Unterwegs Die schönsten Motorradstraßen an der Côte d'Azur

Für MOTORRAD ist der südlichste Zipfel Frankreichs schon seit über 30 Jahren das beste und nächstliegende Winter-Testareal. Zum einen sind die Wetterbedingungen dort meist ganz passabel, zum anderen kann man sich auf den endlosen Kurvenstraßen entlang der Küste und im Maurischen Gebirge schwindelig fahren.

Wenn möglich, sollten Großstädte wie Marseille oder Toulon großzügig umfahren werden, da dort, im Gegensatz zu den ländlichen Regionen, auch im Winter reger Verkehr herrscht. Die idealen Zeiten für eine flotte Kurvensause sind der Spätsommer bis Mitte Dezember und von Mitte Februar bis zum Beginn der Frühjahrssaison Ende April. Speziell auf dem vorgelagerten Landzipfel zwischen der Autobahn A8 und St. Tropez herrscht meist ein mildes, von den eisigen Mistralwinden verschontes Klima. In dieser Region ist ein Ausflug in die Bergdörfchen Gassin und Ramatuelle der eigentlichen Metropole St. Tropez vorzuziehen. Wobei die teilweise der Küste entlang gewundene Straße zwischen la Croix-Valmer und Ramatuelle einem einzigen Kurvenrausch gleicht.

Weitere Highlights in Sachen Kurven: die Strecken rund um das ins Maurische Gebirge eingebettete Collobrières, die Straßen zur ehemaligen GP-Strecke von Paul Ricard östlich von Marseille mit Anbindung an den knapp 900 Meter hohen Col de l’Espigoulier oder die über den Klippen der Calanques verlaufende Route de Crêtes zwischen Cassis und La Ciotat. Achtung: Bei starkem Wind ist dieser Küstenabschnitt oft gesperrt. Auch kann auf der Nordseite der bis zu 800 Meter hohen Gebirgszüge bei kaltem Wetter Reif oder Glatteis liegen. Generell ist für eine Tour durch die Berge warme Kleidung zu empfehlen. Die Kehrseite des traumhaften Wintermärchens: Es wird geklaut, was zu klauen ist. Gerne auch Motorräder, weshalb ein solides Ketten- oder Seilschloss das gute Stück sichern sollte. Und das selbst bei Hotels mit abgesperrten und kontrollierten Parkplätzen.

Themenseiten

Artikel teilen

Aktuelle Gebrauchtangebote

Alle Artikel