Die großen Vier takter im Rennsport

1969 läutete Honda mit
der CB 750 die Epoche der großvolumigen Viertakter ein, Kawasaki und Suzuki zogen nach. Da der Grand-Prix-Sport auf 500 cm3 limitiert war,
bot sich die Langstrecke als idealer Startplatz an.

Dass es Honda-Motorräder waren, die den Namen Bol d’Or und damit den Langstreckensport auch bei Nicht-Rennsportinteressierten bekannt machten, ist kein Zufall. Schließlich war es naheliegend, die Rennerfolge der siebziger Jahre auf der Straße zu vermarkten: Bol d’Or steht bis heute für den großvolumigen sportlichen Viertakter, auch wenn die CB 1300 S diesen Namenszusatz nicht mehr trägt.
Großvolumig waren bereits die historischen Originale. Die 750 Kubikzentimeter einer CB 750 hatten nämlich nie gereicht. Hondas legendäre RCB- und RSC-Modelle, mit denen von 1973 bis 1981 eine ganze Siegserie eingefahren wurden, besaßen stets einen knappen Liter Hubraum. Genau wie die Kawasaki, mit der die legendären Franzosen Godier und Genoud 1974 und 1975 diese Serie unterbrachen. Zu richtiger Berühmtheit außerhalb der Szene reichte es allerdings nicht, so dass Kawasaki mit der ZRX anderer Helden gedachte. Das waren zwei Herren namens Wayne Rainey und Eddy Lawson, und die fuhren in der amerikanischen Superbike-Serie. Die technische Basis war die Kawasaki Z 1000 J von 1981 – genau die, auf welcher der legendäre Jean-Claude Chemarin 1981 in Le Mans gewinnen konnte.
Auch Moto Guzzi vermarktet die Le-Mans-Erfolge mit viel Geschick. 1971/72 gewannen die Herren Brambilla und Mandracci auf einer auf 850 Kubik aufgebohrten V7. Drei Jahre später stand die erste Le Mans auf dem Mailänder Salon, die eine grandiose Karriere als sportlicher Zweizylinder machte.
Suzuki landete 1980 einen Außenseitersieg beim Bol d’Or, gewann ’84 und ’85 auf der GSX in Le Mans. Und präsentierte 1984 mit der GSX-R 750 den ersten richtigen Renner für die Straße. Der machte Weltkarriere.

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