Alpen-Masters 2011 Die Teststrecke

Im Jahr 2011 kehrt das Alpen-Masters wieder zum Ursprung zurück: dem Stilfser Joch. Auf der hochalpinen Teststrecke mussten die 2011er-Bikes zeigen was sie können.

Foto: Archiv

Für das beeindruckende Bergpanorama bleibt uns erst beim Stopp in Kehre 28 Zeit, die sich mit ihrer steilen Rampe perfekt für Messungen am Berg eignet. Top-Tester Karsten beschleunigt im zweiten Gang bergauf von 25 auf 75 km/h, dann folgt der Bremstest von 75 auf 25 km/h, jeweils mit Sozius. In immer engeren Kurvenradien ziehen wir auf rissigem Asphalt weiter bis zur eisigen Passhöhe auf 2758 Metern, die die Grenze zwischen Südtirol und der Lombardei markiert. Die andere Seite des Jochs prunkt mit griffigem Belag und gut ausgebauten, weiten Kehren, denen wir bis zur kleinen Kirche San Ranieri folgen. Auf einer langen Geraden müssen die Motorräder sich hier der Durchzugsmessung von 50 auf 100 km/h stellen und so beweisen, dass ihnen selbst in 2300 Metern Höhe nicht die Puste ausgeht.

Unser kleiner Testtross wendet und schlängelt sich 200 Höhenmeter zurück bis zur Abzweigung Richtung Umbrail-Pass und damit in die Schweiz. Neben derben Bodenwellen, die so manches Fahrwerk an seine Grenzen bringen, hält der Umbrail auch ein kleines Schotterstück bereit. Die weitere Abfahrt hinunter ins Tal lässt sich zügig durchpflügen. Hinter Müstair reisen wir wieder nach Südtirol ein, wo schnelle Kurvenkombinationen und lange Geraden anstehen. Nach dem Serpentinenstrudel im Grunde eine entspannende Abwechslung, und doch: Selbst die Motoren scheinen erfreut zu schnauben, als uns hinter Prad das Stilfser Joch mit den ersten Spitzkehren erneut in seinen Bann schlägt.

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