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ADAC Sachsenring Classic 2014

ADAC Sachsenring Classic 2015 (19. bis 21. Juni) Pro Superbike Revival

Es gibt Dinge, an denen gibt es nichts zu rütteln. Das Erscheinen der Stars ist auch beim zweiten Revival von Deutschlands erfolgreichster Motorradmeisterschaft, der Pro Superbike, reine Ehrensache.

Die Motoren brüllen wieder aus den giftgrünen Kawasaki ZXR 750 RR, den edlen Ducati 996 R, den pfeilschnellen Suzuki GSX-R 750, den sündhaft teuren Yamaha OW01 oder den legendären Honda RC 30. Pro Superbike-Feeling wie vor fast 20 Jahren ist angesagt. Die Pro Superbike war eine Meisterschaft mit immenser Popularität. In den elf Jahren ihres Bestehens waren Fahrer aus mehr als 25 Nationen auf Strecken in elf europäischen Ländern am Start. Ihre Helden sind wie ihre Motorräder in die Jahre gekommen, die Haare sind grauer geworden, doch die meisten haben dennoch keinen Gang zurückgeschaltet. Vor einem Jahr gab es auf dem Sachsenring das große Wieder­sehen. Jetzt kommt die Neuauflage.

Allen voran hat der erfolgreichste Fahrer der Pro Superbike, Christer Lindholm aus Schweden, wieder zugesagt. Zwischen 1994 und 1999 gewann der Skandinavier 36 Rennen. Das waren mehr als doppelt so viele wie seine Konkurrenten. Heutzutage ist der 48-jährige Lindholm eher auf vier Rädern unterwegs. Oder im Flugzeug. Er hat eine Helikopterlizenz abgelegt. Die Zeit auf dem Rennmotorrad ist vorbei. „Ich habe kein Race-Equipment mehr, nur Pokale, die in einem Karton stehen.“ Was nicht heißt, dass er das Gasgeben verlernt hat, wie seine Runden auf der Ducati vor einem Jahr beim ersten Treffen der alten Stars zeigten.

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"I hoab dahoam a 300er-Vespa"

Lindholms einst größter Widersacher Jochen Schmid ist ebenfalls wieder mit von der Partie, selbstverständlich mit seiner Kawasaki. Auch er hatte nach der Pro Superbike-Zeit einige Jahre nichts mit Motorrädern zu tun, bevor er sich privat eine BMW R 1200 ST und eine Honda RC 30 zulegte, mit der er auf Renn­trainings gesichtet wurde.

Ganz ohne Motorrad hält es auch das bayerische Urgestein Michael Rudroff nicht aus, obwohl ihn bereits sein imposanter Fliesenfachbetrieb auf Drehzahl hält. Der 54-Jährige brennt auf einer Honda Fireblade gelegentlich auf dem Salzburg­­ring seine Spur in den Asphalt. Und nicht zu vergessen: „I hoab dahoam a 300er-Vespa mit Spezialreifen. Die geht a 140 km/h.“ Zum Revival kommt er mit einer Ducati.

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Michael Galinski noch voll im Renngeschehen

Voll im Renngeschehen steckt immer noch Michael „Galle“ Galinski. Erstens als Teamchef von Yamaha Motor Deutschland in der SUPERBIKE*IDM, der heutigen Superbike-Meisterschaft in Deutschland. Zweitens zieht er immer noch am Kabel, gewann mit zwei alten Strategen an Ostern die „1000 km von Hockenheim“ und will auch während der Saison einige Male aktiv werden.

Es sind große Namen und Karrieren, die sich in der Pro Superbike-Serie vereinten: Edwin Weibel, Martin Wimmer, Toni Heiler, „Mr. Superbike“ Peter Rubatto, Edgar Schnyder, Arpad Harmati, Peter Linden, Karl Truchsess. Harry Fath reiste beim ersten Treffen im vergangenen Jahr noch mit einer modernen Aprilia an. Über den Winter hat er sich anlässlich der zweiten Auflage des Revivals seine alte Ducati 996 original aufgebaut. Heinz Platacis brachte seine Kawasaki aus dem Jahr 1998 wieder ans Laufen. Und wenn das Helmvisier auf der Rennstrecke runterklappt, ist wieder alles wie früher.

ADAC Sachsenring Classic 2015

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