34-PS-Varianten

Für Fahranfänger unter 25 Jahren sind 78 PS zu viel. Findet der Gesetzgeber und schreibt zwei Jahre des Fahrenlernens auf Maschinen mit maximal 34 PS (25 kW) vor. Dazu darf das Leistungsgewicht höchstens 0,16 kW, etwa 0,22 PS, je Kilogramm betragen Eine Maschine, welche die »vollen« 34 PS ausschöpft, muss folglich mindestens 156,25 Kilogramm wiegen. Da muss man sich bei unseren drei Kandidatinnen keine Sorgen machen, selbst die ER-6n als leichteste Maschine wiegt mit ABS immerhin 203 Kilogramm. Ein Anschlagbolzen an der Drosselklappe reduziert ihre Leistung auf 34 PS bei 7200/min, die Vmax soll 155 km/h betragen. Die Umrüstung kostet 14,75 Euro plus Einbau und lässt sich nach zwei Jahren leicht wieder entfernen.
Die per Ansaugstutzen gedrosselte Honda CBF 600 (34 PS bei 7000/min) kostet keinen Aufpreis. Nach zwei Jahren sind zum Entdrosseln vier größere Ansaugstutzen erforderlich, Stückpreis 29,80 Euro. Als Arbeitszeit veranschlagt Honda 0,8 Stunden. Erst bei astronomischen 11500/min schwingt sich die FZ6 zu 34 PS auf; als Spitze gibt Yamaha bescheidene 140 km/h an. Die Leistungsbeschneidung erfolgt einfach per Anschlag für die Drosselklappen, sie öffnen nur noch homöopathische 18,3 Grad weit (siehe auch Seite 57). Ohne Einbau sind dafür rund 30 Euro fällig. Nett: Yamaha zahlt Käufern einer FZ6 300 Euro Zuschuss zum Führerschein.

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