Erschienen in: 01/ 2016 MOTORRAD

Kawasaki J 125 im Fahrbericht

Unsere Stadt soll grüner werden

2014 schockte Kawasaki seine Fans mit einem nicht für möglich gehaltenen Fahrzeugtyp, einem Roller, dem J 300. Und Kawasaki versprach, sich diesem Thema mit derselben Leidenschaft zu widmen wie den mitunter polarisierenden Motorrädern. Jetzt soll der Kawasaki J 125 die 125er-Klasse aufmischen.

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Es ist inzwischen kein Geheimnis mehr, dass man mit Rollern in Großstädten eine Art Mobilitätsgarantie hat.

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aus MOTORRAD 01/2016
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Anno 2014 schockte Kawasaki die Kernklientel mit einem bis dato bei den Grünen nicht für möglich gehaltenen Fahrzeugtyp, einem Roller! Da diese Fahrzeuggattung nicht zu Kawas Kernkompetenzen gehörte, tat man das einzig Sinnvolle und schloss sich mit dem etablierten Hersteller Kymco zusammen. Um zu unterstreichen, dass man sich dem Thema Roller mit derselben Leidenschaft widmet wie den mitunter polarisierenden Motorrädern, wurde das Erstlingswerk J 300 genannt. J steht für Jyonetsu, den japanischen Begriff für oben genannte Eigenschaft. Es basierte auf dem Kymco-Modell Downtown 300 und fand laut Kawasaki bis dato in der EU immerhin rund 3500 Käufer. Das sind zwar nicht die ganz großen Stückzahlen, aber offenbar ermutigend genug, um jetzt den zweiten Schritt zu wagen. Mit dem nach demselben Muster gestrickten Kawasaki J 125 treten die Grünen nun an, die deutlich größere Stückzahlen versprechende 125er-Klasse aufzumischen.

Auch hier dient der Kymco Downtown als technische Basis, während die äußere Hülle von den Japanern entwickelt wurde. So orientiert sich das Erscheinungsbild des Kawasaki J 125 an den Supersportlern des Hauses, das grundsätzliche Layout konnten die Kawa-Ingenieure aber nicht ändern. So ist die Ergonomie ganz klar auf die Körpergröße der asiatischen Hauptklientel zugeschnitten, will heißen, dass sich Personen, die mehr als 1,80 Meter messen, schwertun, eine bequeme Sitzposition einzunehmen. Der Lenker ist recht tief und weit hinten, die hohe Stufe in der Sitzbank verhindert ein Zurückrutschen, und der Beinraum ist durch den im Mitteltunnel liegenden 13-Liter-Tank recht knapp bemessen. Hat man damit kein Problem, kann man sich weiteren Details des J 125 widmen.

Durchaus gelungenes Erstlingswerk

So findet sich unter der per Gasdruckfeder gehaltenen Sitzbank ein recht geräumiges und beleuchtetes Behältnis, groß genug für einen Integralhut sowie eine A4-Aktenmappe. Ein weiteres kleines, aber nicht abschließbares Fach samt obligatorischer Zwölf-Volt-Steckdose befindet sich links im Beinschild. Im Gegensatz zur starren Scheibe sind die beiden Bremshebel des Kawasaki J 125 einstellbar. Es gibt ABS, aber keine Integral- oder Kombibremse. Rechts bremst vorne, links hinten. Fertig. Für Rollerverhältnisse gehen die stahlflexbewehrten Verzögerer recht bissig, transparent und mit geringer Fingerkraft ihrer Arbeit nach.

Eher smooth dagegen werkelt der Eintopf. Mit 14 PS nutzt er das A1-Führerschein-Limit nicht ganz aus. Er hat auch mit dem Gewicht des Rollers (182 kg) gut zu tun, läuft aber ruhig und sehr kultiviert, und am Ende seiner Bemühungen stehen dann auf der Ebene echte 110 km/h an. Das Fahrwerk wird mit der gebotenen Leistung locker fertig. In der Stadt erleichtert die enorme Leichtfüßigkeit das Jonglieren um die Blechkolonnen, außerorts wirkt er fast schon kippelig. Und während die Telegabel ihre Arbeit zwar straff, aber nicht frei von Komfort verrichtet, arbeiten die beiden hinteren in der Federvorspannung einstellbaren Federbeine mit sehr straffer Hand. Dennoch darf der Kawasaki J 125 als durchaus gelungenes Erstlingswerk gelten, das nicht nur technisch, sondern auch preislich auf Augenhöhe mit den Mitbewerbern liegt.


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23.12.2015 |  Artikel drucken | Senden | Kommentar

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