US-Weltmeister und GP-Fahrer: Kommentare zu Amerika-Themen (Archivversion) Nicky Hayden

Honda-Werksfahrer Nicky Hayden ist ein Vetreter der jüngeren Generation in der Riege der MotoGP-Piloten. Die Ansichten weit gereister Haudegen wie Colin Edwards und Kenny Roberts lassen sich nicht neben die eines 23-jährigen MotoGP-Neulings stellen, der erst vor etwas mehr als einem Jahr begann, über den Horizont seiner Heimat hinauszublicken – es hätte das talentierte »Kentucky Kid« Hayden, das sein Leben bislang nur mit Gas geben verbracht hat, das von seinen Eltern so oft wie möglich zu den Rennen in Europa begleitet wird und als gläubiger Katholik sonntags zu Hause in die Kirche geht, in einem falschen Licht erscheinen lassen. Trotzdem hier einige seiner Meinungen im Telegrammstil:
...zu John Wayne: Ein übler Bursche – ich bin froh, dass ich nicht gegen ihn rennfahren muss. Den Kindheitstraum, Cowboy oder Sheriff zu sein, hatte ich nicht. Ich lebe ihn jetzt.
...zu Micky Maus: Wir waren nie in Disneyland, sondern verbrachten unsere Ferien auf Rennstrecken. Cartoons? Wenn Mäuse und Hasen anfangen zu reden oder Frösche plötzlich Motorrad fahren, verliere ich das Interesse.
...zu Monica Lewinsky: Das Witzigste ist der Clip von Bill Clinton, wenn er sagt: »...ich hatte keine sexuelle Beziehungen mit diesem Girl.« Meine Kumpels und ich machen bei einem Bier ständig Witze darüber.
...zum 11. September: Schrecklich. Ich kann mich genau erinnern. Ich musste zu einem Rennen nach Kalifornien. Doch der Flughafen war gesperrt, und das Rennen wurde abgesagt.
...zur Mondlandung: Unglaublich, dass die 300000 Kilometer weit geflogen sind, um die amerikanischhe Flagge aufzustellen. Ich glaube: Ja, sie waren dort.
...zum D-Day: Was ist das? Ich bin erst 23, Mann. Es sieht nicht wie ein Spaß aus.
...zu Arnold Schwarzenegger: Wenn ich sein Gesicht sehe, denke ich an »Kindergarten Cop«. Oder den »Terminator«. Ein guter Schauspieler, aber ihm einen Staat anzuvertrauen?
...zu BMW: Ich würde gern einen
gewinnen. Ich stehe auf Autos, große
Karrossen, das ganze Status-Zeug.
...zu Kevin Schwantz: Ich war immer ein riesiger Kevin-Schwantz-Fan. Er ging nie den leichten Weg, sondern verdiente sich alles. Als ich ihn zum ersten Mal sah, kam ich mit dem Aufzug in einer Hotelhalle unten an. Er sah den Namen auf meiner Jacke, sagte: »Hey, Nicky« – und ich bin wieder mit ihm nach oben gefahren, um ein paar Minuten mit ihm sprechen zu können.

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