Rückmeldung So testet MOTORRAD: Rückmeldung

Während der Test-Runde auf dem Top-Test-Parcours und mit der 1000 Punkte-Wertung nimmt MOTORRAD jede Maschine genau unter die Lupe. Dabei spielt auch die Rückmeldung vom Fahrwerk wichtige eine Rolle.

Foto: Husqvarna

Tester haben es eigentlich lieber, wenn man messen kann, wenn man ein Kriterium in Zahlen und Daten erfassen kann. Das ist beim Kriterium Rückmeldung jedoch nicht der Fall. Im Gegenteil, das lässt sich nur diffus beschreiben, schon gar nicht messen, hier ist die Erfahrung des professionellen Testfahrers gefragt. Bei der Rückmeldung geht es darum, was das Motorrad dem Fahrer zurückgibt, welches Gefühl der Fahrer über den aktuellen Fahrzustand bekommt. Es geht dabei auch um das Gespür für den Grenzbereich, um die Transparenz des Fahrwerks. Eine ganz entscheidende Rolle spielen dabei die Reifen. MOTORRAD lässt bei Tests und Vergleichstests in aller Regel die Erstbereifung drauf, nur in seltenen Fällen werden alternative Pneus ausprobiert.

Die besten Reifen bieten nicht nur Haftung in allen Lebenslagen, sondern geben dem Fahrer auch jederzeit eine sehr transparente Rückmeldung. Das spürt man recht gut beim Wechsel zwischen verschiedenen Testmaschinen. Fährt man immer nur mit einem Motorrad, tritt oft ein gewisser Gewöhnungseffekt ein. Gute Motorräder bauen beim Fahrer schon in den ersten Kurven viel Vertrauen auf und geben ihm ein sicheres Gefühl. Aber auch Fahrwerk und Federung spielen beim Thema Rückmeldung eine große Rolle. Oft wird zum Beispiel die mangelnde Transparenz bei den Telelever-Fahrwerken von BMW kritisiert, deren Lenkung diffus und entkoppelt wirkt. Die Telelever-BMWs sind auch ein gutes Beispiel, wie unterschiedlich solche subjektiven Kriterien erlebt werden. Manche Fahrer finden das Fahrverhalten völlig inakzeptabel, andere haben damit kaum ein Problem.

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