Zehn 125er im Test

Generationenvertrag

Hier funktioniert der Generationenvertrag noch: Fünf Grufties testen zehn 125er für Jugendliche. Zwar wissen sie nicht, was cool oder hip ist, doch von Fahrspaß, guten und schlechten Motorrädern verstehen sie ein wenig.

Foto: Gargolov
Einstiegsdroge für Youngster: 125er
Einstiegsdroge für Youngster: 125er
Über ein zu kleines Angebot können sich motorradsuchende Youngbiker derzeit wahrlich nicht beklagen.
Dafür spricht schon das hier vorgestellte Testfeld, das leicht dreimal so groß sein könnte. Impulse für den Markt kommen aus den unterschiedlichsten Richtungen. Zum einen aus Südeuropa, wo 125er seit Jahren stark gefragt sind. In diesem Vergleich repräsentiert durch Cagiva Mito und Aprilia MX 125 SM aus Italien, die spanische Derbi Senda SM 125-4T – die beiden letzteren brandneu – und die AJP PR4 125 SM aus Portugal.
Aus Asien mit seinem riesigen Markt an kleinen »Two-Wheelern« kommen reihenweise attraktive Angebote von diversen Zweigwerken der etablierten japanischen Marken. Etwa die neue Honda CBR 125 R – gebaut in Taiwan, die 2003 eingeführte XR 125 L und die Suzuki Van Van. Hingegen repräsentiert die taiwanesische Kymco Hipster die aufstrebende Konkurrenz aus den Tigerstaaten. Nicht zu vergessen schließlich die zwei deutschen Produzenten, von denen die MZ RT 125 und die Sachs XTC stammen.
Wie sieht es nun aus mit der Qualität aktueller 125er? Im Ganzen befriedigend. Beim genauen Hinsehen fällt auf, dass Hersteller, die Motorräder aller Hubraumklassen produzieren, die Optimierung im Detail besser beherrschen. Wer die Aprilia, die Cagiva, beide Hondas, die Suzuki und die MZ studiert, findet nicht nur Annehmlichkeiten wie Schalter und Armaturen von größeren Maschinen, sondern auch einen konsequent auf dem jeweils entsprechenden Preisniveau durchgehaltenen Verarbeitungsstandard.
Hochwertig und deshalb 4300 beziehungsweise 5200 Euro teuer sind Aprilia und Cagiva, weniger schön als funktionell, doch unbedingt zuverlässig die beiden günstigen Hondas. Die Suzuki und die MZ stehen preislich und qualitativ zwischen diesen Extremen. Dagegen kombinieren AJP, Derbi, Kymco und sogar die 5200 Euro teure Sachs unsortiert Billiges mit Edlem, symbolisiert in der Aluschwinge der AJP, wo fein polierte und grobe,
rohe Oberflächen aufeinandertreffen. Oder bei der Sachs, mit einem sorgfältig geschweißten Gitterrohrrahmen, aber einem schwach leuchtenden Scheinwerfer.
Zweimal wurde die Toleranz der Tester gegenüber Nachlässigkeiten deutlich überreizt. Von der AJP, weil die schwergängigen Lenkkopflager der Drehbewegung der Gabel unterschiedlichen Widerstand entgegensetzten und sich ihre Einstellung selbsttätig veränderte. Und die einteilige Bremsscheibe der Derbi verzog sich bereits nach einer Vollbremsung so stark, dass sie die Beläge zurückdrückte und bei der nächsten Bremsung der Hebel sich ohne jede Verzögerung durchziehen ließ. Zum Glück setzte der spanische Hersteller sofort eine Rückrufaktion an.
Generell ist Bremsen kein rühmliches Thema für die 125er. Ausgenommen die Aprilia, die Cagiva und die Sachs. Die Übrigen – nach der Umrüstung hoffent-
lich auch die Derbi – bieten zwar standfeste Anlagen, die aber fester zubeißen könnten. Hinter der verbreiteten stumpfen Auslegung steckt womöglich das löbliche Bestreben, den Nachwuchs nicht bei der ersten Schreckbremsung durch plötzliches Blockieren des Vorderrades vom Gerät zu hauen. Andererseits fahren auch Jugendliche sicher gerne mal zu zweit,
in bergigen Gegenden und nicht immer langsam. Dafür darf es dann schon mehr Bremsleistung sein. Die enorme Lernfähigkeit junger Menschen sollte man nicht unterschätzen.
Sofern es gilt, auf Geschwindigkeit zu kommen, offenbaren sich die grundsätzlichen Unterschiede zwischen den beiden Zwei- und den acht Viertaktern. Die Zweitakter (Aprilia und Cagiva) sind spritzi-
ger, jedoch schwieriger zu fahren: Bei zu niedriger und zu hoher Drehzahl fällt die Leistung viel stärker ab als bei den Viertaktern; wer Zweitakttemperament will, muss also fleißig schalten. Und viel mehr Geld für Sprit und Frischöl aufwenden.
Bei der Abstimmung der Federelemente haben abermals die beiden
Italienerinnen, dann mit etwas Abstand die AJP und die Derbi, die Nase vorn.
Federhärte und Dämpferraten passen im Großen und Ganzen, während die Sachs zu straff und die fünf übrigen deutlich
zu lasch gefedert und gedämpft sind. Trotzdem fahren sie manierlich, Reserven für den Soziusbetrieb bleiben frei-
lich nur wenige. Vielleicht kann ja der
eine oder andere erfahrene Old-Biker mit Abstimmungstricks wie dickerem Gabelöl oder härteren Federn helfen, um die an sich feine Einsteiger-Ware zu toppen.
Generationenvertrag eben.
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Technische Daten: Aprilia MX 125 Supermoto

Motor: wassergekühlter Einzylinder-Zweitaktmotor, Membraneinlass, Getrenntschmierung, Rundschiebervergaser, Ø 28 mm, U-Kat mit SLS, Kickstarter.
Bohrung x Hub 54,0 x 54,5 mm
Hubraum 125 cm3
Nennleistung 11 kW (15 PS) bei 8250/min
Max. Drehmoment 12,5 Nm bei 7750/min

Kraftübertragung: Mehrscheiben-Ölbadkupplung, Sechsganggetriebe, Kette.

Fahrwerk: Stahleinschleifenrahmen, Upside-down-Gabel, Ø 40 mm, Aluzweiarmschwinge, Zentralfederbein mit Hebelsystem, Scheibenbremse vorn, Ø 320 mm, Doppelkolben-Schwimmsattel, Scheibenbremse hinten, Ø 220 mm, Einkolben-Schwimmsattel.
Speichenräder 3.00 x 17; 4.25 x 17
Reifen 110/70 ZR 17; 150/60 ZR 17

Maße und Gewichte: Radstand 1480 mm, Lenkkopfwinkel k.A., Nachlauf k.A., Federweg v/h 260/280 mm, L/B/H* 2180/
850/1400 mm, Sitzhöhe* 880 mm, Gewicht vollgetankt* 128 kg, Zuladung* 208 kg, Tankinhalt 11 Liter.

Garantie zwei Jahre ohne
Kilometerbegrenzung
Farben Rot/Schwarz
Preis inkl. Nebenkosten 4299 Euro

Technische Daten: AJPPR4 125 Supermotard

Motor: luftgekühlter Einzylinder-Viertaktmotor, eine oben liegende, kettengetriebene Nockenwelle, zwei Ventile, Nasssumpfschmierung, Rundschiebervergaser, Ø 26 mm, E- und Kickstarter.
Bohrung x Hub 56,5 x 49,5 mm
Hubraum 124 cm3
Nennleistung 9,3 kW (13 PS) bei 8500/min
Max. Drehmoment k.A.

Kraftübertragung: Mehrscheiben-Ölbadkupplung, Fünfganggetriebe, Kette.

Fahrwerk: Stahleinschleifenrahmen, Telegabel, Ø 41 mm, Aluzweiarmschwinge, Zentralfederbein mit Hebelsystem, Scheibenbremse vorn, Ø 260 mm, Doppelkolben-Schwimmsattel, Scheibenbremse hinten, Ø 210 mm Zweikolben-Festsattel.
Speichenräder 2.75 x 17; 4.00 x 17
Reifen 100/80-17, 130/70-17

Maße und Gewichte: Radstand 1410 mm, Lenkkopfwinkel k.A., Nachlauf k.A., Federweg v/h 260/260 mm, L/B/H* 2110/
850/1350 mm, Sitzhöhe* 870 mm, Gewicht vollgetankt* 115 kg, Zuladung* 170 kg, Tankinhalt 9 Liter.

Garantie zwei Jahre ohne
Kilometerbegrenzung
Farben Blau, Schwarz
Preis ohne Nebenkosten 3590 Euro

Technische Daten: Cagiva Mito 125

Motor: wassergekühlter Einzylinder-Zweitaktmotor, Membraneinlass, Getrenntschmierung, Rundschiebervergaser, Ø 28 mm, U-Kat, E-Starter.
Bohrung x Hub 56 x 50,6 mm
Hubraum 125 cm3
Nennleistung 11 kW (15 PS) bei 8000/min
Max. Drehmoment 14 Nm bei 5500/min

Kraftübertragung: Mehrscheiben-Ölbadkupplung, Sechsganggetriebe, Kette.

Fahrwerk: Alubrückenrahmen, Upside-down-Gabel, Ø 41 mm, Aluzweiarmschwinge, Zentralfederbein mit Hebelsystem, Scheibenbremse vorn, Ø 320 mm, Vierkolben-Festsattel, Scheibenbremse hinten, Ø 230 mm, Zweikolben-Festsattel.
Alugussräder 3.00 x 17; 4.00 x 17
Reifen 110/70 ZR 17; 150/60 ZR 17

Maße und Gewichte: Radstand 1375 mm, Lenkkopfwinkel 65 Grad, Nachlauf 98 mm, Federweg v/h 120/134 mm, L/B/H* 1970/
740/1080 mm, Sitzhöhe* 785 mm, Gewicht vollgetankt* 144 kg, Zuladung* 166 kg, Tankinhalt 14 Liter.

Garantie zwei Jahre ohne
Kilometerbegrenzung
Farben Rot, Schwarz, Gelb
Leistungsvariante 80-km/h-Version
Preis inkl. Nebenkosten 5200 Euro

Technische Daten: Derbi Senda SM 125-4T

Motor: luftgekühlter Einzylinder-Viertaktmotor, eine oben liegende, kettengetriebene Nockenwelle, zwei Ventile, Nasssumpfschmierung, Rundschiebervergaser, Ø 22 mm, E-Starter.
Bohrung x Hub 56,5 x 49,5 mm
Hubraum 124 cm3
Nennleistung 8,8 kW (12 PS) bei 8500/min
Max. Drehmoment 12 Nm bei 7000/min

Kraftübertragung: Mehrscheiben-Ölbadkupplung, Fünfganggetriebe, O-Ring-Kette.

Fahrwerk: Stahlbrückenrahmen, geschraubte Unterzüge, Telegabel, Ø 41 mm, Stahlzweiarmschwinge, Zentralfederbein, direkt angelenkt, Scheibenbremse vorn, Ø 300 mm, Doppelkolben-Schwimmsattel, Scheibenbremse hinten, Ø 220 mm, Zweikolben-Festsattel.
Speichenräder 2.50 x 17; 3.50 x 17
Reifen 100/80 x 17; 130/70 x 17
Maße und Gewichte: Radstand 1425 mm, Lenkkopfwinkel 64 Grad, Nachlauf 75 mm, Federweg v/h 170/195 mm, L/B/H* 2100/
890/1300 mm, Sitzhöhe* 860 mm, Gewicht vollgetankt* 119 kg, Zuladung* 176 kg, Tankinhalt 8 Liter.
Garantie zwei Jahre ohne
Kilometerbegrenzung
Farben Schwarz/Grau, Blau
Preis inkl. Nebenkosten 3345 Euro

Technische Daten: Honda XR 125 L

Motor: luftgekühlter Einzylinder-Viertaktmotor, eine oben liegende, kettengetriebene Nockenwelle, zwei Ventile, Nasssumpfschmierung, Rundschiebervergaser, Ø 22 mm, E-Starter.
Bohrung x Hub 56,5 x 49,5 mm
Hubraum 124 cm3
Nennleistung 8,3 kW (11 PS) bei 8500/min
Max. Drehmoment 10 Nm bei 7000/min

Kraftübertragung: Mehrscheiben-Ölbadkupplung, Fünfganggetriebe, Kette.

Fahrwerk: Stahleinschleifenrahmen, mit geteilten Unterzügen, Telegabel, Ø 31 mm, Stahlzweiarmschwinge, Zentralfederbein, direkt angelenkt, Scheibenbremse vorn,
Ø 240 mm, Doppelkolben-Schwimmsattel, Trommelbremse hinten, Ø 110 mm.
Speichenräder 1.85-19, 2.15-17
Reifen 90/90-19, 110/90-17

Maße und Gewichte: Radstand 1350 mm, Lenkkopfwinkel 64,3 Grad, Nachlauf 89 mm, Federweg v/h 180/160 mm, L/B/H* 2110/
860/1300 mm, Sitzhöhe* 835 mm, Gewicht vollgetankt* 130 kg, Zuladung* 158 kg, Tankinhalt 12 Liter.

Garantie zwei Jahre ohne
Kilometerbegrenzung
Farbe Rot/Schwarz
Preis inkl. Nebenkosten 3070 Euro

Technische Daten: Honda CBR 125 R

Motor: wassergekühlter Einzylinder-Viertaktmotor, eine oben liegende, kettengetriebene Nockenwelle, zwei Ventile, Kipphebel, Nasssumpfschmierung, Gleichdruckvergaser, Ø 28 mm, U-Kat, E-Starter.
Bohrung x Hub 58 x 47,2 mm
Hubraum 125 cm3
Nennleistung 10 kW (14 PS) bei 10000/min
Max. Drehmoment 10 Nm bei 8000/min

Kraftübertragung: Mehrscheiben-Ölbadkupplung, Sechsganggetriebe, Kette.

Fahrwerk: Stahlbrückenrahmen, Telegabel, Ø 31 mm, Stahlzweiarmschwinge, Zentralfederbein, direkt angelenkt, Scheibenbremse vorn, Ø 276 mm, Doppelkolben-Schwimmsattel, Scheibenbremse hinten, Ø 220 mm, Einkolben-Schwimmsattel.
Alugussräder 1.85-17, 2.15-17
Reifen 80/90-17, 100/80-17

Maße und Gewichte: Radstand 1295 mm, Lenkkopfwinkel 65 Grad, Nachlauf 88 mm, Federweg v/h 109/120 mm, L/B/H* 1980/
800/1200 mm, Sitzhöhe* 790 mm, Gewicht vollgetankt* 124 kg, Zuladung* 180 kg, Tankinhalt 10 Liter.

Garantie zwei Jahre ohne
Kilometerbegrenzung
Farben Rot, Blau, Schwarz
Preis inkl. Nebenkosten 2860 Euro

Technische Daten: Kymco Hipster 125

Motor: luftgekühlter Einzylinder-Viertakt-Motor, eine oben liegende, kettengetriebene Nockenwelle, vier Ventile pro Zylinder, Gabelkipphebel, Nasssumpfschmierung, Gleichdruckvergaser, Ø 25 mm, E- und Kickstarter.
Bohrung x Hub 56,5 x 49,5 mm
Hubraum 124 cm³
Nennleistung 9,3 kW (13 PS) bei 9750/min
Max. Drehmoment 9,6 Nm bei 8500/min

Kraftübertragung: Mehrscheiben-Ölbadkupplung, Fünfganggetriebe, Kette.

Fahrwerk: Stahldoppelschleifenrahmen, Telegabel, Ø 30 mm, Stahlzweiarmschwinge, zwei Federbeine, Scheibenbremse vorn, Ø 280 mm, Vierkolben-Festsattel, Trommelbremse hinten, Ø 160 mm.
Speichenräder 1.60 x 18; 2.75 x 15
Reifen 3.00-18; 130/90-15

Maße und Gewichte: Radstand 1459 mm, Lenkkopfwinkel k.A., Nachlauf k.A., Federweg v/h 135/65 mm, L/B/H* 2250/1030/
1350 mm, Sitzhöhe* 720 mm, Gewicht vollgetankt* 163 kg, Zuladung* 150 kg, Tankinhalt 13 Liter.

Garantie zwei Jahre ohne
Kilometerbegrenzung
Farben Anthrazit/Silber
Preis inkl. Nebenkosten 3190 Euro
Preis Testmotorrad** 3642 Euro

Technische Daten: MZRT 125

Motor: wassergekühlter Einzylinder-Viertaktmotor, eine Ausgleichswelle, zwei oben liegende, kettengetriebene Nockenwellen, vier Ventile, Nasssumpfschmierung, Rundschiebervergaser, Ø 24 mm, E-Starter.
Bohrung x Hub 60 x 44 mm
Hubraum 124 cm3
Nennleistung 11 kW (15 PS) bei 9000/min
Max. Drehmoment 12 Nm bei 8500/min

Kraftübertragung: Mehrscheiben-Ölbadkupplung, Sechsganggetriebe, O-Ring-Kette.

Fahrwerk: Stahleinschleifenrahmen, Motor mittragend, Telegabel, Ø 36 mm, Stahlzweiarmschwinge, Zentralfederbein, direkt angelenkt, Scheibenbremse vorn, Ø 280 mm, Doppelkolben-Schwimmsattel, Scheibenbremse hinten, Ø 220 mm, Doppelkolben-Schwimmsattel.
Alugussräder 2.75 x 17; 4.00 x 17
Reifen 110/70 R 17; 130/70 R 17
Maße und Gewichte: Radstand 1355 mm, Lenkkopfwinkel 62,5 Grad, Nachlauf 102 mm, Federweg v/h 130/130 mm, L/B/H* 2020/880/1250 mm, Sitzhöhe* 790 mm, Gewicht vollgetankt* 134 kg, Zuladung* 181 kg, Tankinhalt 13,5 Liter.
Garantie zwei Jahre ohne
Kilometerbegrenzung
Farben Blau, Gelb, Rot, Schwarz
Preis inkl. Nebenkosten 3718 Euro

Technische Daten: Sachs XTC 125

Motor: luft-/ölgekühlter Einzylinder-Viertakt-Motor, zwei oben liegende, kettengetriebene Nockenwellen, vier Ventile pro Zylinder, Nasssumpfschmierung, Gleichdruckvergaser, Ø 26 mm, E-Starter.
Bohrung x Hub 57 x 48,8 mm
Hubraum 124,5 cm3
Nennleistung 11 kW (15 PS) bei 10500/min
Max. Drehmoment 11 Nm bei 7200/min

Kraftübertragung: Mehrscheiben-Ölbadkupplung, Fünfganggetriebe, Kette.

Fahrwerk: Stahlgitterrohrrahmen, Telegabel, Ø 41 mm, Stahlzweiarmschwinge, Zentralfederbein, direkt angelenkt, Scheibenbremse vorn, Ø 316 mm, Vierkolben-Festsattel, Scheibenbremse hinten, Ø 220 mm, Einkolben-Schwimmsattel.
Alugussräder 2.75 x 17; 4.00 x 17
Reifen 110/70 R 17; 150/70 R 17

Maße und Gewichte: Radstand 1370 mm, Lenkkopfwinkel 64 Grad, Nachlauf 92 mm, Federweg v/h 100/120 mm, L/B/H* 1910/
730/1050 mm, Sitzhöhe* 840 mm, Gewicht vollgetankt* 147 kg, Zuladung* 183 kg, Tankinhalt 20 Liter.

Garantie zwei Jahre ohne
Kilometerbegrenzung
Farben Rot, Schwarz, Gelb
Preis inkl. Nebenkosten 5199 Euro

Technische Daten: Suzuki RV 125 Van Van

Motor: luftgekühlter Einzylinder-Viertaktmotor, eine Ausgleichswelle, eine oben liegende, kettengetriebene Nockenwelle, zwei Ventile, Kipphebel, Nasssumpfschmierung, Gleichdruckvergaser, Ø 26 mm, U-Kat mit SLS, E-Starter.
Bohrung x Hub 57 x 48,8 mm
Hubraum 125 cm3
Nennleistung 9 kW (12 PS) bei 9500/min
Max. Drehmoment 10 Nm bei 7700/min

Kraftübertragung: Mehrscheiben-Ölbadkupplung, Sechsganggetriebe, Kette.

Fahrwerk: Stahleinschleifenrahmen, Motor mittragend, Telegabel, Ø 33 mm, Stahl-Zweiarmschwinge, Zentralfederbein, direkt angelenkt, Scheibenbremse vorn, Ø 220 mm, Doppelkolben-Schwimmsattel, Trommelbremse hinten, Ø 110 mm.
Speichenräder 2.50 x 18; 4.50 x 14
Reifen 130/80-18; 180/80-14
Maße und Gewichte: Radstand 1385 mm, Lenkkopfwinkel 64 Grad, Nachlauf 91 mm, Federweg v/h 134/134 mm, L/B/H* 2160/
870/1270 mm, Sitzhöhe* 780 mm, Gewicht vollgetankt* 129 kg, Zuladung* 186 kg, Tankinhalt 7,5 Liter.
Garantie zwei Jahre ohne
Kilometerbegrenzung
Farben Weiß, Blau, Orange
Preis inkl. Nebenkosten 3415 Euro

Aprilia MX 125 Supermoto

Vmax: 110 km/h +++ Preis: 4299 Euro +++ Zweitakter
Motor und Getriebe: Ein feiner Zweitaktmotor, temperamentvoll, kultiviert laufend, aber überaus durstig. 6,0 Liter pro 100 Kilometer sind fast unverschämt viel. Dafür, dass er keinen E-Starter bietet, springt er etwas zögerlich an. Bauartbedingt ist das nutzbare Drehzahlband wesentlich kleiner als bei den Viertaktern, Fahrer mit flinkem Schaltfuß und Einsatzbereitschaft sind gefragt. Dafür flutschen die Gänge rauf wie runter sagenhaft leicht.
Fahrwerk und Bremsen: Das Fahrwerk könnte die dreifache Leistung verkraften – man betrachte die ausgesprochen solide Schwinge und die Upside-down-Gabel. Dank langer Federwege, guten Ansprechverhaltens und eher sanfter, aber genau passender Dämpfung überzeugt sogar der Komfort. Leichtes Handling, sehr gute Lenkpräzision. Für 125er-Verhältnisse geradezu vehement verzögert die Bremsanlage mit riesiger 320er-Scheibe und Doppelkolbensattel. Trotzdem wirkt die Bremse keinesfalls zu giftig.
Sonstiges: Für den Soziusbetrieb würden die Federungs- und Dämpfungsreserven zwar reichen, allerdings wurde die Sitzbank etwas zu schmal und zu kurz bemessen. Die volldigitale Cockpitanzeige ist schwer abzulesen, der Tacho übertreibt. Außerdem ist der Fernlichtstrahl etwas zu schmal.
Fazit: Hochwertiges und relativ teures Supermoto-Feuerzeug für sportlich ambitionierte, anspruchsvolle Fahrer. Gäbe es eine Enduro-Variante, wäre die selbst für schweres Gelände gut. Leider nicht sicher vor unbefugtem Gebrauch durch begeisterte Eltern oder Großeltern.

AJP PR4 125 SM

Vmax: 89 km/h +++ Preis: 3590 Euro +++ Viertakter
Motor und Getriebe: Der AJP-Motor, ein von Lizenznehmer CPI in Taiwan gefertigter Honda-Einzylinder, vibriert von allen am stärksten und klingt am lautesten. Er ist zudem der einzige, der MOTORRAD in 80-km/h-Ausführung zur Verfügung gestellt wurde. Das erklärt die geringe Höchstgeschwindigkeit, nicht aber das schlechte Startverhalten und die zu magere Vergaserabstimmung. Mit ständig gezogenem Choke lief das Triebwerk besser. Dank kurzer Sekundärübersetzung erreicht die AJP gute Durchzugswerte. Die nur fünf Gänge lassen sich exakt schalten.
Fahrwerk und Bremsen: Gut ausbalanciertes Bike mit gelungener Grundabstimmung der Federelemente – hinten sogar mit aufwendigem Hebelsystem. Die Paioli-Gabel ist mechanisch schwergängig, das mindert den Komfort. Die Michelin-Reifen bieten hervorragende Haftung, Schräglagenfreiheit gibt’s reichlich. Handlichkeit und Zielgenauigkeit werden durch die Probleme mit dem Lenkkopflager beeinträchtigt.
Sonstiges: Teils aufwendige, teils eher lieblose Detaillösungen. Umrüstung auf unbeschränkte Höchstgeschwindigkeit durch eine andere Nockenwelle und andere CDI-Einheit.
Fazit: Aufregend gestylter Exote der mittleren Preisklasse. Wegen einiger Nachlässigkeiten nur etwas für Fahrer
mit technischem Hintergrundwissen.

Cagiva Mito 125

Vmax: 113 km/h +++ Preis: 5200 Euro +++ Zweitakter
Motor und Getriebe: Der Aprilia-Zweitakter ist besser, weil elastischer und leistungsstärker als der Cagiva-Motor. Dieser läuft auch rauer und beim Lastwechsel etwas weniger geschmeidig. Dennoch ein spritziges Triebwerk, dessen Drehmoment über ein leicht zu schaltendes Getriebe übertragen wird. Der Verbrauch ist ein wenig geringer als bei der Aprilia.
Fahrwerk und Bremsen: Die Durchmesser von Gabelrohren und Vorderradachse, sowie die Dimensionierung der Gabelbrücken sind bei der Mito wie bei der legendären Ducati 916, auch die Schwinge geriet sehr steif. Kein Wunder also, dass das Fahrwerk mit 15 PS geradezu unterfordert ist. Leichte Fahrerinnen und Fahrer beurteilen die Abstimmung der Federelemente, vor allem hinten, als etwas zu hart. Was die Bremsen der Mito können, finden alle gut.
Sonstiges: Eine extrem sportliche, nach vorn orientierte Sitzposition müssen Mito-Fahrer abkönnen – und Mito-Mitfahrer leiden auf der hinteren Minibank erst recht. Wenigstens meistert die Federung den Soziusbetrieb souverän. Guter Scheinwerfer.
Fazit: Teures, edles Faszinationsgerät. Nur auf der Rennstrecke lässt sich ausnutzen, was das Mito-Fahrwerk kann. Dank der extremen Sitzposition ziemlich elternsicher. Es sei denn, der Vater war Rennfahrer.

Derbi Senda SM 125

Vmax: 103 km/h +++ Preis: 3345 Euro +++ Viertakter
Motor und Getriebe: Ein braver Viertakter, derselbe wie in der nebenstehenden XR. Alles gleich also?
Mitnichten. Trotz identischer, starrer Verschraubung im Rahmen läuft der Motor in der Derbi rauer und wirkt
offenbar wegen der mageren Vergaserabstimmung weniger elastisch. Für eine magere Abstimmung spricht auch der sensationell niedrige Verbrauch. Unter drei Litern auf 100 Kilometer. Im Durchzug ist sie trotzdem besser als die XR. Unauffälliges Getriebe.
Fahrwerk und Bremsen: Beim Fahrwerk geht Derbi einen anderen, in Summe besseren Weg als Honda bei der XR. Stabil die einzelnen Komponenten, straff die Federung, das macht Laune beim Eckenwetzen. Die Paioli-Gabel jedoch läuft mechanisch noch schwergängiger als in der AJP. Auf
holprigen Straßen ist der Federungskomfort sehr beeinträchtigt. Zur Bremsenkrise gibt es auf Seite 54 im Lauftext noch Infos.
Sonstiges: Für alles, was das Fahren schnell und sportlich macht, haben die Spanier ein Händchen. Das gilt auch für die Wahl der Erstbereifung, die bei der Senda SM von Pirelli stammt.
Fazit: Eine solide, reizvoll gestylte Fahrmaschine der mittleren Preisklasse zwischen 3000 und 3500 Euro. Beim Kauf unbedingt nach der Umrüstung der vorderen Bremsscheibe fragen.

Honda XR 125 L

Vmax: 102 km/h +++ Preis: 3070 Euro +++ Viertakter
Motor und Getriebe: Ein sympathischer, wohlerzogener Softie, der XR-Single. Gleichmäßig, ohne Einbrüche oder besondere Temperamentsanfälle durcheilt er sein Drehzahlband und läuft und läuft. Ein in Freud und Leid emotionsarmes Triebwerk.
Fahrwerk und Bremsen: Die XR ist so weich gefedert und so lasch gedämpft, dass sie als Musterbeispiel eines
nur vordergründig komfortablen Fahrzeugs taugt. Denn sobald das Geläuf rauer wird, sind die Federwege rasch aufgebraucht, und dann wird’s erst richtig hart. Mit Sozius geht die Feder hinten schon im Stand auf Block.
Homöopathisch wirkend, aber standfest präsentieren sich die Bremsen.
Sonstiges: Neben der Derbi, der Kymco und der Suzuki bietet auch die
XR einen Gepäckträger und beweist damit ihren Sinn fürs Praktische. Der
Tacho im spartanischen Cockpit ist
der genaueste von allen. Und der Preis ist schlicht eine Wucht; kurios nur, dass die modernere CBR 125 mit
ihrem wassergekühlten Motor noch weniger kostet.
Fazit: Die Performance der XR könnte man mit gezielter Federungs- und Dämpfungsstraffung enorm und in
alle Richtungen verbessern. Auf der Straße, offroad und beim Fahren zu zweit. Dank des günstigen Preises bleibt sogar finanzieller Spielraum für vernünftiges Fahrwerkstuning.

Honda CBR 125 R

Vmax: 115 km/h ++ Preis: 2860 Euro ++ Viertakter
Motor und Getriebe: Wassergekühlt und drehfreudig, ist der zweiventilige Einzylinder ein echter Sportsmotor. Richtig zur
Sache kommt er erst ab 9000 Touren, dreht feurig weit in den roten Bereich. Topspeed und Beschleunigung sind prima, der Durchzug im lang übersetzten sechsten Gang nur mau. Da bedarf es viel Schaltarbeit im leicht hakigen Getriebe. Löblich ist der U-Kat, nervig der zu große Sprung zwischen den ersten drei Gangstufen – verhungern oder gnadenlos drehen heißt es in
engen Kehren. Einen 80-km/h-Drosselkit offeriert Alpha-Technik (Telefon 08036/300720, www.alphatechnik.de) für 60 Euro.
Fahrwerk und Bremsen: Die hauchdünne Bereifung, 80 Millimeter vorn, 100 hinten, macht die CBRette höchst zielsicher. Die IRC-Reifen »Eagle Grip« tragen ihren Namen zu Recht, sie grippen bestens. Schon bald hängen die Fußrasten zerfetzt
herunter. Weniger sportlich arbeiten die unterdämpften Federelemente, sie schlagen auf Holperstrecken hin und wieder derbe durch. Die beiden Scheibenbremsen wirken ein wenig stumpf, verzögern hart rangenommen aber leidlich.
Sonstiges: Unglaublich schmal ist die CBR, und sie fühlt sich auch so an, jedoch ist die Sitzposition sehr kommod. Farbgebung, Design und Doppelscheinwerfer lassen Ähnlichkeit zur CBR 600 RR aufkommen – die empfiehlt sich dann als passender Aufstieg mit 18 und großem »Lappen«.
Fazit: Ein superhandliches, zierliches Spielzeug zu einem verführerischen Preis. Taiwan sei Dank.

Kymco Hipster 125

Vmax: 100 km/h +++ Preis: ab 3190 Euro +++ Viertakter
Motor und Getriebe: Der Vierventil-Einzylinder zieht die 165-Kilo-Fuhre schon ab Tempo 50 gleichmäßig und ruckfrei in der finalen fünften Fahrstufe voran – sehr elastisch, wenngleich nicht besonders rasant. Tadellos springt der Single mit Elektro- oder Kickstarter an und entlässt seine Abgase durch eine üppige Eins-in-zwei-Auspuffanlage. Unauffälliges Getriebe.
Fahrwerk und Bremsen: Das weich abgestimmte, unterdämpfte Fahrwerk schaukelt sich bei Bodenwellen freundlich pendelnd auf, der Geradeauslauf ist ein wenig labil. Nicht schlimm, nur spürbar. Auch ans abkippende Vorderrad in engen Kurven gewöhnt man sich, eine Folge der flach angestellten Gabel. Bremsen? Na ja, die Scheibe vorn und die Trommel hinten haben ihre liebe Not mit dem fetten Trumm.
Sonstiges: Für insgesamt 3642 Euro ist die Ausstattung richtig hip: Gepäckträger, Beauty-Cases (oder sind’s
Burger-Boxen?), Lenkerarmaturen aus Metall, Windschild im XXL-Format, Haupt- plus Seitenständer und konkret viel Chrom. Voll krass: Die Tankkonsole zeigt per LCD-Display Tankinhalt und Uhrzeit an, der Soziussitz lässt sich wie bei der BMW R 1200 C zur Rückenlehne umfunktionieren.
Fazit: Taiwan-Cruising macht auf leeren Straßen richtig Laune, die opulente Hipster ist ein netter Kumpel.

MZ RT 125

Vmax: 113 km/h +++ Preis: 3718 Euro +++ Viertakter
Motor und Getriebe: Vorteil MZ – der selbst entwickelte, wassergekühlte Einzylinder mit vier Ventilen und zwei Nockenwellen bleibt Klassenprimus. Beim Beschleunigen zieht er allen Viertaktern davon, gleichauf mit der Aprilia. Bereits ab 6000/min liefert der Sachsen-Single proper Power. Nur der recht lang übersetzte sechste Gang verhindert bessere Durchzugswerte, in ihm dreht die MZ bei weitem nicht aus. Ansonsten ist die Getriebeabstufung bestens, die Laufkultur hoch und der Sound betörend.
Fahrwerk und Bremsen: Die prima austarierte MZ lässt sich über den günstig geformten Rohrlenker leicht einlenken und bleibt zielgenau auf Kurs. Zu wahrhaft frecher Fahrweise verleiten die exzellent haftenden
Heidenau-Reifen und die dank hoher Fußrasten große Schräglagenfreiheit. Bloß im Stand irritiert die hohe Losbrechkraft der Gabel, sie spricht nur widerwillig an, sowie das blitzartige Ausfedern – zu wenig Zugstufendämpfung. Doch das ist im Fahrbetrieb gut kaschiert, ebenso das lasch
gedämpfte Zentralfederbein. Die Scheibenbremsen kneifen ausreichend kräftig und gut dosierbar zu – per Stahlflexleitungen aktiviert.
Sonstiges: Die breite und lange Sitzbank bietet zwei Personen viel Platz, der individuell geformte Tank satten Knieschluss.
Fazit: Kein Leichtkraftrad, sondern ein unauffällig schnelles Motor-Rad. Wer’s peppiger mag: MZ verbaut den kräftigsten 125er-Viertakter auch in einer feschen Enduro und Supermoto. Viel Spaß!

Sachs XTC 125

Vmax: 116 km/h +++ Preis: 5199 Euro +++ Viertakter
Motor und Getriebe: Man spürt nicht genau, wie er es macht, aber der von Suzuki stammende Einzylinder sorgt für die höchste gemessene Höchstgeschwindigkeit des Feldes. Beim Spurt zwischen den Kurven sollte man ihn weit in den zu früh angesetzten roten Bereich drehen. Dann stimmt der Anschluss im nächsten Gang, der auf
der Sachs gerne mit etwas Nachdruck eingelegt sein will.
Fahrwerk und Bremsen: Soll man die XTC jetzt unhandlich oder fahrstabil nennen? Unhandlich wäre zu hart, doch die XTC ist diejenige unter den 125ern, die am schwersten einlenkt. Die breiten Reifen haben daran einen großen Anteil. Wer dies kompensieren will, indem er das Heck über die Federvorspannung anhebt, spürt, dass die Sachs übers Vorderrad zu rutschen beginnt. Also bleiben lassen. Noch einen Tick knochiger als bei der Cagiva arbeitet die Federung, die Bremse beißt mindestens genauso gut zu.
Sonstiges: Es soll keiner über die extrem nach vorne gebeugte Sitzposition auf der Cagiva schimpfen, der nicht zuvor auf der Sachs die noch extremere Kauerhaltung erlebt hat. Und 5199 Euro sind ein happiger Preis für eine nicht durchgängig auf diesem Niveau liegende Verarbeitungsqualität.
Fazit: Die XTC, ein Anklang an Ekstase, verlangt viel Einsatz. Physischen und finanziellen.

Suzuki Van Van

Vmax: 102 km/h +++ Preis: 3415 Euro +++ Viertakter
Motor und Getriebe: »850 ccm« steht auf dem Motorgehäuse. Stimmt auch – an Ölinhalt. Klar, dass der Hubraum nur 125 Kubikzentimeter
misst, doch was der luftgekühlte Single daraus macht, verdient Respekt. Er springt prima an, kommt schön gleichmäßig von ganz weit unten,
zieht kräftig in der Mitte und wirkt obenheraus nicht angestrengt. Echte elf PS taugen allerdings nur für ein bescheidenes Höchsttempo von 102 km/h. Die sanfte Leistungsentfaltung macht zusammen mit der kinderleicht dosierbaren Kupplung und dem unauffälligen Getriebe selbst trialartiges Herumzirkeln auf losem Untergrund zur leichten Übung.
Fahrwerk und Bremsen: Offenbar sind Ballonreifen in Sachen Komfort,
Federung und Dämpfung nicht das dümmste. Der fette 130er vorn und die 180er-Heckwalze nehmen der soft gedämpften Telegabel und dem direkt angelenkten Federbein etwas Arbeit ab. Ihre breite Aufstandsfläche und grobe Profilierung bewährt sich bestens im Schlick und Matsch, da staunt so mancher Endurist. Selbst schnellere Kurven durcheilt die Van Van flott und beschwingt. Etwas defensiv ankern die einfach gestrickten Bremsen.
Sonstiges: Total relaxed, echt cool ist die Sitzhaltung – breite Lenkstange, aberwitzig gepolsterter Sitz, angenehmer Kniewinkel, das eigene Spiegelbild glänzt in den verchromten Blinkergehäusen.
Fazit: Die Knutschkugel ist echt souverän. Mit der Van Van, die »Fun Fun« heißen sollte, gehst du deinen eigenen Weg. Immer und überall.

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