und später mit ihnen von alten und neuen Zeiten zu plaudern – das machte dem Chef ebenso offensichtlich Spaß wie den MOTORRAD-Helden, die sich in aller Ruhe mit den Pro Superbikern unterhalten konnten.

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Foto: fact
Quer durch alle Jahrgänge: Das Pro Superbike-Feld ­erhob keinen Anspruch auf historische Genauigkeit.
Quer durch alle Jahrgänge: Das Pro Superbike-Feld ­erhob keinen Anspruch auf historische Genauigkeit.

Die alten Herren können es noch

Überhaupt: Wenngleich von den Rennmaschinen bis Baujahr 1955 über die Ost-Klassiker bis hin zu historischem Motorrad-Rennsport mit 50 oder 80 Kubikzentimetern nahezu alles vertreten war, was jemals die Rennstrecken unsicher machte, war die Pro Superbike zweifellos der Publikumsmagnet. Von morgens früh bis zum späten Abend drängte sich das Publikum in den Boxen der Stars, schrieben Fahrer wie Jochen Schmid, Edwin Weibel, Peter Rubatto und Ernst Gschwender vermutlich mehr Autogramme, als sie es zu ihrer aktiven Zeit jemals taten. Und als dann am Sonntag der Sachsenring im Dauerregen zu versinken drohte, änderte sich daran praktisch nichts, weil es in den Boxen 1 und 2 nicht nur ein trockenes Plätzchen, sondern auch jede Menge zu erfahren gab.

Doch nicht alle zogen ein Dach über dem Kopf der einen oder anderen Runde im Dauerregen vor. Peter Rubatto auf seiner unvergessenen Bimota-Yamaha im Hein Gericke-Design ließ sich ebenso wie Michael Galinski auf seiner Yamaha OW-01 nicht schrecken. Beide zeigten, dass sie auch heute noch richtig Lust aufs Fahren haben. Dasselbe galt übrigens auch für die Starter der anderen 17 Klassen. Die Sachsenring Classic schreit nach ­einer Wiederholung.

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