Geht doch Hypermotard-Umbau

Die ausgeprägte Kippeligkeit der Hypermotard in Kurven beschäftigt offensichtlich nicht nur die MOTORRAD-Testabteilung. Zupin Moto-Sport, Husqvarna-Importeur und renommierter Fahrwerksspezialist im bayrischen Traunreut (www.zupin.de), nahm sich des Problems nun an. Der Lösungsansatz: Die Frontlastigkeit der Ducati soll einer ausgewogenen Balance weichen. Dafür verlängerten die Bayern durch eine geringere Überlappung der Stand- und Tauchrohre die Gabelholme von 82,5 auf 84 Zentimeter, implantierten wesentlich härtere Gabelfedern (9,0 statt 6,0 N/mm) und steckten die Holme bündig bis zur Oberkante der Gabelbrücke durch. Zudem sorgt eine geringer vorgespannte Feder des Federbeins (Negativdurchhang ohne Fahrer: 1,5 statt einem Zentimeter) für ein um fünf Millimeter abgesenktes Rahmenheck.
Die Kur wirkt: Die bislang abschüssige Sitzhaltung weicht einer waagerechten Position. Die Tendenz zum Einknicken des Vorderrads in Kurven reduziert sich durch die angehobene Front deutlich, zumal die härteren Gabelfedern den Komfort kaum reduzieren. Angenehmer Nebeneffekt: Die mäßige Schräglagenfreiheit der Hypermotard vergrößert sich durch die Höherlegung spürbar. Den größten Schritt machte die Hypermotard letztlich durch die Kombination des 499 Euro teuren Zupin-Umbaus mit dem Austausch der Bridgestone BT 014 gegen Pirelli Diablo Corsa III, die Serienbereifung der S-Version der Hypermotard. Damit fährt die Ducati um Klassen neutraler, bleibt nun selbst in engen Kehren nahezu frei von unangenehmen Lenkkräften. Für die Serien-Hypermotard gilt: Heck absenken, Gabelholme durchstecken und Reifenwechsel sind ein Muss. Der Gabelumbaukit verhilft dem Fahrverhalten letztlich zu noch größerer Neutralität.

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