Honda CBR 125 R

Vmax: 115 km/h ++ Preis: 2860 Euro ++ Viertakter

Motor und Getriebe: Wassergekühlt und drehfreudig, ist der zweiventilige Einzylinder ein echter Sportsmotor. Richtig zur
Sache kommt er erst ab 9000 Touren, dreht feurig weit in den roten Bereich. Topspeed und Beschleunigung sind prima, der Durchzug im lang übersetzten sechsten Gang nur mau. Da bedarf es viel Schaltarbeit im leicht hakigen Getriebe. Löblich ist der U-Kat, nervig der zu große Sprung zwischen den ersten drei Gangstufen – verhungern oder gnadenlos drehen heißt es in
engen Kehren. Einen 80-km/h-Drosselkit offeriert Alpha-Technik (Telefon 08036/300720, www.alphatechnik.de) für 60 Euro.
Fahrwerk und Bremsen: Die hauchdünne Bereifung, 80 Millimeter vorn, 100 hinten, macht die CBRette höchst zielsicher. Die IRC-Reifen »Eagle Grip« tragen ihren Namen zu Recht, sie grippen bestens. Schon bald hängen die Fußrasten zerfetzt
herunter. Weniger sportlich arbeiten die unterdämpften Federelemente, sie schlagen auf Holperstrecken hin und wieder derbe durch. Die beiden Scheibenbremsen wirken ein wenig stumpf, verzögern hart rangenommen aber leidlich.
Sonstiges: Unglaublich schmal ist die CBR, und sie fühlt sich auch so an, jedoch ist die Sitzposition sehr kommod. Farbgebung, Design und Doppelscheinwerfer lassen Ähnlichkeit zur CBR 600 RR aufkommen – die empfiehlt sich dann als passender Aufstieg mit 18 und großem »Lappen«.
Fazit: Ein superhandliches, zierliches Spielzeug zu einem verführerischen Preis. Taiwan sei Dank.

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