Honda Varadero 1000

Foto: Künstle
Die Varadero ist keine moderne Africa Twin, kein Gigant fürs Grobe, sondern ein höchst bequemer und kultivierter Koloss für reine Asphalt-Touren. Wenden auf schlammigem Untergrund oder Rangieren auf schmalen Wegen kann selbst erfahrene Piloten schwer verunsichern. 276 Kilogramm, hoher Schwerpunkt, haufenweise teures Plastik. Die Varadero ist »nackt« schwerer als die drei anderen Motorräder mit Extras und Gepäcksystemen. Was gut gefällt: bester Wind- wie Wetterschutz, überragendes Licht. Prima abgestimmt: das Fahrwerk. Auch die Dreikolben-Verbundbremsen überzeugen. Der Handhebel aktiviert vier Kolben vorn, das Fußpedal je zwei vorn und hinten. Den letzten hinteren Kolben betätigt indirekt der linke, drehbar gelagerte Bremssattel vorn. Unbefriedigend: nicht einstellbarer Kupplungshebel, laute Windgeräusche und große Turbulenzen schon bei 130 km/h sowie Taumeltendenz bei hohem Tempo, speziell mit den 35-Liter-Koffern. Diese kosten lackiert im »Travelpaket«, zu dem ferner 45-Liter-Topcase, Heizgriffe und Haupständer gehören, nun 1100 Euro Aufpreis statt 1650 Euro in Einzelteilen.

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