Ahnen-Galerie: Honda CB 750 F Vier Zylinder, die die Welt verändern

Es war zwar nicht der erste Vierzylinder zwischen zwei Rädern, aber mit Sicherheit der Wegbereiter der heutigen Vierzylinder-Generation. Der Zweiradmarkt im Abendland war Mitte der 60er Jahre zusammengebrochen, von den großen deutschen Herstellern waren neben Zündapp und Hercules nur die Münchner BMW-Werke übriggeblieben. Friedel Münch steckte den NSU TT Auto-Vierzylinder in seine Münch Mammut, und die Japaner machten ihre ersten Gehversuche mit zweizylindrigen Vier-und Zweitaktmaschinen auf dem europäischen Markt. 1969 war es dann soweit, die erste CB 750 F stand für Fahrversuche in der MOTORRAD-Redaktion in Stuttgart. Unglaubliche 67 PS, obenliegende Nockenwelle, vier Vergaser, Scheibenbremse vorn und fast 200 km/h schnell. Honda erkannte den weltweit wachsenden Markt für leistungsstarke, schnelle Motorräder, belegte dieses Segment durch das übergewichtige Gold Wing-Sofa mit wassergekühlten Boxermotor und der sechszylindrigen CBX 1000, bevor die sportliche Bol d´or Serie mit 900 Kubikzentimeter großem und 95 PS starkem Reihenvierzylinder auf den Plan trat. Parallel dazu entwickelte Honda ihre ersten V4-Motoren, die anfänglich mehr Ärger als Gewinn bescherten, ihre Kinderkrankheiten aber gut überstanden und selbst im Rennsport mit der RC 30 Fuß faßten. Für die reinen Straßensportler kehrte Honda 1992 jedoch zum Reihenmotor zurück und demonstrierte mit der CBR 900 RR, daß Big Bikes nicht zwingend an Übergewicht leiden müssen. Zuverlässig, beliebt und für viele Tuner ein begehrtes Objekt, steht die Fireblade auch 1997 noch ganz oben in der Hitliste.

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