Offener Brief an den Oberbürgermeister Louis protestiert gegen Absage der Harley Days

Louis, der Spezialist für Motorradbekleidung- und Zubehör mit Sitz in Hamburg, wendet sich in einem offenen Brief an den regierenden Oberbürgermeister der Hansestadt, Herrn Ole von Beust.

Foto: HD

Grund dieses Briefes ist der Beschluss des Hamburger Senats, die Harley Days zukünftig nicht mehr in der Hansestadt zuzulassen. Hier lesen Sie den offenen Brief in ungekürzter Fassung von Louis an den Hamburger Oberbürgermeister Ole von Beust:

Sehr geehrter Herr Bürgermeister,

mit großer Verwunderung haben wir der Tagespresse entnommen, dass die Harley Days im Jahre 2010 nicht mehr in der Hansestadt Hamburg stattfinden dürfen.

Als seit 72 Jahren in Hamburg ansässiges Unternehmen, das Motorradbekleidung und Technik vertreibt und sich mit Stolz als Europas Nr. 1 auf diesem Gebiet bezeichnen darf, trifft uns diese Entscheidung sehr. Bundesweit beschäftigen wir über 1.300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, in Hamburg sind es gegenwärtig 400. Unsere aufrichtige Verbundenheit mit der Hansestadt dokumentiert auch das Intro unseres diesjährigen Hauptkataloges (1100 Seiten, 1,35 Mio. Auflage), welches Sie in der Anlage finden. Die Harley Days sind nicht nur ein Publikumsmagnet. Harley Fahrer sind ein kaufkräftiges Klientel, das den Hotels, der Gastronomie und auch dem Einzelhandel gut tut. Hier von einem zweistelligen Millionenbetrag zu sprechen ist sicherlich nicht übertrieben. Wir bitten um Mitteilung, aus welchen Gründen die Harley Days nicht in Hamburg stattfinden dürfen. Die in den Medien genannten, umweltpolitischen Gründe können wir nicht achvollziehen. Von den über 500.000 Besuchern reisen nur etwa 10% mit dem Motorrad an. Bis zu deren Abreise bleibt die ganz große Mehrheit dieser Motorräder geparkt. Eine Großveranstaltung "100 Prozent Öko" wird es kaum geben. Müssen die Hamburger Bürger nun befürchten, dass auch der Hamburger Dom, das Alstervergnügen oder der Hafengeburtstag dem ökologischen Gedanken geopfert werden könnten? nsere Stadt hat ein so positives Image und gilt durch ihr vielfältiges Eventanbebot als eine moderne und lebendige Metropole. Dieses sollten wir nicht verspielen und keine Ängste schüren, bald wieder in einer kulturellen Grabesstille zu verharren. Als ein Unternehmen, das sein Geld mit dem Thema „Motorrad“ verdient und dadurch maßgeblich zum Steueraufkommen der Stadt beiträgt, bieten wir an, mit uns in einen Dialog zu reten. Um gemeinsam den Verlust einer Hamburger Attraktion abzuwenden.

Mit freundlichen Grüßen
Detlev L O U I S
Motorradvertriebsges. mbH

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