Funbike Historie Wie alles begann

Ende der achtziger Jahre schwappten die ersten Wellen der Supermoto-Bewegung aus Frankreich ins übrige Europa. Mit ihnen auch die für diese Disziplin typischen Maschinen: hubraumstarke Singles in für den Asphalt-Einsatz adaptierten Offroad-Fahrwerken. Doch was für den Rennsport taugte, musste nicht zwangsläufig erste Wahl für Otto Normalverbraucher sein. Vor allem die ruppigen Manieren der Einzylinder erforderten vom Piloten eine ausgeprägte Leidensfähigkeit.

Diese Meinung teilten auch die Yamaha-Produktentwickler und rückten diesem Thema kreativ zu Leibe. Sie steckten den spritzigen Zweizylinder-Zweitakter des Straßenflitzers TZR 250 in ein mit breitem Lenker, oben liegender Aus-puffanlage und längeren Federwegen enduristisch angehauchtes Fahrwerk – fertig war die TDR 250. Und damit der Prototyp einer völlig neuen Motorradgattung: den Funbikes. Offroad-Fä-higkeiten interessierten nur am Rande, dafür überzeugte die Laufkultur des knapp 50 PS starken Paralleltwins, die straßenorientierte Bereifung (18 Zoll vorn, 17 Zoll hinten), das moderate Gewicht (153 Kilogramm vollgetankt), die entspannte Sitzposition und natürlich die attraktive Optik.

Obwohl der Niedergang des Zweitaktmotors der TDR bereits 1990 das Aus bescherte, hat sich an der Ausrichtung der Funbikes bis heute wenig geändert. Auch allen vier Testmaschinen sind diese Wurzeln bis heute anzusehen – die Yamaha TDM 900 behielt im Gegensatz zu den 17-Zoll-bereiften Kolleginnen sogar das unkonventionelle 18 Zoll große Vorderrad ihrer legendären Ahnin bei.

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