11 Bilder

Aprilia Tuono V4 1100 RR, BMW F 800 R, Ducati Monster 821, Suzuki GSX-S 1000 Alpen Masters 2015 - Naked Bikes

Nackt in den Alpen, große Gefühle. Frei nach dem Motto „Keine Verkleidung, keine Probleme“ kommt der Spaß vor der Vernunft. Welches Naked Bike hat beim Alpen Masters 2015 die Nase vorn? Aprilia Tuono V4 1100 RR, BMW F 800 R, Ducati Monster 821 oder Suzuki GSX-S 1000?

Willkommen beim Fahrspaß. Naked Bike plus Dolomiten, das macht Grinsen von Ohrläppchen zu Ohrläppchen. Pässe fräsen, Superbenzin in Endorphine umwandeln, Tankfüllung für Tankfüllung. Wie in den anderen Kategorien auch gelten in den Alpen dabei ganz eigene Regeln. Massig Spitzenleistung ist schön, nutzt aber nichts, wenn die Kiste nach der fiesen Spitzkehre nicht aus dem Quark kommt.

Übertrieben harte Fahrwerke verlieren hier schon mal den sicheren Kontakt zur Straße, wenn der Frostaufbruch wieder extraderb ausfällt oder wenn die Piste nach dem Winter noch gemeinere Wellen schlägt. Druck übers gesamte Band, ausgewogenes Handling, ein gerüttelt Maß Alltags- und Reisetauglichkeit, so wünschen wir uns das perfekte Naked Bike für die Alpen.

Alle Tests vom Alpen Masters 2015

Anzeige

Ducati Monster 821 Stripe mit vielversprechenden Eckdaten

Auftritt Ducati Monster 821 in der Sonderedition „Stripe“. Die zeichnet sich, neben einigen optischen Leckerbissen, in erster Linie durch eine im Gegensatz zur Standard-821 voll einstellbare Gabel aus. Eigentlich bringt die Ducati Monster 821 Stripe gute Voraussetzungen mit, 107 PS bei 209 Kilo sind vielversprechende Eckdaten. Doch das Fahrverhalten unseres Alpenmonsters kann nicht wirklich überzeugen, was in erster Linie von der inhomogenen Fahrwerksabstimmung herrührt. Vorne zu weich gefedert, taucht die Ducati schon beim Anlegen der etwas unsensiblen Bremse tief ab, um danach wie ein Jo-Jo wieder auszufedern.

Hinten dagegen bockelt die Ducati Monster 821 Stripe zu straff über Schlaglöcher, das alles erinnert ein wenig an längst vergangen geglaubte Ducati-Zeiten. Mit ausgiebiger Setup-Tüftelei ließe sich vielleicht ein wenig Linderung herbeidämpfen, aber so findet die Monster keine saubere Linie. Sie eiert oft mehr, als sie rollt, will nach jeder kleinsten Welle neu ausgerichtet werden. Nervig. Hinzu kommt eine arg forsche Gasannahme, selbst im gezähmteren Touring-Modus.

Gerade unten heraus will sich irgendwie keine organische Verbindung zwischen dem Wunsch nach Vortrieb und dessen Umsetzung einstellen. Zur Ehrenrettung der Ducati Monster 821 Stripe sei vorgebracht: Wenn der tiefste Drehzahlkeller erst mal überwunden ist, gibt sich der Testastretta ungemein spritzig, dreht wunderbar nach oben heraus und klingt dabei herrlich vital. ABS und Traktionskontrolle arbeiten gut. Auch die Ergonomie ist, zumindest für kleinere Fahrer, überaus gelungen, sieht man einmal von den störend im Weg rumhängenden Soziusfußrastenhaltern ab. So bleibt unterm Strich für die Monster 821 nur ein etwas unrühmlicher vierter Platz.

Anzeige

Aprilia Tuono V4 1100 RR erfordert extrem aktiven Fahrstil

Über inhomogenes Fahrverhalten darf sich bei der Aprilia Tuono V4 1100 RR nun wirklich niemand beschweren. Auch wenn das Donnerbike über die Jahre merklich gezähmt wurde, besonders mit dem Modellwechsel und der Hubraumerweiterung auf 1100 Kubik, bleibt die Tuono im Herzen ein Racer für die Landstraße. An ihr ist alles aus einem Guss. Einem ehrlichen, harten, fordernden Guss. Die Sitzposition: hoch, nach vorne gebückt, so anstrengend wie gefühlsecht. Nach Komfort zu fragen, geschweige denn Soziuskomfort, verbietet sich. Der Motor: Schiebt jetzt auch unten heraus brauchbar, aber wahre Gefühle kommen erst bei mittleren Drehzahlen auf. 

Was dann zwischen 7000 und 12.000 Touren folgt, ist verdammt großes Kino, da ist die Aprilia Tuono V4 1100 RR eine echte Macht. Bloß lassen sich auf unserer rund 100 Kilometer langen Teststrecke die Passagen, in denen der V4 so richtig von der Leine darf, an einer Hand abzählen. Im Gegenzug quält man sich mit der Doppel-R ziemlich oft im immer noch viel zu langen Einser durch Spitzkehren, bemüht danach Vollgas, muss aber mit der einsetzenden Leistungseruption gleich wieder abdrehen, weil’s sonst schnell brenzlig wird.

Ein ähnlich radikales Bild beim Fahrverhalten: Das Paket aus Handlichkeit, Lenkpräzision, Stabilität und Rückmeldung, welches die Tuono ins Feld führt, ist, mit wenigen Ausnahmen, beim ganzen Alpen-Masters unerreicht. Doch die Aprilia Tuono V4 1100 RR lässt einen so hart dafür arbeiten wie sonst nur ein Supersportler. Vollbremsung bergab, da werden die Arme ganz schwer und das Heck furchtbar leicht; dann wie auf rohen Eiern um die Spitzkehre, weil so viel Gewicht auf dem Vorderrad lastet. Für zügiges Vorankommen ist ein extrem aktiver Fahrstil gefragt, Hanging-off ist nicht tabu. Weite, schnelle Radien, den Sahne-V4 rennen lassen, im feinnervigen Kontakt mit dem Vorderrad – die Tuono brilliert in den Bereichen, die hier in den Dolomiten kaum gefragt sind. Platz drei.

Suzuki GSX-S 1000 schön handlich und ausgewogen

Und damit zur Suzuki GSX-S 1000, die sich ohne großes Federlesen in Sachen Fahrleistungen bei der absoluten Elite einreiht. Nur die Kompressor-Kawa ist schneller auf 140, nur die BMW S 1000 XR zieht auf 2000 Metern besser durch. Alle Achtung! Macht unterm Strich und allein dafür schon mal einen klaren Sieg im Motorenkapitel. Auch in Sachen Fahrwerk gibt sich die Suzuki keine Blöße. Sie kann zwar nicht ganz mit der messerscharfen Präzision oder Stabilität der Aprilia Tuono V4 1100 RR mithalten, fährt aber insgesamt schön handlich und ausgewogen und dabei weitaus kräfteschonender als die Italienerin. Die Sitzposition ist sportlich-versammelt, trotzdem entspannt. So lässt es sich stundenlang Pässe räubern. Allerdings besser allein, denn ein Sozius findet auch auf ihr keinen wirklich erträglichen Platz. Und auch das Gepäck muss mangels adäquater Unterbringung überschaubar ausfallen.

Hervorragend dagegen sind Verbrauch und Reichweite. Mit 4,9 Litern im Schnitt liegt sie satte 1,7 Liter unterhalb der Aprilia Tuono V4 1100 RR. In der Praxis macht das bei vergleichbarem Tankinhalt den Unterschied zwischen „Eine Runde geht noch“ und „Wann kommt bloß die nächste Tanke“. Alles in allem jedenfalls liefert die Suzuki GSX-S 1000 eine ziemlich runde Vorstellung ab. Abgesehen von einem etwas ruppigen Ansprechen, das hier und da die Linie versaut, kann man ihr nichts vorwerfen. Für Soloalpinisten mit sportlichen Ambitionen ein rundum gelungenes Motorrad zum mehr als fairen Preis.

BMW F 800 R funktional und ausgewogen

Bedeutet auch: Die BMW F 800 R gewinnt die Kategorie Naked. Und zwar mit deutlichem Punkteabstand. „Nicht doch, die läuft wie eine Kaffeemühle und klingt auch so“, entweicht es Andrea, als er vom Gruppensieg der BMW erfährt. Und Kollege Oscar aus Spanien findet sie „irrsinnig langweilig“. Beiden kann man beipflichten, doch der Sieg der F 800 R ist, trotz ihres beträchtlichen Leistungsmankos, so klar wie verdient. Warum? Weil die BMW das Fahren in den Alpen unglaublich einfach macht. Die Kategorie „Easy going“ hatten wir eigentlich im letzten Heft, doch die F 800 R ist die eigentliche Königin des Easy Going.

Mag sein, dass der Motor rappelig läuft und dass er dabei den Charme eines Küchengeräts versprüht. Aber er zieht auch im zweiten Gang wunderbar dosiert, gleichmäßig und unaufgeregt aus jeder noch so verzwickten Kurve. Druck im Keller, geringe Lastwechselreaktionen, Getriebe perfekt abgestuft, damit nimmt die BMW F 800 R der fast doppelt so starken Aprilia Tuono V4 1100 RR im Motorenkapitel sogar einen Punkt ab. 

Funktional und ausgewogen – so wie der Antrieb ist auch das Fahrverhalten. Das an sich einfache Fahrwerk bügelt stabil über Schlaglöcher, lässt sich kaum aus der Ruhe bringen. Wo die Aprilia Tuono V4 1100 RR spitz fordert, rollt die BMW F 800 R rund und unangestrengt und damit ab dem ersten Meter bemerkenswert flott. Diese Qualität macht sich besonders bei Regen bemerkbar, dann, wenn der Asphalt teilweise extrem rutschig wird. Hier ist die Fahrt auf der Tuono ein Ritt auf Messers Schneide, während sich die BMW aufgrund ihrer hervorragenden Balance und der stressfreien Ergonomie um Welten einfacher dirigieren lässt.

Satt schlägt die F 800 R auch im Kapitel Alltag zu, macht zehn Punkte auf die schon gute Suzuki GSX-S 1000 und 20 auf die Aprilia. Einstellbares Fahrwerk (hinten elektronisch), Tankanzeige, Hauptständer, Bordwerkzeug, einstellbare Hebeleien, Heizgriffe, Koffersystem, Reichweite, Zuladung – vieles aufpreispflichtig, aber eben alles da, so sammelt man Punkte. Weil darüber hinaus sowohl Fahrer- als auch ­Soziuskomfort gruppenbeste Wertungen sind, ist der Sieg eindeutig. Ab ins Finale.

Foto: Gargolov
Letztlich fährt die BMW F 800 R den anderen Bikes davon, diese dürfen nun wieder nach Hause, während die BMW ins Finale einzieht.
Letztlich fährt die BMW F 800 R den anderen Bikes davon, diese dürfen nun wieder nach Hause, während die BMW ins Finale einzieht.

Technische Daten

Technische Daten BMW F 800 R (k. A.)
Modelljahr 2015
Motor
Zylinderzahl, Bauart 2 , Reihenmotor
Bohrung/Hub 82,0 / 75,6 mm
Hubraum 798 cm³
Ventile pro Zylinder vier Ventile pro Zylinder
Verdichtung 12,0
Leistung 66,0 kW ( 90,0 PS ) bei 8000 /min
Max. Drehmoment 86 Nm
Zahl der Gänge Sechsganggetriebe
Hinterradantrieb O-Ring-Kette
Fahrwerk, Räder, Bremsen
Rahmen Brückenrahmen
Federweg vorn/hinten 125 mm / 125 mm
Reifen 120/70 ZR 17 , 180/55 ZR 17
Bremse vorn/hinten 320 mm Vierkolben-Festsättel / 265 mm Einkolben-Schwimmsattel
ABS Ja
Maße und Gewichte
Radstand 1526 mm
Lenkkopfwinkel 64,0 °
Nachlauf 91 mm
Leergewicht vollgetankt k.A.
Sitzhöhe 790 mm
Zulässiges Gesamtgewicht 405 kg
Höchstgeschwindigkeit 218 km/h
Preis
Neupreis 8900 Euro
Technische Daten Aprilia Tuono V4 1100 RR (k. A.)
Modelljahr 2015
Motor
Zylinderzahl, Bauart 4 , V-Motor
Bohrung/Hub 81,0 / 52,3 mm
Hubraum 1077 cm³
Ventile pro Zylinder vier Ventile pro Zylinder
Verdichtung 13,0
Leistung 129,0 kW ( 175,0 PS ) bei 11000 /min
Max. Drehmoment 121 Nm
Zahl der Gänge k.A.
Hinterradantrieb O-Ring-Kette
Fahrwerk, Räder, Bremsen
Rahmen Brückenrahmen
Federweg vorn/hinten 111 mm / 132 mm
Reifen 120/70 ZR 17 , 190/55 ZR 17
Bremse vorn/hinten 320 mm Vierkolben-Festsattel / 220 mm Doppelkolben-Schwimmsattel
ABS Ja
Maße und Gewichte
Radstand 1445 mm
Lenkkopfwinkel 63,0 °
Nachlauf 107 mm
Leergewicht vollgetankt 205 kg
Sitzhöhe 825 mm
Zulässiges Gesamtgewicht 401 kg
Höchstgeschwindigkeit 280 km/h
Preis
Neupreis 16490 Euro
Technische Daten Ducati Monster 821 (k.A.)
Modelljahr 2013
Motor
Zylinderzahl, Bauart 2 , V-Motor
Bohrung/Hub 88,0 / 67,5 mm
Hubraum 821 cm³
Ventile pro Zylinder vier Ventile pro Zylinder
Verdichtung 12,8
Leistung 79,0 kW ( 107,4 PS ) bei 9250 /min
Max. Drehmoment 89 Nm
Zahl der Gänge Sechsganggetriebe
Hinterradantrieb O-Ring-Kette
Fahrwerk, Räder, Bremsen
Rahmen Gitterrohrrahmen aus Stahl, Motor mittragend
Federweg vorn/hinten 130 mm / 140 mm
Reifen 120/70 ZR 17 , 180/60 ZR 17
Bremse vorn/hinten 320 mm Vierkolben-Festsättel / 245 mm Zweikolben-Festsattel
ABS Ja
Maße und Gewichte
Radstand 1480 mm
Lenkkopfwinkel 65,7 °
Nachlauf 93 mm
Leergewicht vollgetankt 205 kg
Sitzhöhe k.A.
Zulässiges Gesamtgewicht 390 kg
Höchstgeschwindigkeit 225 km/h
Preis
Neupreis 10690 Euro
Technische Daten Suzuki GSX-S 1000 (k.A.)
Modelljahr 2015
Motor
Zylinderzahl, Bauart 4 , Reihenmotor
Bohrung/Hub 73,4 / 59,0 mm
Hubraum 999 cm³
Ventile pro Zylinder vier Ventile pro Zylinder
Verdichtung 12,2
Leistung 107,0 kW ( 145,5 PS ) bei 10000 /min
Max. Drehmoment 106 Nm
Zahl der Gänge Sechsganggetriebe
Hinterradantrieb Kette
Fahrwerk, Räder, Bremsen
Rahmen Brückenrahmen
Federweg vorn/hinten 120 mm / 130 mm
Reifen 120/70 ZR 17 , 190/50 ZR 17
Bremse vorn/hinten 310 mm Vierkolben-Festsättel / 250 mm Einkolben-Schwimmsattel
ABS Ja
Maße und Gewichte
Radstand 1460 mm
Lenkkopfwinkel 65,0 °
Nachlauf 100 mm
Leergewicht vollgetankt k.A.
Sitzhöhe 810 mm
Zulässiges Gesamtgewicht 400 kg
Höchstgeschwindigkeit 240 km/h
Preis
Neupreis 11495 Euro
Foto: Gargolov
Leistungsmessungen der vier Naked Bikes.
Leistungsmessungen der vier Naked Bikes.

Messwerte

Foto: Gargolov
... welches nicht lange auf sich warten lässt.
... welches nicht lange auf sich warten lässt.

Ergebnis und Fazit

Foto: Gargolov
Von den internationalen Kollegen als
Von den internationalen Kollegen als "Kaffeemühle" (sowohl vom Klang als auch vom Fahrgefühl her) und "irrsinnig langweilig" bezeichnet ist gerade diese Langeweile hier der Pluspunkt: Funktional und ausgewogen geben sich Antrieb und Fahrverhalten, das Vorwärtskommen gelingt unangestrengt und flott. Die Ergonomie ist stressfrei und dank der möglichen Zuladen gibt sich die BMW F 800 R auch äußerst alltagstauglich.

Platz 1: BMW F 800 R

Plus 

  • sehr verwertbare Leistung
  • tolle Balance, ausgewogenes Handling
  • umfassende Ausstattung
  • guter Komfort auch für zwei
  • geringer Verbrauch, gute Reichweite

 Minus 

  • rauer Motorlauf, teils starke Vibrationen
Foto: Gargolov
Die nackte Suzuki GSX-S 1000 erreicht einen guten zweiten Platz, lässt aber Federn was Gepäck und Soziusbetrieb angeht.
Die nackte Suzuki GSX-S 1000 erreicht einen guten zweiten Platz, lässt aber Federn was Gepäck und Soziusbetrieb angeht.

Platz 2: Suzuki GSX-S 1000

Plus 

  • herausragender Durchzug, 
  • gute Beschleunigung
  • gute Leistungsentfaltung
  • geringer Verbrauch, 
  • hohe Reichweite
  • ausgewogen-sportliches Fahrverhalten

 Minus 

  • Lastwechselreaktionen
  • Soziuskomfort und Gepäckunterbringung
Foto: Gargolov
Die Aprilia Tuono V4 1100 RR verfügt über den größten Hubraum (1077 cm³) und die höchste Leistung (175 PS) im Feld, ist von der Getriebeabstimmung aber einfach nicht für unsere Alpentour gemacht.
Die Aprilia Tuono V4 1100 RR verfügt über den größten Hubraum (1077 cm³) und die höchste Leistung (175 PS) im Feld, ist von der Getriebeabstimmung aber einfach nicht für unsere Alpentour gemacht.

Platz 3: Aprilia Tuono V4 1100 RR

Plus  

  • extrem präzises Fahrverhalten
  • hohe Stabilität
  • hervorragendes Feedback
  • explosive Spitzenleistung

 Minus 

  • mangelnder Komfort
  • schlechte Gepäckunterbringung
  • Getriebeübersetzung
Foto: Gargolov
107 PS bei 209 Kilogramm sind eigentlich schon mal gute Voraussetzungen, doch die Fahrwerksabstimmungen sagen uns in den Alpen einfach nicht zu. Nervig und unharmonisch gibt sie sich, klingt dafür aber einfach gut.
107 PS bei 209 Kilogramm sind eigentlich schon mal gute Voraussetzungen, doch die Fahrwerksabstimmungen sagen uns in den Alpen einfach nicht zu. Nervig und unharmonisch gibt sie sich, klingt dafür aber einfach gut.

Platz 4: Ducati Monster 821 Stripe

Plus  

  • drehfreudiger Motor, ansprechende Fahrleistungen 
  • Verbrauch, gute Reichweite
  • Ergonomie für kleinere Fahrer

 Minus 

  • inhomogenes Fahrwerk, vorne zu weich, hinten zu hart
  • Lenkpräzision
  • Dosierbarkeit Vorderradbremse

Fazit

Die Ducati Monster 821 konnte aufgrund ihres eher eigenwilligen Fahrverhaltens hier nicht überzeugen, Charme hin oder her. Zu spitz, zu sportlich, zu speziell die Aprilia Tuono V4 1100 RR. Weit weniger radikal die Suzuki GSX-S 1000, ein waschechtes Allround-Power-Naked zum günstigen Kurs. Alle drei auf ihre Weise auch sehr emotionale Maschinen. Doch am Ende setzt sich die rationale BMW F 800 R durch: ausgewogen, komplett ausgestattet und bis ins Detail durchdacht.

Artikel teilen

Aktuelle Gebrauchtangebote