Die Kletter-Tour Die Kletter-Tour

Bei vielen Grand-Prix-Stars der 70er und 80er Jahre entfachten Bergrennen erst das Interesse am Rennsport. Schließlich trugen die motorisierten Klettertouren durch ihren lokalen Anstrich wesentlich zur Motorsportbegeisterung der breiten Bevölkerung in jener Zeit bei. Auf der etwa 300 Kilometer langen Runde kombinierte MOTORRAD insgesamt sieben ehemals für Bergrennen genutzte Landstraßen: Spalt–Großweingarten (1,5 km); Obermässing–Kleinnottersdorf (2,7 km); Neumarkt–Hohenberg (2,4 km); Happurg–Deckersberg (3,4 km); Stübig–Dörrnwasserlos (2,5 km); Würgauer Berg bei Würgau (2,5 km); Ellerberg bei Tiefenellern (2,1 km).
Rennsport-Fans sollten allerdings an sich halten. Auf nahezu allen Strecken ist die Höchstgeschwindigkeit auf 70 km/h begrenzt, was insbesondere an den Wochenenden auch kontrolliert wird. Dennoch: Trotz ihrer Kürze versprühen die Aufstiege noch den Flair des Rennsports vergangener Tage, flößen Respekt vor den angesichts fehlender Sturzzonen furchtlos erscheinenden Haudegen jener Zeit ein.
Mittlerweile sind im Umfeld dieser Strecken – vor allem am Würgauer Berg und Ellerberg – populäre Motorrad-Treffpunkte entstanden. Doch nicht nur deswegen lohnt die Tour. Die ländliche Fränkische Alb zwischen Spalt und Neumarkt lockt mit verkehrsarmen Straßen, die Transitstrecke zwischen Happurg über Vorra, Velden und Neuhaus mit traumhaft verschlungenen Sträßchen und die Fränkische Schweiz mit dem Ort Pottenstein und dem anschließenden Wiesenttal mit
malerischer Landschaft. Obendrein ist die Dichte an Brauereigaststätten und preiswerten Übernachtungsmöglichkeiten auf dieser Runde rekordverdächtig. Einkehr-Tipp: Kathi-Bräu in Aufseß-Heckenhof nahe Tiefenellern, der fränkische Motorradtreffpunkt schlechthin.

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