Honda SH 125i (2017) im Fahrbericht

Small Honda Roller

Die Erfolgsgeschichte des Small Honda begann bereits 1984, damals noch als 50er. Ab 2001 kam der in Italien gebaute Großradler auch als 125/150er und wurde regelmäßig aufgehübscht. So auch für 2017. Wir sind den Honda SH 125i gefahren.

Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen: Über eine Million Exemplare des SH hat Honda nach eigenen Angaben im Lauf der Dekaden unters meist in urbanen Gefilden wohnende, schlicht ein Transportmittel suchende Volk gebracht. 2016 allein rund 17.000 Stück, einen Großteil davon in seinem Heimatland Italien. Aber nicht nur dort. Regelmäßig taucht der Honda SH in der Liste der meistverkauften Zweiräder Europas weit oben auf, meist auf Platz eins! Die Gründe dafür liegen auf der Hand: Selten war Mobilität einfacher.

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Kinderleicht, sparsam und zuverlässig

Der Honda SH ist seit eh und je kinderleicht zu bedienen, läuft sparsam und zuverlässig und dank gro­ßer Räder auch auf schlechten Wegen stabil und komfortabel. Er wendet auf dem berühmten Bierdeckel, hüpft quasi von alleine auf den Hauptständer. Regelmäßige Updates sorgen dafür, dass der Scooter stets auf der Höhe der Zeit bleibt. Fürs Modelljahr 2017 wurde die unscheinbare, dennoch elegante Karosserie neu gezeichnet. Damit einher ging die Umrüstung auf LED-Beleuchtung rundum. Das Helmfach schluckt, selten bei Großradlern, einen Integralhelm, das mit Steckdose versehene Fach im Beinschild fasst auch die größten derzeit erhältlichen Smartphones. Früher wurde dessen Größe übrigens danach bemessen, welche Getränkebehältnisse sich darin verstauen lassen.

In Deutschland serienmäßig mit Topcase

Wie die Zeiten sich ändern. Auch der Antrieb wurde bei der Euro 4-Umstellung in Richtung geringstmöglicher Verbrauch überarbeitet. Dennoch hat er gegenüber seinem Vorgänger, wenn auch nur gering, an Leistung und Drehmoment gewonnen. Die nunmehr direkt auf der Kurbelwelle sitzende Lichtmaschine übernimmt den Job des Starters. Eine abschaltbare Start-Stopp-Automatik sorgt für Ruhe an der Ampel. So soll der SH mit knapp über zwei Litern Sprit 100 Kilometer weit kommen. Für Komfort und Sicherheit im Alltag sorgt neben neuen Federelementen, der Michelin City Grip- Erstbereifung und größeren Rückspiegeln auch ein Transponder. Einfach in die Hosentasche gesteckt, stellt er den Honda SH bei Annäherung scharf, das Gefummel mit dem Schlüssel entfällt. Im Gegensatz zum hier gezeigten, in Florenz gefahrenen Fahrzeug werden die Modelle für Deutschland serienmäßig mit einem Topcase versehen sein. Durch den solcherart nochmals erhöhten Nutzwert des SH muss man kein Prophet sein, um den SH auch in Zukunft ganz weit oben in den Zulassungsstatistiken zu sehen.

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