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Sultans of Sprint auf der INTERMOT 2016.

Sultans of Sprint bei der INTERMOT 2016 Das Familienduell

Schnaubende Dragster zogen auf der Intermot das Publikum in ihren Bann. Trotz hartem Wettkampf sind die „Sultans of Sprint“ eine eingeschworene Gemeinschaft.

"Geschwindigkeit ist unsere Religion." So steht es auf den Shirts der Sultans of Sprint. Die in Gedanken vereinte, bunt gemischte Truppe europäischer Custom-Profis traf sich auf der INTERMOT 2016 zum vierten Mal, um vor begeistertem Messepublikum einen Sieger auf der Achtelmeile zu küren. Im Sommer beim Wheels & Waves-Festival fiel das Rennen sprichwörtlich ins Wasser.

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Stil, Kreativität und Verrücktheit

Das Café Racer Festival in der Nähe von Paris und die Session am Glemseck 101 boten mit spannenden Beschleunigungs-Duellen allerdings beste Unterhaltung. Denn auf der Achtelmeile – etwas über 201 Meter – kann es ziemlich spektakulär hergehen. Besonders, wenn die Hardware so angespitzt ist wie die der 18 Sprinter - und Mann gegen Mann im KO-System gegeneinander antreten. Starr-Rahmen, Turbolader und Lachgaseinspritzung sind keine Seltenheit an den luftgekühlten Zweizylindern.

Doch neben der reinen Show beim Sprint, der nur wenige Sekunden dauert, zählen im Wettbewerb auch Stil, Kreativität und Verrücktheit der Teams. So kommt es, dass am Ende eine vormals dröge Yamaha TR-1 mit dem Sprint-erfahrenen Thomas Thöring im Sattel den Sieg einfährt – denkbar knapp vor einer aufgeputschten Guzzi.

Der Applaus gilt jedoch nicht nur dem Sieger. Weil das gesamte Sprint-Sultanat eine echte Familie ist. Man hilft sich bei technischen Problemen und packt auch beim Gegner mit an. Auf dem verdammt schnell fliegenden Teppich sind die Wettbewerber nämlich mehr Leidensgenossen denn Konkurrenten. Das spürten auch die Zuschauer und feierten alle Sprinter mit warmem Applaus. Im nächsten Jahr wird man sie wohl wieder im Familienduell sehen.

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