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MOTORRAD Touren-Tipp Drei Touren durch die deutschen Alpen

König Ludwig II. wusste, warum er hier seine Märchenschlösser baute. Die Mischung aus Allgäuer Hügeln mit den Bergen von Wetterstein, Lechtaler und Allgäuer Alpen ist auch für den Motorradfahrer königliches Terrain.

Ohne weite Anfahrtswege schon richtig kurvige Pässe fahren, das ist der Traum vieler Motorradfahrer. Ein Traum, der direkt an- und hinter der deutschen Grenze Realität wird. Weil unser Tourentipp ab Füssen durch das Allgäu gelegentliche Grenz-übertritte beinhaltet, ohne dass die mehrheitlich auf deutschem Boden stattfindenden Touren in irgendeiner Form Langeweile aufkommen lassen. Im Gegenteil, wir präsentieren hier auf drei unterschiedlich lange Tagestrips verteilt Kurven und Berge in Hülle und Fülle. Ein wahrhaft märchenhaftes Tourenrevier, das sich ausdehnt bis zum Bodensee und zum Bregenzerwald.

Gleich die erste Tour, eine große Runde durch das Allgäu, eröffnet magische Momente, weil sich auf den rund 370 Kilometern mehrere hundert prickelnde Kurven aneinander reihen und es in dieser Postkartenlandschaft immer wieder zu begeisternden Ausblicken kommt. Königschlösser sind darin inbegriffen. Die Tour bedeutet ein abwechslungsreiches Tagesprogramm voller Genuss und Dynamik.

Rund hundert Kilometer weniger beihaltet unser zweiter Touringvorschlag, der insgesamt stärker zum Bewundern der teils hochalpinen Landschaft einlädt, ohne dass auf sportliches Kurvenkratzen verzichtet werden müsste. Leutasch, Zirler Berg, Sellrain, Kühtai-Sattel sowie Hahntennjoch sind nur einige der Highlights, die diese Runde zur absoluten Genießertour stempeln.

Unsere dritte Tour ist in der "Basisausführung" rund 240 Kilometer lang, kann aber mit lohnenswerten Abstechern auf bis 355 Kilometer "gepusht" werden und ist dann ein strammer Tagesausflug. Vor der Runde durch den Bregenzerwald kommen auf serpentinenreichen Pässen das Lechtal hoch echte Alpengefühle auf. Ein Höhepunkt dieser Tour ist sicherlich das Absurfen des 1676 Meter messenden österreichischen Hochtannbergpasses oder der empfehlenswerte Abstecher über den Flexenpass. Am Ende steht der Riedbergpass, mit rund 1400 Metern immerhin der höchste Pass Deutschlands. Blättern Sie um und genießen Sie die drei exklusiven MOTORRAD-Tourentipps in vollen Zügen. Mehr Berge und Kurven sind deutschlandweit in dieser geballten Form nicht zu bekommen.

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Zeichnung: Werel

Tour 1: Allgäu

Drei Königsschlösser und wohl dreihundert Kurven sind Programm auf dieser verschlungenen Runde durch die Moränenhügel des Voralpenlandes, durch eine schwäbisch-bayerische Landschaft bis hin zum Bodensee. Vom Basisquartier geht es gleich zum Kurzbesuch bei König Ludwigs Schlössern vor den Toren von Füssen: Für den Abstecher zu Fuß zum Alpsee mit Schloss Hohenschwangau ist bei der heutigen Strecke kaum Zeit, auch bei Schloss Neuschwanstein muss es erst mal der Blick aus der Ferne tun bei der Fahrt zur nahen Kirche Sankt Koloman. Dann ist dem bayerischen Panorama Genüge getan und die Tour geht richtig los über Füssen Richtung Süden nach Reutte in Österreich.

Wahlweise westlich der Stadt auf die A 7und durch den Tunnel direkt auf der ausgebauten österreichischen B 179 nach Reutte. Oder auf dem viel gemütlicheren Sträßchen über Pinswang. Man erreicht es, wenn man Füssen Richtung Königsschlösser verlässt und dann rechts Richtung Reutte fährt. Man passiert den Lechfall und kommt in Österreich an die Ulrichsbrücke über den Lech. Vor der Brücke geht das Sträßchen nach Pinswang links ab. An der unbeschilderten T-Kreuzung in Pflach links. Die dritte Alternative am linken Lechufer über Roßschläg nach Reutte lohnt kaum. In Reutte zunächst Richtung Zentrum und dann "Linderhof, Plansee" folgen.

Vom sehr schön gelegenen Plansee weiter zum immerhin schon über 1000 Meter hohen Ammersattel. Wenig später ist - nun wieder in Deutschland - Schloss Linderhof erreicht, das dritte Königsschloss. An der T-Kreuzung mit der B 23 kann man rechts den Kurzabstecher zum Kloster Ettal machen, ansonsten geht es links auf der B 23 nach Oberammergau mit seinen bemalten Häusern. 12 Kilometer später wird die B 23 nach links verlassen Richtung Steingaden. Vor dem Ort lockt der Abzweig zur Wieskirche zum Besuch eines oberbayerischen Kleinods. In Steingaden für ein kurzes Stück links auf der B 17 und gleich wieder rechts ab nach Lechbruck. Links entlang des Lechsees nach Halblech, am Ortsanfang rechts ein ganz kurzes Stück auf der B 17 nach Süden, um gleich wieder rechts abzubiegen auf das Sträßchen über Roßhaupten nach Seeg, Nesselwang und über Wertach nach Immenstadt durch eine Allgäuer Ideallandschaft.

In Immenstadt zunächst der Ausschilderung Oberstaufen folgen, aber noch im Ort rechts auf die Kurven-Strecke über Missen Richtung Weitnau. Vor Weitnau schon in Sibratshofen links über Stiefenhofen nach Oberstaufen. Nun ist mit der B 308 die Deutsche Alpenstraße erreicht, der man mit großem Landschaftskino bis Lindenberg und Sigmarszell folgt. Über Hörbranz und Bregenz wird in Österreich Kennelbach angesteuert, wo es links über Langen, Sulzberg und Krumbach zur B 205 nach Oberstaufen geht. (Wer sich in dem Netz herrlicher kleiner Straßen im Bregenzerwald verirrt, fragt einfach nach der B 205 und wird problemlos nach Oberstaufen finden.)

Von Oberstaufen auf der Deutschen Alpenstraße/B 308 über Immenstadt, Sonthofen, Hindelang/Oberjoch ins Tannheimer Tal. Die Fahrt über den Jochpass führt dabei über eine von Deutschlands markantesten Kurvenstrecken, die schon in den 1920er Jahren Austragungsort von Bergrennen war. In Grän links auf herrlicher Strecke nach Pfronten und rechts auf der kleinen B 310 zurück über den sehr schön gelegenen und zu einer Pause einladenden Weißensee nach Füssen (die Variante auf der B 309 über das österreichische Vils nach Füssen ist landschaftlich weniger schön).

 

Foto: Eisenschink, Lischer
Doch idyllisch ist es genauso: Der Hopfensee.
Doch idyllisch ist es genauso: Der Hopfensee.

Basisquartier:
Füssen ist idealer Ausgangspunkt für Allgäu und benachbartes Österreich gleichermaßen. Über die A 7 hat die Stadt direkte Verkehrsanbindung und liegt dabei in traumhafter Naturlandschaft mit großartiger Bergkulisse. Zwei von König Ludwigs Märchenschlössern liegen in kürzester Entfernung, im Süden ist das Lechtal ideale Einfädelspur tief in die Alpen hinein.

Übernachten:
Nach der Tour durchs Gebirgsareal wartet die Entspannung. Auf zwei Ebenen bietet das Hotel Sommer vom Hallenbad bis zum Dampfbad Wellness pur. Der Motorrad fahrende Chef hält Tourentipps bereit. Tourenbegleitung auf Anfrage, Werkstatt und Tiefgarage sind vorhanden (www.hotel-sommer.de, Telefon 08362/9147-0).

Lesestoff:
"Allgäu", Michael Müller Verlag, 15,90 Euro. Marco Polo Reiseführer "Tirol", Verlag Mairdumont, 9,95 Euro. ADAC Reisemagazin Vorarlberg, ADAC Verlag, 7,80 Euro.

Sperrungen:
Streckensperrungen für Motorradfahrer bestehen nicht, allerdings gibt es Wintersperren auf der Hahntennjochstraße und am Furkajoch (i.d.R. November bis April/Mai), beim Flexenpass ist im Winter eine Sicherheitssperre möglich, alle anderen Pässe sind ganzjährig befahrbar. Aktuelle Infos unter www.oeamtc.at/bergstrassen/

Pausentipp:
Restaurant Café Jagdhütte, Sonthofener Str. 15, 87549 Rettenberg (Kranzegg), Telefon 08327/03, www.kranzegger.de. Kanzelhütte am Aussichtspunkt Kanzel am Jochpass, www.kanzel.de. Ammerwaldalm, kurz vor dem Ammersattel. Gröbl-Alm, Am Raut 1, 82488 Graswang, Telefon 08822/6434, www.groebl-alm.de

Bikertreff:
Hardbreak-Café, Hans-Böckler-Straße 86, 87527 Sonthofen-Rieden, Telefon 08321/7091, www.oberallgaeu.cc/hardbreak-cafe

Infos:
Zu Burgen und Schlössern im Ostallgäu: www.burgenregion.de. Schloss Linderhof, www.schlosslinderhof.de. Kloster Ettal nahe Oberammergau, www.kloster-ettal.de. Über das bis 1951 im Allgäu produzierte Motorrad Imme gibt es Infos im Museum Hofmühle in Immenstadt, www.museum-hofmuehle.de und www.immeschwarm.de. Füssen Tourismus,Telefon 08362/93850, www.fuessen.de

Zeichnung: Werel

Tour 2: Inntal-Lechtal

Zackige Aussichten bei dieser Tour weit hinein in das Herz der Alpen: Verschiedene versteckte Traumsträßchen mit innigem Kurventanz machen die Tour zu einem Filetstück im deutsch-österreichischen Grenzgebirge und zeigen, dass man für klasse Alpenstraßen nicht weit fahren muss. Von Füssen geht es Richtung Süden nach Reutte in Österreich (mit den bei Tour 1 beschriebenen Alternativen entweder auf der Ausbaustrecke der B 179 oder über Pinswang) und gleich hinein in die Bergwelt der weißen Kalkalpen.

Auf der B 179 passiert man Lermoos und kommt über den Fernpass (der Zugspitzblick kurz vor der Passhöhe mit dem tiefblauen Blindsee inmitten der Wälder tief unten und überragt von zackigen Bergen ist den Halt wert) nach Nassereith, wo man auf die B 189 nach Telfs abzweigt. Die Straße schwingt in großen Kehren majestätisch nach oben auf das Mieminger Plateau und folgt - landschaftlich sehr attraktiv - der zackigen Mieminger Kette, bis sie in das Inntal abfällt. In Tels zunächst Richtung Zentrum fahren und dann die Stadt nach Osten (Grobrichtung Innsbruck) verlassen. Im Kreisverkehr Richtung "Leutasch, Seefeld". Und am nächsten Abzweig Seefeld rechts liegen lassen (das wäre eine Möglichkeit zum Abkürzen der Tour) und weiter Richtung Leutasch.

Über eine sehr schöne Passstraße erreicht man die Leutasch ein Hochtal, das mehr zum Schauen auf die begleitenden Berge des mächtigen Wettersteingebirges einlädt als zu schneller Gangart. In Mittenwald, das mit seinem reizvollen Ortskern einen guten Pausenstopp abgibt, rechts Richtung Innsbruck/Scharnitz. Nach der österreichischen Grenze auf der B 177 passiert man Seefeld und fällt am Zirler Berg 16 Prozent steil in das Inntal ab. Mit seinen dramatischen Bremsrampen ist der Zirler Berg noch immer eine der klassischen Bergstrecken der Alpen und forderte in der Nachkriegszeit bei den damaligen Automobilen einen hohen Zoll an durchgeglühten Bremsen oder kochenden Motoren. Am Fuße des Zirler Berges passiert man Zirl auf autobahnähnlicher Strecke, die aber bis zur Ausfahr Zirl Ost vignettenfrei ist.

Dort findet man sofort die Ausweisung "Sellrain/Kühtai", ein Geheimtipp in Sachen wenig befahrener Bergstrecke bei gleichzeitig sagenhafter hochalpiner Landschaft. Über Sellrain und den Kühtai-Sattel auf über 2000 Metern stößt man in die Bergwelt der Stubaier Alpen vor und kann wieder sehr kurvenreich und steil nach Oetz im Ötztal abfahren. Von dort - das Inntal ist wieder erreicht - nun immer Richtung Imst. In der Stadt findet sich problemlos die Ausweisung zum Hahntennjoch, einer weiteren wenig befahrenen Bergstrecke in alpine Landschaft. Über das 1900 Meter hohe Joch und mit purem Kurvenspaß erreicht man in Elmen das Lechtal, wo man sich auf der B 198 schon nach fünf Kilometern rechts ins Namloser Tal einfädelt, das schon wieder auf versteckter Traumroute Kurvenglück mit tollen Rechts-Links-Kombinationen und steilen Rampen verheißt. Man erreicht Beerwang und kurz danach Bichelbach. Ab hier links auf die bekannte Route über Reutte zurück nach Füssen.

 

Foto: Eisenschink, Lischer
Auf Nebenstraßen geht's von Innsbruck/Zirl nach Oetz kurvig hinauf bis ins Hochgebirge.
Auf Nebenstraßen geht's von Innsbruck/Zirl nach Oetz kurvig hinauf bis ins Hochgebirge.

Region:
Inntal und Lechtal sind zwei tief eingeschnittene Kerben durch markige Berglandschaften, die im nördlicheren Teil von den weißen Kalkalpen eingenommen werden, im südlichen Bereich der Tour in den Stubaier Alpen von den dunkleren Zentralalpen. Immer wieder sind wie in den Dolomiten schiere zackige Felswände zu sehen, immer wieder kann man sich an Kehren und Kurven ergötzen, die den berühmten Pässen weiter im Süden schon ordentlich Konkurrenz machen und sogar über 2000 Meter hoch führen. Und das, obwohl man noch immer relativ nahe bei heimatlichen Gefielden tourt.

Pausentipp:
Direkt an der Fernpass-Route: Rasthaus Zugspitzblick, Fernpass-Straße 45, A-6633 Biberwier, Telefon 0043-5673-2298 (Wildgerichte aus eigener Jagd, Tiroler Küche, Brotzeiten). Gasthof "Zur Gemütlichkeit" (an der Hahntennjochstraße), Bschlapps 31, A-6647 Pfafflar, Telefon 0043-5635-259, www.gemuetlichkeit.at (Wildspezialitäten, Hausmannskost, hausgemachte Kuchen und Strudel). Oder nach Passieren des Kühtai-Sattels einfach nur auf einer der Bänke am Speichersee Längental sitzen und über das Wasser auf die 3000-Meter-Berge dahinter schauen.

Sehenswert:
Mittenwald mit seinem Ortskern und den bemalten Häusern. Innsbruck als Abstecher von der Tour (zusätzlich 30 Kilometer hin und zurück ab Zirl) bietet ein sehenswertes historisches Zentrum mit dem berühmten "Goldenen Dachl" sowie attraktiven Plätzen und Gassen.

Bikertreff:
Die jährlich stattfindenden "BMW Motorrad Days" in Garmisch, 2010 vom 2. bis 4. Juli. 2009 kamen mehr als 30000 Besucher zu Live-Musik, Stunts, Reise-Multivisions-Shows, Motorrad-Korso und vielen weiteren Programmhöhepunkten. Informationen bei der Tourist-Info Garmisch-Partenkirchen, Telefon 08821-180700, www.gapa.de und www.bmw-motorrad.de/bikermeeting

Infos:
Tirol-Werbung, Maria-Theresien-Str. 55, A-6010 Innsbruck, Telefon 0043-512-72720, www.tirol.at, www.tourismus-tirol.info/

Zeichnung: Werel

Tour 3: Bregenzerwald

Dem Lechtal aufwärts folgt man auf dieser Tour zu serpentinenreichen Pässen für echte Alpengefühle. Die Fahrt wird dann noch um eine Runde durch den Bregenzerwald bereichert und zeigt eine facettenreiche Berglandschaft westlich von Füssen. Füssen wird wieder nach Süden Richtung Reutte verlassen (siehe die in Tour 1 beschriebenen Wegvarianten).

Man folgt der österreichischen B 198 das Lechtal hoch und sieht den Lech als einen wilden Alpenfluss. Man passiert Elbigenalp, den Geburtsort der berühmten Geierwally, und folgt dem Lechtal über Holzgau nach Warth in eine beeindruckende Hochgebirgslandschaft. Der nun folgende Hochtannbergpass mit seinen 1676 Metern Höhe ist die entsprechende Serpentinenstrecke. Doch halt: Es lockt eine Kür für Kurven: Denn vor der Weiterfahrt auf den Hochtannbergpass könnte man in Warth nach Süden abbiegen und den Flexenpass mit seinem kurvenreichen und steilen Abfall in das Tal der Allenz fahren - und wieder zurück.

Weil das Ziel nicht interessiert, wenn der Weg das Ziel ist. Zurück in Warth geht es weiter mit der Tour. Die läuft nun auf der B 200 über den Hochtannbergpass in das Herz des Bregenzerwalds. In Au, 19 Kilometer nach der Passhöhe, empfiehlt es sich, von der B 200 nach links auf die B 193 nach Damüls abzubiegen und dort - der 193 folgend - links über das knapp 1500 Meter hohe Faschinajoch nach Fontanella zu fahren.

Kurvenreich fällt die B 193 ins Große Walsertal ab, doch man folgt ihr nicht bis nach Bludenz, sondern nimmt in Thüringerberg den Abzweig Richtung Satteins und Rankweil. Wer Entdeckertouren auf winzigen unbefahrenen Sträßchen sucht, wendet sich fünf Kilometer hinter Thüringerberg in Schnifis rechts nach Düns, fährt den Dünserberg hoch und genießt auf dem abgelegenen Hangsträßchen tolle Ausblicke auf das Rheintal. In Rankweil auch mit dieser Variante rechts zum Furkajoch hoch, das man nicht mit dem schweizerischen Furkapass verwechseln sollte. Immerhin: Auch das 1760 Meter hohe Furkajoch bietet tolle Kehren und Kurven. Über Damüls kommt man nach dieser zusätzlichen Schleife von 75 Extra-Kilometern wieder nach Au zurück und folgt jetzt der B 200 nach links mit Grobrichtung Dornbirn/Bregenz.

Hinter Egg erreicht man die Kreuzung mit der B 205 nach Hittisau und gelangt zur deutschen Grenze. Über Balderschwang kommt man zum Riedbergpass. Über Sonthofen und Bad Hindelang führt nun eine alpine Prachtstraße über das Oberjoch in das österreichische Tannheimer Tal und über den Gaichpass steil in das Lechtal hinunter. Dem folgt man linker Hand über Reutte nach Füssen zurück.

 

Foto: Eisenschink, Lischer
Und auf dem Hochtannbergpass erlebt man wahre Alpengefühle.
Und auf dem Hochtannbergpass erlebt man wahre Alpengefühle.

Region:
Zwischen Allgäuer Alpen und Lechtaler Alpen zwängt sich diese Tour durch echte Hochgebirgslandschaften. Mit zwei zusätzlichen Abstechern zum Flexenpass und zum Furkajoch erringt man weitere Höhenmeter, erreicht aber mit maximal 1773 Metern am Flexenpass nicht ganz die Höhen von Tour 2. Im Bregenzerwald durchfährt man zuletzt wieder eine grüne Hügellandschaft, die lückenlos in die des Allgäus hinter der Grenze übergeht. Mit dem Riedbergpass überquert man Deutschlands höchstgelegenen Pass, doch als eine der markigsten Kurvenstrecken der Nation darf der Jochpass gelten, der früher eine berühmte Rennstrecke war.

Pausentipp:
Kiosk "Gaichtpass-Stuben" am Gaichtpass, Kanzelhütte am Aussichtspunkt Kanzel am Jochpass, www.kanzel.de, Grasgehrenhütte am Riedbergpass, Telefon 08326/7773, www.berghuette-grasgehren.de, Restaurant-Pizzeria im Hotel Walserberg, Dorf 37, A-6767 Warth am Arlberg, Telefon 0043/5583-35020, www.walserberg.at

Sehenswert:
Burgruine Ehrenberg bei Reutte (mit Museum und Ritterfestspielen), www.burgehrenberg.com und www.ehrenberg.at, Alpsennereimuseum Hittisau (Historische Alpsennküche), Platz 343, A-6952 Hittisau, Telefon 0043/5513-620950 Sennerei Gunzesried, Talstraße 32, 87544 Blaichach (Ortsteil Gunzesried), Telefon 08321/84109, www.gunzesrieder-bergkaese.de (westlich von Sonthofen)

Bikertreff:
Kiosk Furkapass auf dem Scheitel des 1760 m hohen Furkajochs (nicht mit dem Furkapass in der Schweiz zu verwechseln), geöffnet: Mai bis Oktober (Aktuelle Infos über Wintersperre unter www.oeamtc.at/bergstrassen/).

Infos:
Bregenzerwald Tourismus, Gerbe 1135, A-6863 Egg, Telefon 0043/5512-2365, Internet: www.bregenzerwald.at Vorarlberg Tourismus, Poststraße 11, A-6850 Dornbirn, Telefon 0043/5572-3770330, www.vorarlberg.info

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