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In der Serie: Die 10 schönsten Alpenpässe wollen wir dieses Mal in heimischen Gefilden wildern. Da es allerdings keine klassischen Alpenpässe in Deutschland gibt, haben wir ein Auge auf die hiesigen Alpenstraßen geworfen, die jedoch den Passstraßen in nichts nachstehen.

Die 10 schönsten deutschen Alpenstraßen Wo Deutschland die Sonne küsst

Nach den besten besten Alpenpässe der Schweiz, Österreichs und Italiens zeigen wir dieses Mal die deutschen Alpenstraßen. Sie sind zwar keine klassischen Passstraßen, sind aber nicht zu verachten.

Sie sind nicht ganz so alpin wie die klassischen Alpenpässe der Schweiz, Österreichs, Italiens oder Frankreichs. Gemessen an den Straßen im Rest der Republik sind die Alpenstraßen Deutschlands aber fahrtechnisch hochattraktiv. Grund genug, die zehn besten zu präsentieren. Als Schmankerl zusätzlich zu unserer Serie "Die besten Alpenpässe".

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Foto: Schäfer
Platz 1: Rossfeld Panoramastraße - Saftige Steigungen und abwechslungsreiche Streckenführung bieten einiges für den Fahrspaß.
Platz 1: Rossfeld Panoramastraße - Saftige Steigungen und abwechslungsreiche Streckenführung bieten einiges für den Fahrspaß.

Platz 1: Rossfeld Panoramastraße

Die eigentliche Roßfeldpanoramastraße ist noch gar nicht erreicht, da geht’s schon fett los: Saftige 24% Steigung liegen auf der südlichen Anfahrt auch in Kurven an. Aber nicht nur deshalb ist Deutschlands höchste durchgehende Alpenstraße eine Erwähnung wert. Platz eins verdankt sie der abwechslungsreichen Streckenführung und dem guten Grip trotz öfter wechselnder Fahrbahnbeläge. Bitumenstreifen im Bereich der mautpflichtigen Strecke drücken die Streckenwertung knapp unter die volle Punktzahl. Das Panorama auf der Kammstrecke schießt die Ringstraße mit der Aussicht auf den Hohen Göll (2523m), den weiten Blicke ins Berchtesgadener Land und hinüber ins österreichische Salzkammergut trotzdem auf den Spitzenplatz. Auf der Oberahornalm, gleich unterhalb der Kammstrecke Richtung Berchtesgaden, findet sich die perfekte Chillout-Area für aufgeheizte Bikes und Biker. Weil die Entstehung der Panoramastraße in Deutschlands dunkelstes Kapitel fällt ist der Besuch des nahe gelegenen Dokumentationszentrum Obersalzberg eine Empfehlung.

 

Unser Tipp: Frühaufsteher und Sonnenunterganggucker umfahren die mautpflichtigen Zeiten

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Foto: Schäfer
Die Route - Länge: 20 Kilometer  •  Höhe: 1560 Meter  •  Maximale Steigung: 24 Prozent  •  Maut: 3,50 Euro  •  Besonderheiten: Ringstraße, deren Kammstrecke durch Österreich verläuft.
Die Route - Länge: 20 Kilometer • Höhe: 1560 Meter • Maximale Steigung: 24 Prozent • Maut: 3,50 Euro • Besonderheiten: Ringstraße, deren Kammstrecke durch Österreich verläuft.
Foto: Schäfer
Platz 2: Bischofswiesen-Ramsau - Die Straßenführung eignet sich auf einigen Abschnitten um einfach mal relaxed die langen Kurven abzufahren.
Platz 2: Bischofswiesen-Ramsau - Die Straßenführung eignet sich auf einigen Abschnitten um einfach mal relaxed die langen Kurven abzufahren.

Platz 2: Bischofswiesen-Ramsau

Bemüht man ein Sattelitenbild, drängt sich unweigerlich die Erinnerung an eine Carrerabahn auf. 90-Grad-Kurven, Kurven in Omegaform, überhöhte Kurven und das alles in Tip-Top-Qualität machen aus der verkehrsarmen Route die überraschende Nummer zwei. Die Strecke ist zwar keine klassische Passstraße vereinigt aber dennoch gleich zwei Anhöhen. Einen Moment Aufmerksamkeit muss man an der T-Kreuzung bei Loipl aufwenden und sich links halten. Dann folgen lange relaxende Geraden bevor sich die Kehren in die Ramsau hinunter hangeln. Genau hier laden mehrere Gasthäuser zum Stopover ein. Wer die im Fahrrausch versäumt hat kann im Tal angekommen nach rechts abbiegen und an der Hindenburglinde den Lenker gegen Messer und Gabel tauschen. 

 

Unser Tipp: den Startpunkt nach Bischofswiesen legen und die grandiose Kulisse bei der Abfahrt in die Ramsau genießen.

Foto: Schäfer
Die Route - Länge: 20 Kilometer  •  Höhe: 1560 Meter  •  Maximale Steigung: 13 Prozent  •  Maut: 3,50 Euro  •  Besonderheiten: Ringstraße, deren Kammstrecke durch Österreich verläuft.
Die Route - Länge: 20 Kilometer • Höhe: 1560 Meter • Maximale Steigung: 13 Prozent • Maut: 3,50 Euro • Besonderheiten: Ringstraße, deren Kammstrecke durch Österreich verläuft.
Foto: Schäfer
Platz 3: Ammersattel-Plansee - Landschaftlich ein Genuss, vor allem wenn man die Grenze nach Österreich überquert und am Plansee entlang gleitet.
Platz 3: Ammersattel-Plansee - Landschaftlich ein Genuss, vor allem wenn man die Grenze nach Österreich überquert und am Plansee entlang gleitet.

Platz 3: Ammersattel-Plansee

Routinierten Alpenfahrern würde der Ammersattel nur ein müdes Lächeln abringen können, wenn da nicht noch der Plansee wäre. Der liegt zwar schon in Österreich ist aber die einzige Möglichkeit den Ammersattel zu befahren ohne an der alten Grenzstation zu wenden. Von Ettal kommend schwingt man 16 Kilometer locker durch das waldige Naturschutzgebiet der Ammergauer Alpen und passiert das legendäre Schloss Linderhof bis es in kurzen knackigen Kehren auf den Sattel geht. Mit softem Gefälle wird der bei Sonnenschein türkisfarbene Plansee erreicht. Steil aufragende Berge rahmen seine Südflanke ein und sorgen für Rivierafeeling. Für die geniale Uferstraße werden freiwillige 50km/h erbeten. Der vermeintliche Wehmutstropfen eröffnet die Chance, die engen Kurven mit Stiefelschrappen zu fahren und trotzdem in den weiten Biegungen einen längeren Blick auf die phantastische Szenerie zu wagen.

 

Unser Tipp: Kuchenstopp an der Almwirtschaft Ammerwald, gleich hinter dem Ammersattel.

Foto: Schäfer
Die Route - Länge: 36 Kilometer  •  Höhe: 1118 Meter  •  Maximale Steigung: zwölf Prozent  •  keine Maut •  Besonderheiten: Kurvenwedeln vor fulminantem Plansee-Panorama.
Die Route - Länge: 36 Kilometer • Höhe: 1118 Meter • Maximale Steigung: zwölf Prozent • keine Maut • Besonderheiten: Kurvenwedeln vor fulminantem Plansee-Panorama.
Foto: Schäfer
Platz 4: Dürreckstraße - In jedem Fall sehenswert, da man Perspektiven wie hier selten zu sehen bekommt. Lotrecht aufragende Felswände sowie weitreichende Ausblicke in Täler.
Platz 4: Dürreckstraße - In jedem Fall sehenswert, da man Perspektiven wie hier selten zu sehen bekommt. Lotrecht aufragende Felswände sowie weitreichende Ausblicke in Täler.

Platz 4: Dürreckstraße

Vom Kreisverkehr am Obersalzberg zweigt eine zunächst unscheinbare Straße ab, die aber bald mit verblüffenden Perspektiven aufwartet. Lotrecht aufragende Felswände an der Scharitzkehlalm markieren den Beginn einer ebenso kurzen wie freudvollen Etappe. Sanfte Kurven im Nadelwald werden unterbrochen von einer griffigen Kehre.  Dann  bricht die Straße ins Freie und gibt den Blick auf die Berge um den Königssee frei. Kurz darauf wähnt man sich auf einem Parkplatz schon am Ende des Spektakels. Doch es geht noch weiter. Zwischen den parkenden Fahrzeugen hindurch wird der Parkplatz überquert und dann scharf nach rechts abgebogen. Es geht sofort eng und steil in eine Linkskehre, ohne dass der Belag schlecht wird. Satte Wiesen und schattige Wäldchen wechseln sich ab bis die Reifen unweit des Königssees wieder auf dem Talboden rollen.

 

Unser Tipp: Auf dem talwärtigen Teil der Route Einkehr mit Aussicht am Alpengasthof Vorderbrand.

Foto: Schäfer
Die Route - Länge: 20 Kilometer  •  Höhe: 1560 Meter  •  Maximale Steigung: 13 Prozent  •  Maut: 3,50 Euro  •  Besonderheiten: Ringstraße, deren Kammstrecke durch Österreich verläuft.
Die Route - Länge: 20 Kilometer • Höhe: 1560 Meter • Maximale Steigung: 13 Prozent • Maut: 3,50 Euro • Besonderheiten: Ringstraße, deren Kammstrecke durch Österreich verläuft.
Foto: Schäfer
Platz 5: Großer Ahornboden - Das ist zwar auch eine Straße in Österreich, allerdings kommt man nur von Deutschland aus an diese Strecke. Daher diese Einordnung.
Platz 5: Großer Ahornboden - Das ist zwar auch eine Straße in Österreich, allerdings kommt man nur von Deutschland aus an diese Strecke. Daher diese Einordnung.

Platz 5: Großer Ahornboden

Natürlich: er liegt nicht in Deutschland, der Große Ahornboden. Aber in diesen Teil Österreichs kommt man kommt nur von Deutschland aus und deshalb wird er hier mitgewertet. Startpunkt der Fahrt in die 25 Kilometer lange Sackgasse ist Vorderriß unweit des Sylvenstein-Stausees. Fast so wild wie der junge Rissbach wuselt das Teerband an dessen Ufern entlang. Bis zur Mautsstelle am Beginn des österreichischen Streckenteils kann man flott durchs Getriebe steppen. Danach dämpft ein Tempolimit den Vorwärtsdrang auf 50km/h. Spätestens wenn die Straße vor dem Großen Ahornboden das gesamte, hier noch breite Tal quert wird man dem Geschwindigkeitshemmer dankbar sein. Nach rechts öffnet sich eine nahezu surreale Talebene mit den steinalten Bäumen. Über den Ahornboden ragen die Karwendelriesen 1400 höher in den Himmel und riegeln das Tal nach Süden ab.

 

Unser Tipp: Brotzeit auf der urigen Terrasse  des allein stehenden Gasthauses an der Garberlalpe.

Foto: Schäfer
Die Route - Länge: 25 Kilometer  •  Höhe: 1216 Meter  •  Maximale Steigung: fünf Prozent  •   Maut: drei Euro  •  Besonderheiten: lohnende Sackgasse im Karwendel.
Die Route - Länge: 25 Kilometer • Höhe: 1216 Meter • Maximale Steigung: fünf Prozent • Maut: drei Euro • Besonderheiten: lohnende Sackgasse im Karwendel.
Foto: Schäfer
Platz 6: Sudelfeld - Auf dieser Straße lohnt sich in jedem Fall ein Abstecher zum Cafe Kotz, ein Cafe mit Kultstatus und exzellenter Küche.
Platz 6: Sudelfeld - Auf dieser Straße lohnt sich in jedem Fall ein Abstecher zum Cafe Kotz, ein Cafe mit Kultstatus und exzellenter Küche.

Platz 6: Sudelfeld

Von Bayrischzell aus fährt man auf der Deutschen Alpenstraße in meist übersichtlichen Kurven stramm bergwärts. Schroffer Fels zur Linken und dichte Baumreihen mit nur seltenen Blicken ins Tal machen die Konzentration auf die sauber trassierte und geschmeidig asphaltierte Strecke zum Kinderspiel. Die Passhöhe liegt in einer engen Kehre und wenige Meter später erreicht man das legendäre Café Kotz. Bergab hat man beste Aussichten auf die Höhen des Sudelfelds. Die zahlreichen Bitumenpanschereien fallen bei Trockenheit kaum ins Gewicht, zumal über weite Strecken ein Speedlimit für angemessene Tempi sorgt. Nachdem das Teerband in ein Waldstück eingetaucht ist muss man sich auf eine relativ steile Rechtskehre einstellen, die mit mehreren Wellen das Fahrwerk herausfordert.

 

Unser Tipp: Egal, ob Café Kotz oder Simones Bikertreff: Gemeint ist das gleiche Cafe mit guter Küche und Magnetwirkung auf Biker aller Couleur.

Foto: Schäfer
Die Route - Länge: 12 Kilometer  •  Höhe: 1123 Meter  •  Maximale Steigung: 12 Prozent  •  keine Maut  Besonderheiten: gefährdeter Klassiker.
Die Route - Länge: 12 Kilometer • Höhe: 1123 Meter • Maximale Steigung: 12 Prozent • keine Maut Besonderheiten: gefährdeter Klassiker.
Foto: Schäfer
Platz 7: Oberjoch - Abwechslungsreiche Kehren sprechen zwar für das Oberjoch, doch ist die Straße anspruchsvoll und verlangt höchste Konzentration, da einem nicht selten die Sicht in die Kurve versperrt ist.
Platz 7: Oberjoch - Abwechslungsreiche Kehren sprechen zwar für das Oberjoch, doch ist die Straße anspruchsvoll und verlangt höchste Konzentration, da einem nicht selten die Sicht in die Kurve versperrt ist.

Platz 7: Oberjoch

Mit neun Serpentinen ist im interalpinen Vergleich eher wenig Staat zu machen. Aber für deutsche Verhältnisse ist das schon ein Kracher. Und es gibt ja auch noch die Etappen zwischen den Kehren. Und die fallen am Oberjoch extrem abwechslungsreich aus. Schon beim Einstieg hinter Hindelang ist volle Aufmerksamkeit gefragt. Die Jochstraße taucht in ein dunkles Waldstück und dreht gleichzeitig zügig nach rechts oben weg. Wenig später geht es durch Hohlwege, die die Kurvensicht erschweren, weiter aufwärts. Der Lohn des Oberjochs ist nicht wie bei vielen anderen Höhenstraßen die Joch- oder Passhöhe sondern die so genannte Kanzel, ein fulminanter Aussichtspunkt knapp unterhalb des Dorfs auf dem Oberjoch. An der folgenden Kreuzung rechts abbiegen in Richtung Reutte und weiter bis zum vergleichsweise unspektakulären Oberjochpass gleich an der Grenze nach Österreich.

 

Unser Tipp: Von der Passhöhe weiter nach Österreich ins Tannheimer Tal.

Foto: Schäfer
Die Route - Länge: zehn Kilometer  •  Höhe: 1178 Meter  •  Maximale Steigung: sechs Prozent  •  keine Maut  •  Besonderheiten: für Deutschland ungewohnter Serpentinenreigen.
Die Route - Länge: zehn Kilometer • Höhe: 1178 Meter • Maximale Steigung: sechs Prozent • keine Maut • Besonderheiten: für Deutschland ungewohnter Serpentinenreigen.
Foto: Schäfer
Platz 8: Riedbergpass - Auch der Riedbergpass fordert höchste Konzentration durch Fahrbahnabsackungen und regelrechte Verwerfungen auf dem ersten Streckenabschnitt. Schade, denn die Passstraße bietet ansonsten viele landschaftliche Reize.
Platz 8: Riedbergpass - Auch der Riedbergpass fordert höchste Konzentration durch Fahrbahnabsackungen und regelrechte Verwerfungen auf dem ersten Streckenabschnitt. Schade, denn die Passstraße bietet ansonsten viele landschaftliche Reize.

Platz 8: Riedbergpass

Warum Deutschlands höchste Passstraße nicht weiter vorne in der Hitliste anzutreffen ist merkt man schnell, wenn man von Fischen aus gestartet ist. Fahrbahnabsackungen und regelrechte Verwerfungen fordern ständige Konzentration. Mit Enduros tut man sich hier leichter. Unbefangenes Kurvenschwingen und zackige Schräglagen kommen erst nach der Passhöhe im ausgebauten Teil der Straße aufs Programm. Vor Balderschwang sollte man trotzdem noch mal einen Gang zurückschalten, denn die Superbikequalität des Asphalts lässt nochmals nach. Hinter Balderschwang quert man die Grenze nach Österreich.

 

Unser Tipp:  Vom österreichischen Hittisau weiter nach Oberstaufen cruisen.

Foto: Schäfer
Die Route - Länge: 28 Kilometer  •  Höhe: 1420 Meter  •  Maximale Steigung: 16 Prozent  •  keine Maut •  Besonderheiten: Deutschlands höchste Passstraße.
Die Route - Länge: 28 Kilometer • Höhe: 1420 Meter • Maximale Steigung: 16 Prozent • keine Maut • Besonderheiten: Deutschlands höchste Passstraße.
Foto: Schäfer
Platz 9: Kochel am See - Wallgau - Das schönste sind die langsamen Kurven, die zum gemütlichen cruisen einladen. Doch dem Verlangen schneller voranzukommen kann der Pass leider nicht nachkommen.
Platz 9: Kochel am See - Wallgau - Das schönste sind die langsamen Kurven, die zum gemütlichen cruisen einladen. Doch dem Verlangen schneller voranzukommen kann der Pass leider nicht nachkommen.

Platz 9: Kochel am See - Wallgau

Das kesselt! Zumindest in den engen aber sehr griffigen Kurven des Kesselbergs. Denn die machen trotz der durchgehenden Tempogrenze von 60km/h richtig Spaß. Und der muss mit dem Erreichen des Walchensees noch nicht beendet sein. Am südwestlichen Ende des Sees turnen zwei Kehren aufwärts über den See. Mit Blick auf das Karwendel klingt die Strecke locker aus.

 

Unser Tipp: Von Wallgau über die Mautstrecke nach Vorderriß und weiter zum Großen Ahornboden

Foto: Schäfer
Die Route - Länge: 23 Kilometer  •  Höhe: 894 Meter  •  Maximale Steigung: fünf Prozent  •  keine Maut  •  Besonderheiten: an Sonn- und Feiertagen von Kochel am See gesperrt.
Die Route - Länge: 23 Kilometer • Höhe: 894 Meter • Maximale Steigung: fünf Prozent • keine Maut • Besonderheiten: an Sonn- und Feiertagen von Kochel am See gesperrt.
Foto: Schäfer
Platz 10: Tatzelwurm - Den Reiz macht hier vor allem die schmale wuselige Straße aus, die alle paar Meter mit neuen ungeahnten Wendungen überrascht.
Platz 10: Tatzelwurm - Den Reiz macht hier vor allem die schmale wuselige Straße aus, die alle paar Meter mit neuen ungeahnten Wendungen überrascht.

Platz 10: Tatzelwurm

Kurz nach dem Einstieg bei Oberaudorf wird klar, dass dies keine Strecke zum schnöden Herbraten ist. Die Straße ist schmal, wuselig und überrascht alle paar Meter mit einer neuen, ungeahnten Wendung. Und gerade das macht ihren Reiz aus. Wer statt aufs Sudelfeld wieder ins Tal nach Brannenburg möchte, kommt noch in den Genuss eines einspurigen Felsentunnels, der auch beim Herrn der Ringe hätte Dienst tun können.

 

Unser Tipp: Foto-Stopp beim Tatzelwurm-Wasserfall    

Foto: Schäfer
Die Route - Länge: 16 Kilometer  •  Höhe: 764 Meter  •  Maximale Steigung: sechs Prozent  •  Maut: 1,50 Euro für die Etappe von oder nach Brannenburg  •  Besonderheiten: perfekt für handliche Bikes.
Die Route - Länge: 16 Kilometer • Höhe: 764 Meter • Maximale Steigung: sechs Prozent • Maut: 1,50 Euro für die Etappe von oder nach Brannenburg • Besonderheiten: perfekt für handliche Bikes.
Foto: Schäfer
Hier einen Überblick über die Tour, bei welcher wir die Alpenstraßen Deutschlands abgefahren sind.
Hier einen Überblick über die Tour, bei welcher wir die Alpenstraßen Deutschlands abgefahren sind.

Infos

Nur einige der deutschen Alpenstraßen sind Passstraßen im klassischen Sinne. Mit der Bezeichnung Hochstraßen wird man ihnen vielleicht eher gerecht. Nichtsdestotrotz bieten sie entlang der deutschen Südgrenze hohen Fahrspaß und Erlebnisfaktor.

Allgemeines:
Einige der vorgestellten Strecken führen topographisch bedingt nach Österreich hinein (etliche liegen entlang der "deutschen Alpenstraße"). Dies ist genausowenig ein Nachteil wie die Tatsache, dass sich unsere Alpenstraßen nicht in einer Runde, sondern nur in einem Schwung von West nach Ost oder umgekehrt fahren lassen. Gewöhnungsbedürftig ist die Erhebung von Maut in deutschen Landen. Sudelfeld und Kochelsee sind immer wieder von Streckensperrung bedroht. Das Bewertungsschema der Alpenstraßen entspricht im Wesentlichen dem unserer Alpenpass-Serie (die besten Pässe Frankreichs erscheinen im nächsten Heft). Empfehlenswerte Karte für die Strecken: ADAC-AutoKarte Deutschland 13. Bayern Süd, 1:200000, 7,95 Euro. Weitere Infoquellen: www.deutsche-alpenstrasse.de oder zum Platz 1 unter www.rossfeldpanoramastrasse.de.

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