PS-Racecamp Calafat, 2.-4. Januar 2009, Rückblick Selbsterfahrungs-Kurs

Pünktlich zum Saisonstart 2009 veranstalteten wir erstmals ein PS-Racecamp, unser erstes großes Renntraining im Ausland. Hochmotivierte Instruktoren trafen auf ein erwartungsfrohes, knackevolles Teilnehmerfeld – für einige eine emotionale Achterbahn.

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Selbsterfahrungs-Kurs

Full House. Mit so einem Zuspruch hatten wir wirklich nicht gerechnet. Das erste PS-Racecamp in Calafat – und gleich ein proppenvolles Fahrerlager. Toll. Dabei könnte man es bewenden lassen und sich zufrieden auf die Schulter klopfen. Machen wir aber nicht. Wir wollen reflektieren und die unendlich vielen Eindrücke und Gespräche sortieren.

Ein dreitägiges Renntraining ist kein Kinderfasching. Dies nur mal vorweg an alle da draußen, die ihr Hobby - Renntrainings - zum Beruf machen wollen. Nein, man kann es nicht jedem recht machen. Diese PS-Premiere polarisiert. Sie wird in einschlägigen Foren leidenschaftlich diskutiert, fast wie das Wetter.

Damit hatten wir viel Glück: Der Rest Südeuropas schien um die Jahreswende herum abzusaufen. Nass war die Strecke nur an zwei Vormittagen. Prima, um mit den Instruktorentraining zu beginnen, im Gänsemarsch und ohne Stress die Strecke zu erkunden. Auch hier war die Nachfrage geradezu überwältigend.

Gut, dass wir eine illustre Schar Profis an Bord hatten: IDM-Cracks wie Arne Tode, Christian Kellner (eingesprungen für Sébastien Diss) und Pascal Eckhardt ließen auch das krankheitsbedingte Fehlen von IDM-Urgestein Andi Meklau besser verkraften. Wegen des hohen Andrangs mussten wir anfangs improvisieren. Ganz klar, darauf werden wir uns schon beim nächsten Racecamp besser einstellen.
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Die Teilnehmerschar

Eine schnelle und eindeutige Gruppeneinteilung über die gesamte Dauer der Veranstaltung ist ebenso wichtig wie Spiegel an den Instruktoren-Motorrädern und eine möglichst homogene, also gleich schnelle Teilnehmerschar. Keine einfache Aufgabe. Auch deshalb engagierte die Redaktion eine MotoGP-erfahrene Zeitnahme. Für die maximale Sicherheit dazu zwei deutsche Notärzte eine hochprofessionelle Streckensicherungsmannschaft aus Oschersleben: Top Job, gerne wieder!

Der Sicherheit jedes einzelnen diente zusätzlich eine technische Abnahme der Motorräder. Das wollte nicht jeder Teilnehmer auf Anhieb verstehen, gerade der eine oder andere der alten Kämpen wirkte irritiert. Alleine der Hinweis auf einige viel zu stramm gespannten Ketten, auch steinalte Bremsflüssigkeit und andere mögliche Fehlerquellen überzeugte dann auch kritische Geister, dass so ein schneller Check durch einen Profi nur gut gemeint ist, hilft er doch letztlich, Unfälle zu vermeiden.

Und, natürlich, Stürze blieben nicht aus: Gruppe C, eigentlich ein ganz friedlicher Verein, war mit einigen hochmotivierten Ü40ern besetzt. Einer davon setzte ausgerechnet bei einer kostenlosen Testfahrt mit einer KTM 990 Super Duke einen außerirdischen Bremspunkt und riss beim Sturz einen unbeteiligen Kollegen mit ins Verderben. Es blieb zum Glück bei dessen Schulterbruch – und einem Unfallverursacher, der später unter schwerem Gedächtnisverlust leiden sollte. Klar auch, dass unter sturzbedingten Zeitplanverschiebungen an den ersten beiden Tagen die Gruppe D, unsere vielköpfige Einsteigergruppe, zu leiden hatte.

Später am Abend bei einem Bier, war die Welt dann wieder in Ordnung. Joe Eimer und die Skrupellosen spielten zum Tanz auf. Höhepunkt eines stimmungsvollen Abends: Kollege Uwe "The Rookie" Seitz rockte den "Sala V.I.P." und wurde zu Recht gefeiert. Große Emotionen.

Dazu passend das Wetter am letzten Tag: strahlender Sonnenschein. Nur ein Ausrutscher, keine großen Unterbrechungen. Der Zeitplan wird auf die Minute eingehalten. Viele nutzten an diesem Tag die Möglichkeit, alleine mit einem der Instruktoren zu fahren. Auch die zehn Probefahr-KTM-Twins brummten ununterbrochen um den Kurs. Am ersten Tag war die Nachfrage nach Testfahrten noch verhalten gewesen. Kurzum, es lief prima. Viele glückliche Gesichter bei der Verabschiedung; Fortsetzung folgt.

Danke für dieses erste Mal in Calafat an das gesamte Team: Brembo, Bridgestone, KTM, Micron Systems, Motorex und Nolan – und, last but not least, für das Vertrauen, unseren Teilnehmern.
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So geht's weiter

Optimale Trainingsbedingungen für einen erfolgreichen Saisonstart 2009 bietet das PS-Racecamp im nordspanischen Alcarràs (6. bis 8. April), das wir gemeinsam mit Dr. Christoph Scholl veranstalten. "Scholli" zeichnet vor Ort für die Organisation (inklusive des Instruktorentrainings, Kostenpauschale: 80 Euro) verantwortlich.

Feines Angebot von Metzeler: Teilnahme in Alcarràs inklusive einem Satz Metzeler Racetec Interact kostet 549 Euro. Unser erstes PS-Racecamp in Oschersleben folgt am 21. und 22. April (ab 349 Euro) mit Pirelli als Reifenpartner. Auch hier ist auf Wunsch ein Instruktorentraining möglich.

Dazu bietet Yamaha eine Premiere der besondern Art: die R1-Experience; die exklusive Möglichkeit, den faszinierenden Sound der YZF-R1 auf der Rennstrecke für 99 Euro höchstpersönlich zu erleben. Alle Informationen zur R1-Experience beim Yamaha-Vertragshändler oder unter www.yamaha-motor.de.

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