Triumvirat für Chinas WM-Träume (Archivversion)

Prominente Mitarbeiter aus dem GP-Zirkus sollen einem neuen chinesischen 125-cm³-Rennmotorrad auf die Räder helfen.

Es war eine illustre Truppe, die beim WM-Lauf in Shanghai ein neues chinesisches Grand-Prix-Projekt präsentierte: Garry Taylor, 20 Jahre lang Manager des Suzuki-GP-Werks-teams, Jan Witteveen, über 15 Jahre Technischer Direktor bei Aprilia, sowie der siebenmalige Weltmeister John Surtees, Schirmherr des Unternehmens, stellten eine 125-cm?-Renn-maschine unter dem Namen Maxtra vor. Kein getarntes japanisches oder italienisches Motorrad, sondern ein speziell für das Haojue-Werk entwickelter Renner – der Kunstname Maxtra wurde gewählt, weil er Europäern besser über die Zunge rollt. „Ich hätte leicht einen Aprilia-Drehschiebermotor nachbauen können“, sagte Witteveen, „wollte aber etwas Eigenständiges schaffen.“

Heraus kam ein membrangesteuertes Triebwerk mit sehr eigenwilligem Layout. Wo normalerweise der Zylinder sitzt, ragt der Vergaser schräg nach oben. Der Zylinder ist nach vorne und unten geneigt, das soll eine unübertroffen geradlinige Auspuffführung erlauben. „2009 ist ein Lehrjahr, 2010 sollen Podestplätze folgen und 2011 der Angriff auf die Weltmeisterschaft“, erklärte Taylor selbstbewusst die Zielsetzung.

Das Haojue-Werk in seinem Rücken ist eine Macht. Seit Ingenieur und Besitzer Taiwai Wong 1991 begann, Motorräder zu bauen, ist die Firma förmlich explodiert. 2007 liefen bereits 2,8 Millionen Roller und Motorräder zwischen 100 und 250 cm? Hubraum von den Bändern. fk

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