Mehr Customizing auf der INTERMOT 2016 Köln goes Customizing

Das vor Leben vibrierende Motorrad-Festival Glemseck 101 nutzte die Koelnmesse als Plattform zum Start ihrer Kampagne „INTERMOT customized“: 2016 wird es auf Deutschlands größter Motorrad-Messe neben der offiziellen „Custom-Bike-Building“-Weltmeisterschaft eine eigene Erlebniswelt für umgebaute Motorräder geben.

Foto: Schmieder

Geplant ist ein „Show-in-Show"-Konzept in Halle 10, bei dem speziell auch der „New Wave"-Trend von mit Leidenschaft aufgebauten Scramblern und Cafe Racern ein Zuhause findet – hier sollen Tuner, (Teile-)Hersteller und Bewunderer purer Motorräder aus der ganzen Welt zusammenfinden, inklusive spezieller Aktions-Bühne für Interviews und Livekonzerte. Um auch kleinere Anbieter einzubinden, soll es bei der „INTERMOT customized“ sogar günstigere Ausstellerpreise geben.

In Kooperation mit Glemseck 101 sollen 2016 auch in Köln im Außengelände der Messe Sprintrennen stattfinden: als Spektakel für die Zuschauer und sportlicher Aspekt der Custom-Szene. Die Glass Bench, eine gläserne Werkstatt für Live-Umbauten, die 2014 Premiere feierte, soll auf der kommenden Messe noch ausgebaut werden.

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WalzWerk baut Intermot-Custom Bike 2016

Wie ernst die INTERMOT das Thema Veredelung nimmt, zeigte ihr erstes eigenes Custom Bike: WalzWerk Racing baute für die Kölner eine Ducati Scrambler Icon zu einem sportlichen Roadster um, einer Fahrmaschine par excellence. Auf ihr trat Christoph Werner, Geschäftsbereichsleiter für die INTERMOT, beim International Sprint auf dem Glemseck 101 Festival an, schied allerdings im ersten Rennen aus.

Vielversprechend klingen die Eckdaten dieser nackten Ducati: Klassisches Motor-Tuning (andere Zylinderköpfe, Ventile, neue Nockenwellen) zusammen mit einem Schalldämpfer aus der MotoGP pumpen den 803-Kubik-V2 auf volle 100 PS bei nur noch rund 170 Kilogramm Gewicht auf. Dafür wurde das Fahrwerk völlig umgekrempelt. Vorn kommt von Öhlins eine Upside-down-Gabel aus der Ducati Panigale 1199 R zum Einsatz – mit komplett modifizierten Innereien inklusive neuer Kartusche und Federn. Bissfest geben sich radial daran montierte Brembo-Monoblocks M 50. Das Öhlins-Federbein wurde speziell aus Einzelteilen an dieses Motorrad angepasst. Sechs Kilogramm Gewicht ein sparen Schmiederäder aus Magnesium mit hohl gefrästen Speichen vom renommierten Zulieferer OZ.

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200 Arbeitsstunden für's Vorzeige-Motorrad

Für den breiteren Hinterreifen, Metzeler Racetec K3 RR in 190/55, auf der sechs-Zoll-Felge musste die Schwinge modifiziert werden. Das Heck besteht aus handgefertigtem Aluminium, die Seitenteile des Tanks wurden neu modelliert. Erbauer Marcus Walz kalkulierte mindestens 200 Arbeitsstunden für dieses Vorzeige-Motorrad. Es wird in den kommenden zwölf Monaten auf diversen Custom-Messen sowie Festivals und dann vom 5. bis 9. Oktober 2016 final auf der INTERMOT zu sehen sein. www.intermot.de

MOTORRAD plant bereits einen Fahrbericht der feurigen Ducati.

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