Tour 2: Hunsrück Mitte

Von Trier geht es zunächst wieder Richtung Ruwer und dann über Mertesdorf ins Nachbartal nach Fell . Auf den fünf schnellen Serpentinen hinauf nach Thomm veranstaltet der Verein „Racing Team Trier e. V.“ jährlich das Bergrennen um den Bilstein-Pokal. Gemütliche Genießer haben mehr von der Strecke, die auch im Folgenden über Bescheid Richtung Trittenheim nicht mit landschaftlichen Reizen geizt. Waldreiche Abschnitte sorgen für Abwechslung und bei Zummeterhof markiert die Weinbergkulisse an der Moselsteilkurve die westliche Grenze des Hunsrück.

Unsere Route verlässt das idyllische Drohntal, schwingt sich auf die Hunsrückhöhe und dort über Horath als K 80 nach Morbach. Wer die Runde um etwa 20 Kilometer ausdehnen möchte, fährt von Morbach über Rhaunen durch das idyllische Hahnenbachtal nach Kirn und weiter bis Idar-Oberstein. Alle anderen nehmen Kurs auf Asbacherhütte , das bereits an der Edelsteinstraße liegt. Hier demonstriert Ernstotto Biehl, wie schon vor hundert Jahren die edlen Steine bearbeitet wurden. In vierter Generation betreibt er diese einzigartige Mühlenschleiferei, deren Mühlrad über uralte Transmissionsanlagen Schleifsteine antreibt. Traditionen werden im Hunsrück gepflegt und historische Werte erhalten. Auch das hübsch restaurierte Fachwerkdorf Herrstein, wo 1798 der als Schinderhannes bekannte Johannes Bückler eine Nacht im Turm eingekerkert war, zeugt vom behutsamen Umgang mit Geschichtsträchtigem.

Kurz vor Hintertiefenbach klettert die enge Straße in herrlichen Kehren über Gerach wieder auf die Hochebene und windet sich durch Wiesen und Felder in die Edelsteinmetropole Idar-Oberstein. Gleich tonnenweise, in allen erdenklichen Größen, Formen und Farben klimpern importierte Achate, Amethyste und Quarze vor den Geschäften. Burg Bosselstein, Schloss Oberstein und die in einer Felsnische kauernde Felsenkirche überragen die schmucke Fußgängerzone samt Edelsteinmuseum am Marktplatz.

Eine leckere, preiswerte Currywurst beim Imbiss „Kaktus“ am Ortsende von Birkenfeld dient als Entscheidungshilfe: Fernfahrer erreichen von hier nach wenigen Kilometern die A 62 bei Nohfelden. Wer in der Gegend bleiben möchte, folgt der L 165 nach Hermeskeil, dann ein Stück der Hunsrückhöhenstraße und biegt bei Kell am See in den Osburger Hochwald Richtung Heddert, Schöndorf, Pluwig.
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