Aufstellmoment beim Bremsen So testet MOTORRAD: Aufstellmoment beim Bremsen

Während der Test-Runde, auf dem Top-Test-Parcours und mit der 1000 Punkte-Wertung nimmt MOTORRAD jede einzelne Maschine genau unter die Lupe und ermittelt auch, ob und wie stark sich ein Motorrad beim Bremsen in Kurven aufstellt.

Immer schön eins nach dem anderen: erst bremsen, dann einlenken und anschließend fein säuberlich die Kurve durchfahren. Eine bewährte Methode im Straßenverkehr. So bemerkt man natürlich vom Aufstellmoment beim Bremsen in Schräglage nichts. Bis irgendwann eine Notsituation auftaucht, die plötzliches Bremsen erfordert. Wer dann nicht weiß, wie die Maschine reagiert, bekommt unter Umständen Schwierigkeiten. Greift man in Schräglage unvermittelt in die Bremse, will sich je nach Fahrwerksgeometrie, Reifenbreite und -kontur jedes Motorrad mehr oder wenig stark aufrichten, da die Aufstandsfläche des Reifens in Schräglage einige Zentimeter aus der Mittelebene wandert, was wiederum ein Moment um die Lenkachse bewirkt. Reaktionen gibt es auch beim Lösen der Bremse, wenn man in eine Kurve hineinbremst. Schmale Reifen, etwa von Enduros, verhalten sich eher unproblematisch, während die breiten vorderen Reifen eines Supersportlers die Maschine in der Regel stärker aufstellen. Die Reifenkontur spielt dabei eine große Rolle.

Besonders gut schneiden ab in dieser Disziplin die BMW F 800 GS und die Triumph Tiger 800/XC. Beide Modelle erreichen die volle Punktzahl, nämlich 10. Die GSXR 750 von Suzuki holt hier nur bescheidene 3 Punkte.

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