Im überschaubaren Feld der Gespanne konnte diese schöne Jawa gut mithalten.

Klassiker-Treffen Sinsheim 2017

Alle Baujahre wieder

Am 30. September 2017 findet am Auto & Technik Museum Sinsheim das traditionelle Klassiker-Treffen Sinsheim statt.

Beim Klassiker-Treffen Sinsheim tummeln sich vom Vorkriegs-Klassiker bis zum frischgebackenen Youngtimer tummeln sich am 30. September 2017 Bikes aller Baujahre . Jedes Jahr aufs Neue überrascht die Vielfalt an ganz alten und jüngeren Maschinen, die sich auf dem Gelände des Auto & Technik Museums Sinsheim einfinden.

Viele Gesichter und viele Mopeds kennt man schon, das Klassiker-Treffen Sinsheim gehört für die meisten anreisenden Klassikerfreunde zum Pflichttermin. Aber auch immer wieder neue Besucher finden den Weg nach Sinsheim, mit Fahrzeugen, die bislang noch nicht hier vertreten waren. Obwohl man glaubte, schon alles gesehen zu haben.

Neben Staunen, Fachsimpeln und Benzin reden geht es aber natürlich auch darum, Benzin zu verbrennen – bei der traditionellen Ausfahrt am Freitag. Wie immer wird auch dieses Jahr eine vom MOC Steinsberg ausgetüftelte Tour angeboten. Eine Anmeldung ist erforderlich, im Nenngeld von 50 Euro sind Frühstück, Mittag­essen, ein persönliches Fahrfoto ­sowie freier Eintritt ins Museum enthalten.

Das Klassiker-Treffen Sinsheim beginnt am Samstag, den 30. September 2017 um 8 Uhr mit den Fotoaufnahmen für die gemeldeten Teilnehmer (bis 11 Uhr). Bis 15 Uhr werden die Spezialisten des MOC Steinsberg, des VFV und von MOTORRAD Classic die Motorräder bewerten. Im Anschluss ­erfolgt die Vorstellung der Bikes und die Prämierung der Sieger.

Die Teilnehmer des Klassiker-Treffens Sinsheim erhalten unter anderem ein Profi-Studio-Foto von sich und ihrem Motorrad, freien Eintritt ins Auto & Technik Museum Sinsheim sowie bei der ­Steilwand-Show von Henny Kroeze.

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Rückblick aufs Klassikertreffen Sinsheim 2016

Das ­Klassiker-Treffen in Sinsheim steht für viele Oldtimerfans als Pflichttermin im ­Kalender. Ein bisschen wie Familientreffen fühlt es sich dann auch an, weil man dort auf so viele bekannte Gesichter trifft, die man zwar nur einmal im Jahr, aber immer wieder gerne sieht. Wiederholungstäter, allesamt. Und natürlich sind auch immer wieder viele neue Gesichter am Start, in Verbindung mit "neuen" alten Motorrädern.

"Am Start" trifft es ohnehin recht gut, denn einige Dutzend versammeln sich jedes Jahr schon am Vortag, also am Freitag auf dem Gelände, bereit zur geführten Ausfahrt, einer wie immer akribisch vom MOC Steinsberg ausgearbeiteten und souverän von deren Tourguides geleiteten Tour. 2016 führte die Route über kleine, eher unbekannte Sträßchen durchs Zabergäu, alles spielte sich also in etwa im Dreieck zwischen Sinsheim, Bruchsal und Vaihingen/Enz ab.

Die Stimmung am Abend war einhellig positiv, manch einer gab zu, gar vor ­allem wegen der Ausfahrt gekommen zu sein. Was der Stimmung am Samstag beim eigentlichen Treffen nur zuträglich war: Wer seinen Klassiker auch fährt und nicht nur poliert in der Garage stehen hat, der lässt sich von dunklen Wolken und ein paar kurzen Schauern nicht die Laune vermiesen. Der Andrang vor der Bühne für die Aufnahmen von Mann und Maschine war denn auch schon am Samstagmorgen groß – Fotograf Stefan Wolf hatte wie immer alle Hände voll zu tun.

Sinsheim ist aber von je her nicht nur was fürs Auge (zu bestaunen waren auch in diesem Jahr tolle Young- und Oldtimer aller Klassen und Baujahre), sondern es gibt auch stets was auf die Ohren. Das liegt nicht nur an der launigen Modera­tion von Kollege Klaus Herder, sondern auch am prominenten Ehrengast, den MOTORRAD Classic in diesem Jahr gewinnen konnte. Kein Geringerer als De­signer-Legende Hans A. Muth, den meisten als Gestalter etwa der Suzuki Katanas und der BMW R 90 S bekannt, war Herr des zweiten Mikros auf der Bühne und in bester Erzähllaune. Einmal in Fahrt, ließ er sich kaum noch bremsen. Gut so.

Auch Andy Schwietzer, Buchautor und Urgestein der Zweiradszene, war in seiner Funktion als Kurator vom PS.Speicher in Einbeck in Sinsheim dabei, um sich einen Eindruck vom entspannten und bunten Treiben auf dem Museumsplatz zu machen. Er hatte sichtlich Spaß unter all den Klassikern und Youngtimern. Spontan gab er auf der Bühne einiges von seinem un­erschöpflichen Fachwissen preis – die Besucher lauschten seinen Anekdoten bei der Präsentation der Maschinen mit großem Interesse. Immer wieder sah man ihn mit einem beseelten ­Lächeln im Gesicht auf einem anderen Gespann zwischen den Besuchern hindurch übers Gelände tuckern, häufig mit Museums-Chef Hermann Layher im (oft genug eigenen) Seitenwagen, dessen Leidenschaft für betagte Gespanne ja kein Geheimnis ist.

Kein Geheimnis ist auch die Tatsache, dass einen manchmal die eigene Vergangenheit einholt und der Zufall mal eben einige Jahrzehnte zurückspult. So hatten wir also am Samstag nicht nur einen Muth auf der Bühne, sondern auch eine seiner Kreationen auf dem Parkplatz. Also rauf auf die Bühne mit der einzigen Muth-Egli-Kawasaki aus Meisterhand und hören, was der Meister "zu seiner Rechtfertigung" zu sagen hat. Keine Frage: Moderator Herder und Grand­seigneur Muth harmonierten bestens.

Das fanden wohl auch die Besucher, die trotz des eher trüben Wetters dann doch in großer Zahl erschienen waren und überwiegend bis zum späten Nachmittag blieben, wo schließlich noch die Verleihung der Rosetten an die in ins­gesamt zehn Klassen angetretenen, prämierten Fahrzeuge stattfand. Und an alle, die früher abgereist sind oder dieses Mal verhindert waren – wir sehen uns ja im nächsten Jahr garantiert wieder.


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