Dreizylinder-Motoren von Triumph Tradition und Charakter

In bester englischer Motorenbaukunst stellten die Triumph-Werke im Herbst 1969den ersten 750er Dreizylinder der Öffentlichkeit vor. Langhubig, luftgekühlt, mit je zwei über untenliegende Nockenwellen und Stoßstangen betätiger Ventilen, brachte es die Trident auf erstaunlichen 60 PS. Für damalige Verhältnisse ein starkes Stück und Grund genug für die Briten, ihren Triple für den Rennsport zu präparieren, um bei den mörderischen TT-Races auf der Isle of Man oder den ruhmreichen 200-Meilen-Rennen im sonnigen Daytona den Erfolg zu suchen. Die Konkurrenz damals: Moto-Guzzi, Harley-Davidson, BMW, BSA, ebenfalls mit dem Dreizylindermotor, und nicht zu vergessen die ersten japanischen Dreizylinder-Zweitakter von Kawasaki und Suzuki. Leider konnten selbst die grandiosen Erfolge im Rennsport nicht verhindern, daß die Triumph-Werke ab Mitte der 70er Jahre ihrem Untergang entgegensteuerten. Erst der Großindustrielle John Bloor erweckte die Marke in einer mustergültigen Hi-Tech- Fabrikationsanlage 1990 wieder zum Leben. Nachdem die Vierzylinder-Maschinen der neuen Baureihe nicht den erhofften Anklange fanden, besann man sich im englischen Hinckley auf alte Werte und gab dem parallel gebauten Dreizylinder mit 750 und 900 Kubikzentimeter den Vorzug. Deutlich abgespeckt und mit reichlich Leistung ausgestattet, könnte die neue Daytona T 595 mit ihrem ausgeprägten Charakter und dem schwungvollen Design das neue Werk endlich auf Erfolgskurs bringen.

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