AJP PR4 125 SM

Vmax: 89 km/h +++ Preis: 3590 Euro +++ Viertakter

Motor und Getriebe: Der AJP-Motor, ein von Lizenznehmer CPI in Taiwan gefertigter Honda-Einzylinder, vibriert von allen am stärksten und klingt am lautesten. Er ist zudem der einzige, der MOTORRAD in 80-km/h-Ausführung zur Verfügung gestellt wurde. Das erklärt die geringe Höchstgeschwindigkeit, nicht aber das schlechte Startverhalten und die zu magere Vergaserabstimmung. Mit ständig gezogenem Choke lief das Triebwerk besser. Dank kurzer Sekundärübersetzung erreicht die AJP gute Durchzugswerte. Die nur fünf Gänge lassen sich exakt schalten.
Fahrwerk und Bremsen: Gut ausbalanciertes Bike mit gelungener Grundabstimmung der Federelemente – hinten sogar mit aufwendigem Hebelsystem. Die Paioli-Gabel ist mechanisch schwergängig, das mindert den Komfort. Die Michelin-Reifen bieten hervorragende Haftung, Schräglagenfreiheit gibt’s reichlich. Handlichkeit und Zielgenauigkeit werden durch die Probleme mit dem Lenkkopflager beeinträchtigt.
Sonstiges: Teils aufwendige, teils eher lieblose Detaillösungen. Umrüstung auf unbeschränkte Höchstgeschwindigkeit durch eine andere Nockenwelle und andere CDI-Einheit.
Fazit: Aufregend gestylter Exote der mittleren Preisklasse. Wegen einiger Nachlässigkeiten nur etwas für Fahrer
mit technischem Hintergrundwissen.

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