Aprilia MX 125 Supermoto

Vmax: 110 km/h +++ Preis: 4299 Euro +++ Zweitakter

Motor und Getriebe: Ein feiner Zweitaktmotor, temperamentvoll, kultiviert laufend, aber überaus durstig. 6,0 Liter pro 100 Kilometer sind fast unverschämt viel. Dafür, dass er keinen E-Starter bietet, springt er etwas zögerlich an. Bauartbedingt ist das nutzbare Drehzahlband wesentlich kleiner als bei den Viertaktern, Fahrer mit flinkem Schaltfuß und Einsatzbereitschaft sind gefragt. Dafür flutschen die Gänge rauf wie runter sagenhaft leicht.
Fahrwerk und Bremsen: Das Fahrwerk könnte die dreifache Leistung verkraften – man betrachte die ausgesprochen solide Schwinge und die Upside-down-Gabel. Dank langer Federwege, guten Ansprechverhaltens und eher sanfter, aber genau passender Dämpfung überzeugt sogar der Komfort. Leichtes Handling, sehr gute Lenkpräzision. Für 125er-Verhältnisse geradezu vehement verzögert die Bremsanlage mit riesiger 320er-Scheibe und Doppelkolbensattel. Trotzdem wirkt die Bremse keinesfalls zu giftig.
Sonstiges: Für den Soziusbetrieb würden die Federungs- und Dämpfungsreserven zwar reichen, allerdings wurde die Sitzbank etwas zu schmal und zu kurz bemessen. Die volldigitale Cockpitanzeige ist schwer abzulesen, der Tacho übertreibt. Außerdem ist der Fernlichtstrahl etwas zu schmal.
Fazit: Hochwertiges und relativ teures Supermoto-Feuerzeug für sportlich ambitionierte, anspruchsvolle Fahrer. Gäbe es eine Enduro-Variante, wäre die selbst für schweres Gelände gut. Leider nicht sicher vor unbefugtem Gebrauch durch begeisterte Eltern oder Großeltern.

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