Die Schwestern der Bandits

Foto: Archiv
Unmaskiert und mit einem Drittel des Hubraums der großen Geschwister – so begann 1991 Suzukis Räuber-Historie. Unter Kennern gilt die liebevoll gemachte GSF 400 bis heute als edelster aller Banditen: Farbig lackierter Rahmen, weiße Felgen, Doppelscheibe vorn mit Vierkolben-Festsätteln. Dazu eine Edel-stahl-Auspuffanlage und viel Chrom. Der mit Flachschieber-Vergasern bestückte Vierzylinder leistete 59 PS bei diabolischen 12000/min. 8290 Mark kostete das zierliche, 190 Kilogramm leichte Nischen-Motorrad.

Zum Liebling der Massen mutierte erst die 1995 präsentierte GSF 600. Sie wurde Suzukis Punktlandung und Volltreffer in der 1993 aus der Taufe gehobenen 78-PS-Klasse. Die 600er-Bandit trug den luft-/ölgekühlten Motor der GSX 600. Auch bei ihr war der Stahlrohrrahmen in Fahrzeugfarbe lackiert, der Look unverwechselbar, zwischen klassisch und modern. Die 600er-Bandit kam zunächst nackt, 10290 Mark günstig, 220 Kilogramm schwer. 1996 erschien dann die verkleidete, 1000 Mark teurere und drei Kilogramm schwerere S-Version.

Seither sind alle Bandit-Baureihen wahlweise un- oder halbverkleidet zu haben. Am Design der erfolgreichen 600er orientierten sich die ab 1996 nach Deutschland importierten 1200er. 1997 brachte Suzuki in der S-Version sein erstes ABS, damals erfolglos. Zur Saison 2001 kam eine umfangreiche Überarbeitung. 2006 mutierte die 1200er zum Zwitterwesen: Sie trug zum Preis von 8280 Euro (S-Version) noch den alten Feinripp-Motor, aber bereits das Design des 2007 erschienenen, wassergekühlten Modells mit 1250 cm³.

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