Motorcharakteristik So testet MOTORRAD: Motorcharakteristik
Während der Test-Runde, auf dem Top-Test-Parcours und mit der 1000 Punkte-Wertung nimmt MOTORRAD jede einzelne Maschine genau unter die Lupe - unter anderem auch die Motorcharakteristik.
In diesem Artikel:
Suzuki GSX-R 1000
Die Yamaha Vmax ist trotz ihrer 200 PS überaus fahrbar - dank reichlich Drehmoment auch in hohen Gängen.
Foto: Archiv
Was ein Motor leistet, lässt sich an Zahlen und Messwerten erkennen, und jedes Motorrad kann sich in den Kriterien Höchstgeschwindigkeit, Beschleunigung und Durchzug reichlich Punkte verdienen. Andererseits gibt es neben nüchternen Zahlen noch etwas wie "gefühlte" Power, das subjektive Erlebnis der Leistungsentfaltung. Eine im Alltag besonders wichtige Komponente ist das nutzbare Drehzahlband. Wirkt der Motor gequält, muss er für zügiges Vorankommen auf der Landstraße durch ständiges Schalten in einem schmalen Bereich bei Laune gehalten werden? Oder zieht er im hohen Gang ohne Delle in der Leistungskurve satt und gleichmäßig durch? Ein weiterer Aspekt ist die Drehfreudigkeit, die nicht unbedingt im Widerspruch zu einem kräftigen Drehmoment bei niedrigen Drehzahlen stehen muss. Bei der Bewertung wird neben den subjektiven Fahreindrücken verschiedener Testfahrer auf der MOTORRAD-Testrunde auch das Prüfstandsdiagramm herangezogen.
Ein gutes Beispiel für eine vorbildliche Leistungsentfaltung liefert die Suzuki GSX-R 1000, die enormen Druck aus dem Drehzahlkeller mit spritziger Drehfreude bis an den Begrenzer verbindet. Dafür kassiert der Supersportler eine hervorragende Punktzahl, nämlich 27. Am anderen Ende der Skala findet sich die Yamaha XVS 1300 A mit nur elf Punkten. Die Suzuki V-Strom 1000 verdient sich gute 21 Punkte.